Dreimächtepakt sucht Bündnispartner in Mittel- und Osteuropa und richtet sich gegen die UdSSR

Politik und Gesellschaft 1940:

Auf der Suche nach einem außenpolitischen Erfolg wird am 27. September der Dreimächtepakt zwischen den faschistischen Staaten Deutsches Reich, Italien und Japan unterzeichnet. Der Dreimächtepakt soll die Vereinigten Staaten von Amerika, die Großbritannien in seiner Kriegführung unterstützen, von einem Kriegseintritt abhalten. Nach ergebnislos verlaufenden deutschen Verhandlungen am 12. und 13. November mit dem Ziel, den Bündnispartner UdSSR ebenfalls zu einem Beitritt zum Pakt zu bewegen, richtet sich das Bündnis schließlich auch gegen den Nachbarn im Osten. Aufgrund mangelnder Erfolgsaussichten im Kampf gegen Großbritannien entschloss sich Hitler am 31. Juli, im Frühjahr 1941 einen Feldzug gegen die seit 1939 mit dem Deutschen Reich verbündete Sowjetunion zu führen. »Neuer Lebensraum« im Osten soll erschlossen und der Machtausweitung der UdSSR im Balkan begegnet werden. Ende November treten Ungarn, Rumänien und der deutsche »Schutzstaat« Slowakei dem Dreimächtepakt bei und stellen ihre Territorien als Aufmarschgebiet für den geplanten deutschen Ostfeldzug zur Verfügung.