Ende der Räterepubliken und politische Morde in Deutschland

Ende der Räterepubliken und politische Morde in Deutschland
Rosa Luxemburg, führende linke Sozialdemokratin, Mitbegründerin der KPD, ermordet am 15.1.1919 in Berlin. Bundesarchiv, Bild 183-14077-006 / Unknown / CC-BY-SA [CC BY-SA 3.0 de], via Wikimedia Commons

Politik und Gesellschaft 1919:

Innenpolitisch bringt das Jahr 1919 im Deutschen Reich und in Österreich das Ende der Revolutionen von 1918 und die Etablierung der Demokratie. Aufstände von Spartakisten und Kommunisten gegen die »bürgerliche« Demokratie scheitern, die Räterepubliken in Braunschweig, Bremen und München werden von Regierungstruppen und von Freikorps, in denen sich immer mehr rechtsgerichtete Offiziere und Soldaten sammeln, zerschlagen. Da vordergründig Gefahr für die bürgerlich-parlamentarische Staatsform nur von links zu drohen scheint, kann die politische Rechte weitgehend ungestört ihre Agitation gegen die neue Regierung betreiben; sie bedient sich nicht der spektakulären Kampfmittel der Kommunisten; von Anfang an ist neben gezielter Diffamierung auch Mord ein politisches Mittel der rechten Ultras: In Berlin werden die Kommunistenführer Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht von rechtsgerichteten Offizieren erschossen, und ein Rechtsnationaler ermordet in München den sozialdemokratischen bayerischen Ministerpräsidenten Kurt Eisner.