1. März 1950: Kuomintang ruft Staat aus

1. März 1950: Kuomintang ruft Staat aus
Chiang Kai-shek mit dem japanischen Politiker Nobusuke Kishi, 1957 - See page for author [Public domain]

+++ EREIGNISSE VOR 70 JAHREN +++

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Zeitungen zum 01.03.1950
Die Nationalchinesen errichten einen eigenen Staat, dessen Ziel es ist, die Kommunisten vom Festland zu vertreiben.

Der Führer der chinesischen Nationalpartei (Kuomintang), Chiang Kai-shek, ruft auf der Insel Taiwan die Republik China aus. Die sog. Nationalchinesen mussten sich 1949 nach fast vierjährigem Bürgerkrieg endgültig den chinesischen Kommunisten unter Führung von Mao Zedong geschlagen geben. Nach Proklamation der Volksrepublik China am 1. Oktober 1949 flohen die Anhänger der Kuomintang auf die zu China gehörende Insel Taiwan.

Bei der Verwirklichung ihres Ziels, wieder die Herrschaft über ganz China zu erlangen, erhoffen sie sich Hilfe von den westlichen Industriestaaten, insbesondere von den USA. Washington hat jedoch deutlich gemacht, dass es nicht an eine militärische Unterstützung Taiwans denkt und dem Land lediglich Wirtschaftshilfe leisten wolle.

Chiang Kai-shek führt die Kuomintang seit 1925. 1928 wurde er Präsident der Republik China.