Keine Entscheidungen, kein Frieden in Aussicht

Keine Entscheidungen, kein Frieden in Aussicht
Explosion des britischen Schlachtkreuzers "HMS Queen Mary" während der Seeschlacht am Skagerrak am 31. Mai 1916. Von den 1.266 Besatzungsmitgliedern wurden nur 20 gerettet. [Public domain], via Wikimedia Commons

Politik und Gesellschaft 1916:

Ohne Entscheidung bleibt auch die Skagerrakschlacht zwischen der deutschen und der britischen Flotte, die einzige große Seeschlacht des Ersten Weltkrieges. Abgesehen von dieser Auseinandersetzung wird der Krieg in der Nordsee jedoch bereits überwiegend mit U-Booten und auch mit Minen geführt. Eine neue Waffe setzen die Briten 1916 in der Schlacht an der Somme ein: Ihre »Tanks«, gepanzerte Kettenfahrzeuge, die auch Schützengräben und Granattrichter überwinden können, sind bald fester Bestandteil der Armeen.

Der Frieden bleibt 1916 in weiter Ferne, auch wenn es wenigstens Ansätze zur Beendung des Tötens gibt. Das Friedensangebot der Mittelmächte und die Friedensinitiative des neuen US-Präsidenten Woodrow Wilson wird von den Alliierten jedoch abgelehnt, weil keine konkreten Friedensbedingungen genannt und keine Sicherheitsgarantien von deutscher Seite genannt werden. Die »Times« schreibt in diesem Zusammenhang von »Kraftprotzerei und salbungsvoller Selbstgerechtigkeit« der deutschen Note.