Naturkatastrophen, neue Intifada und Dschungelentführung

Naturkatastrophen, neue Intifada und Dschungelentführung
Auf Flug 4590 der Air France verunglückte am 25. Juli 2000 bei Gonesse eine Concorde, By Michel Gilliand [GFDL 1.2 or GFDL 1.2], via Wikimedia Commons

Politik und Gesellschaft 2000:

Der Tod von 118 Seeleuten auf der »Kursk« bleibt nicht das einzige schwere Unglück des Jahres: Im Juli sterben 113 Menschen beim Absturz des Überschalljets »Concorde« bei Paris, und im September kommen in Griechenland 79 Menschen bei einem Fährunglück ums Leben. 155 Todesopfer fordert im November ein Seilbahnunglück im österreichischen Kaprun, und an Weihnachten sind bei einem Kaufhausbrand in China 309 Tote zu beklagen. Zu Jahresbeginn wird die Welt Zeuge des Hochwassers in Mosambik, im Mai legt ein Brand in einer Feuerwerksfabrik im niederländischen Enschede ein ganzes Stadtviertel in Schutt und Asche, im August verheeren die schlimmsten Feuersbrünste seit einem halben Jahrhundert riesige Waldflächen im Nordwesten der USA.

Wenig Erfreuliches gibt es auch vom Dauerkrisenherd Palästina zu berichten: Im Sommer scheitert in Camp David ein neuer Nahostgipfel vor allem am Streit um den Status von Jerusalem, im Herbst löst ein Besuch des israelischen Rechtsaußen Ariel Scharon auf dem Tempelberg der Stadt eine neue »Intifada«, einen Palästinenseraufstand aus, der bis Jahresende nicht gestoppt werden kann.

Zum Alptraum für europäische Touristen, darunter drei Mitglieder der Göttinger Familie Wallert, wird ein Tauchurlaub in einem malaysischen Ferienparadies: Von philippinischen Muslim-Rebellen im April verschleppt, müssen sie ohnmächtig im Dschungel von Jolo ausharren, bis schließlich im August Libyen einen Freikauf organisieren kann.