Drei große europäische Nationen erhalten neue Regierungschefs

Drei große europäische Nationen erhalten neue Regierungschefs
Kabinett Tusk I (2007), By Archiwum Kancelarii Prezydenta RP (www.prezydent.pl) [GFDL 1.2 or GFDL 1.2], via Wikimedia Commons

Politik und Gesellschaft 2007:

Die Polen erteilen den konservativ-katholischen Kaczynski-Brüdern eine Abfuhr und geben dem liberalen Donald Tusk eine Chance als Ministerpräsident, in Großbritannien tritt Gordon Brown als Premier in die Fußstapfen seines Labour-Kollegen Tony Blair, und in Frankreich wird der Konservative Nicolas Sarkozy neuer Hausherr im Élysée-Palast. Der zu Hyperaktivität neigende Politiker hält die Franzosen nicht nur mit seinen Reformideen, sondern auch mit seinem Privatleben in Atem. Sarkozy ist der erste französische Präsident, der sich während seiner Amtszeit scheiden lässt.

Sein russischer Amtskollege Wladimir Putin verfolgt aktiv seine außenpolitischen Interessen und pocht darauf, als Vertreter der zweiten Weltmacht neben den USA anerkannt zu werden. Auch nach seinem für März 2008 anstehenden Ausscheiden aus dem Amt will Putin eine wichtige politische Rolle spielen und stellt dafür bei der Duma-Wahl im Dezember die Weichen.

Der Irak, aus dem die Verbündeten der USA nach und nach ihre Truppen abziehen, bleibt ein Krisenherd, ebenso wie Afghanistan, wo eine politische Lösung des Konfliktes mit den radikal-islamischen Taliban noch nicht zu erkennen ist. Pakistan, das einzige islamische Land mit atomarer Bewaffnung, steht nach der Ermordung der Oppositionsführerin Benazir Bhutto im Dezember am Scheideweg. In Myanmar, dem früheren Birma, begehren die buddhistischen Mönche gewaltlos gegen die Militärdiktatur auf und werden niedergeknüppelt.