Flüchtlingswelle in Europa

Flüchtlingswelle in Europa
Flüchtlinge klettern nach ihrer Rettung von einem Schlauchboot des US-Marine-Schiffes USS San Antonio (LPD-17) auf ein Patrouillenboot der Republik Malta. By Official U.S. Navy Page from United States of America U.S. Navy photo/U.S. Navy [Public domain], via Wikimedia Commons

Politik und Gesellschaft 2015:

Millionen Menschen erhoffen sich in einem Land der Europäischen Union ein sichereres oder besseres Leben.

Der seit dem Jahr 2011 andauernde Bürgerkrieg in Syrien tritt bis 2015 eine beispiellose Flüchtlingswelle in Richtung Europa los. Viele Gesetze und organisatorische Netzwerke der Europäischen Union sind auf ein derart hohes Aufkommen an Menschen nicht vorbereitet. Auch aufgrund der Aktivitäten des Islamischen Staats in Syrien und Irak entschließen immer mehr Notleidende ihre Heimat in den Konfliktgebieten zu verlassen. Alleine für das Jahr 2015 liegt die Gesamtanzahl der abreisenden Massen bei mehr als 1 Million Menschen. Die Dunkelziffer übertrifft dieses offiziellen Angaben deutlich. Illegale Grenzüberschreitungen, Personalmangel bei Behörden zögert die korrekte Registrierung der Ankommenden hinaus. Sprachbarrieren und fehlende Ausweise und Unterkünfte machen angesichts des kontinuierlichen Zustroms an Menschen die empirische Erfassung schlicht unmöglich. Die primäre Fluchtroute vieler Flüchtende verläuft per Schlepperbanden an Grenzkontrollen vorbei über das Mittelmeer hin zu Griechenland. Ein Großteil verweilt dabei zunächst in Griechenland. Der Weg über die beliebte Balkanroute ins Herz von Europa bleibt jedoch bald verschlossen. Vor allem in Ungarn verhärten sich Fronten sowie Chancen auf Asyl der gestrandeten Heimatlosen.

Herkunftsländer der Flüchtlinge, die im Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2015 in Europa um Asyl angesucht haben. By Maximilian Dörrbecker (Chumwa) [CC BY-SA 2.5], via Wikimedia Commons

Herkunftsländer der Flüchtlinge, die im Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2015 in Europa um Asyl angesucht haben. By Maximilian Dörrbecker (Chumwa) [CC BY-SA 2.5], via Wikimedia Commons