1. Januar 1994: Indio-Aufstand gegen Armut

1. Januar 1994: Indio-Aufstand gegen Armut
Flagge der Ejército Zapatista de Liberación Nacional (EZLN) - No machine-readable author provided. Zscout370 assumed (based on copyright claims). [Public domain], via Wikimedia Commons

+++ VOR 25 JAHREN +++

Für eine Verbesserung ihrer Lebensverhältnisse kämpft die Nationale Befreiungsarmee Zapata (EZLN) in Mexiko.

In der mexikanischen Provinz Chiapas besetzen Angehörige der EZLN neun Ortschaften. Der Aufstand wird in den Wochen darauf vom Militär niedergeschlagen. Mehrere hundert Menschen kommen ums Leben.

Menschenrechtsorganisationen berichten, dass beim Eingreifen der Militärs viele Rebellen regelrecht hingerichtet worden seien. Zahlreiche Guerilleros, aber auch Zivilisten suchen in den Wäldern Schutz.

Der südöstliche Bundesstaat Chiapas, eine der ärmsten Regionen des Landes, wird überwiegend von den Ureinwohnern Mexikos, den Nachfahren der Maya, bewohnt. Der Boden in der Provinz gehört zum größten Teil wenigen Grundbesitzern, die den überwiegend indianischen Arbeitern nicht einmal den Mindestlohn zahlen. 90% der Indios liegen mit ihrem Einkommen unterhalb des Existenzminimums.

Für die Lage machen die Zapatisten auch die Vernachlässigung ihrer Provinz durch die Staatsführung verantwortlich.

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Zeitungen zum 01.01.1994