1. Juli 1959: Lübke wird Bundespräsident

1. Juli 1959: Lübke wird Bundespräsident

+++ VOR 60 JAHREN +++

Die Bundesversammlung wählt am 1. Juli den Kandidaten der CDU/CSU, den Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft Heinrich Lübke (CDU), zum Bundespräsidenten. Am 4. Juni gab Bundeskanzler Adenauer überraschend bekannt dass er, entgegen seiner bisherigen Absicht, nicht für das Amt des Bundespräsidenten kandidieren werde.

Lübke machte von Anfang an die Entwicklungshilfe zu einem Hauptanliegen seiner Präsidentschaft. Schon in seiner Antrittsrede von 1959 konstatierte er die dringende Notwendigkeit internationaler Hilfe und Verantwortlichkeit in Anbetracht weltweiten Hungers.

Zeit des Nationalsozialismus Lübke war in der Heeresversuchsanstalt Peenemünde Bauleiter in der „Gruppe Schlempp“. Von 1943 bis 1945 hatte er die Verantwortung für den Einsatz von KZ-Häftlingen. Es existierten zwei KZ-Außenstellen auf dem Gelände in Peenemünde. Die KZ-Häftlinge mussten unter seiner Regie Zwangsarbeit leisten. Lübke hat dafür Häftlinge eigens angefordert.