Vom „Führer“ zum „Gröfaz“: Hitler kostet Sieg gegen Frankreich aus

Vom „Führer“ zum „Gröfaz“: Hitler kostet Sieg gegen Frankreich aus
Deutsche Siegesparade auf der Avenue Foch vor dem Arc de Triomphe. Bundesarchiv, Bild 183-L05487 / CC-BY-SA [CC BY-SA 3.0 de], via Wikimedia Commons

Politik und Gesellschaft 1940:

Der am 5. Juni beginnende Vormarsch gegen Frankreich bringt für Hitler den bisher größten Triumph der Kriegsführung. Am 14. Juni marschieren deutsche Truppen in Paris ein; drei Tage später erklärt die französische Regierung die Kapitulation. Hitler, der sich daraufhin »als größter Feldherr aller Zeiten« feiern lässt, besiegelt den militärischen Erfolg mit dem Abschluss eines Waffenstillstandsvertrages in Compiègne am 22. Juni. Der Vertrag soll die deutsche Niederlage im Ersten Weltkrieg wettmachen und eine Revision des Versailler Abkommens von 1919 darstellen. Das Waffenstillstandsabkommen in Compiègne teilt Frankreich in eine besetzte Nord- und eine unbesetzte Südzone auf, die unter der Regierung Marschall Philippe Pétains eng mit dem Reich kooperieren soll.

Der britische Premier Winston Churchill – nach der Niederlage seines Verbündeten Frankreich auf sich allein gestellt – ist entschlossen, den Krieg gegen das Reich weiterzuführen. Ein Friedensappell Hitlers vom 19. Juli, den bevorstehenden Luftkampf zu verhindern, wird von der britischen Regierung abgelehnt. Deutsche Bemühungen, durch die »Luftschlacht um England« die geplante Landung deutscher Truppen auf den Britischen Inseln vorzubereiten (Unternehmen »Seelöwe«) scheitern.