Schwierige Integration der Vertriebenen bei allgemeiner Normalisierung

Schwierige Integration der Vertriebenen bei allgemeiner Normalisierung
Flüchtlinge 1945, Vertreibung von Deutschen aus den Ostgebieten. Bundesarchiv, Bild 146-1985-021-09 / Unknown / CC-BY-SA 3.0 [CC BY-SA 3.0 de], via Wikimedia Commons

Politik und Gesellschaft 1950:

Obwohl die Bundesbürger 1950 weitgehend zur Normalität zurückkehren – ein Zeichen hierfür ist der Wegfall der Lebensmittelkarten am 1. Mai –, haben die Menschen immer noch schwer an den Folgen des Zweiten Weltkriegs zu tragen. Am stärksten betroffen sind jene neun Millionen, die seit 1945 als Flüchtlinge und Vertriebene ins Bundesgebiet gekommen sind. Ihre wirtschaftliche und gesellschaftliche Integration bereitet angesichts von Wohnungsnot und hoher Arbeitslosigkeit beträchtliche Schwierigkeiten. Als Abhilfe versucht die Bundesregierung, den Strom der DDR-Flüchtlinge gesetzlich einzudämmen, wird aber in ihrem Vorhaben von den Ländern gestoppt. Auch finanziell hat der Krieg schwere Lasten hinterlassen: Die Kriegsopferversorgung verschlingt einen großen Teil der Staatseinnahmen; weitere Belastungen stehen mit dem noch nicht verwirklichten Lastenausgleich für die durch Flucht und Vertreibung Geschädigten an.