Auch Adenauer stirbt: Wichtiges Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte zu Ende

Politik und Gesellschaft 1967:

Mit dem Tod Konrad Adenauers schließt 1967 ein Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte. Der Altbundeskanzler, der im Alter von 91 Jahren in seinem Haus in Rhöndorf stirbt, hat der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg wie kein anderer seinen Stempel aufgedrückt. Die Mächtigen der Welt von US-Präsidenten Lyndon B. Johnson bis zum französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulle kommen nach Köln, um Adenauer die letzte Ehre zu erweisen. Sie anerkennen mit ihrem Besuch, dass Adenauer es war, der für die Bundesrepublik durch die Westintegration den Weg in die internationale Staatengemeinschaft ermöglicht hat.

Die Unruhe des Jahres 1967 nimmt in den kommenden Jahren zu. Auch wenn das Jahr von Kriegen und Unruhen gezeichnet ist, beginnen Entwicklungen, die – allerdings erst Jahre später – in einem weltweiten Bemühen um Entspannung und Abrüstung, um Ausgleich und Gleichberechtigung münden.