Ein scheinbar normales Nachkriegsjahr

Ein scheinbar normales Nachkriegsjahr
Frank Sinatra (1947), William P. Gottlieb [Public domain], via Wikimedia Commons

Politik und Gesellschaft 1951:

1951 scheint auf den ersten Blick ein normales Jahr zu sein. Gesellschaftliche Höhepunkte werden wie eh und je gefeiert: Im Iran und in Ägypten spiegeln Märchenhochzeiten eine heile Welt aus Tausendundeiner Nacht vor. Schah Resa Pahlewi, Herrscher auf dem Pfauenthron, heiratet die deutschstämmige Soraya, König Faruk von Ägypten die 17-jährige Narriman Sadek.

Sportereignisse bleiben Publikumsmagneten: An Radiogeräten verfolgen Boxfans den letzten dramatischen Auftritt der »Legende« Joe Louis. Die Erfolge des »Pédaleur de charme«, des Schweizers Hugo Koblet, bei der »Tour der Leiden« in Frankreich und der Weltmeisterschaftstriumph des deutschen Eiskunstlaufpaares Ria Baran/Paul Falk finden große Beachtung.

Auch das Showbusiness produziert wie immer seine Schlagzeilen: Während der Kinderstar Conny Froboess seinen ersten Hit landet, scheint sich die kometengleiche Karriere von »Frankieboy« Sinatra nach Skandalen dem Ende zuzuneigen. Ein Jahr der »routinierten Sensationen«, so scheint es – aber ist es nicht noch mehr?