11. März 2009: Amoklauf in Winnenden

11. März 2009: Amoklauf in Winnenden

+++ VOR 10 JAHREN +++

Erschütternde Bilanz des Amoklaufs in Winnenden bei Stuttgart: Der 17-jährige Tim K. tötet in der Albertville-Realschule neun Schüler und drei Lehrer.

Auf der Flucht nimmt er drei weiteren Menschen das Leben. Schließlich schießt er sich nach einem Feuergefecht in den Kopf. Das schnelle Eintreffen der Polizei an der Schule verhinderte möglicherweise noch mehr Opfer. Großes Entsetzen und Fassungslosigkeit herrschen in der Albertville-Realschule und in ganz Winnenden. Der Jugendliche aus Weiler zum Stein galt vor seiner Tat als unauffällig. Er hatte die Realschule mit einem Abschluss verlassen und eine Ausbildung begonnen. Das Motiv des Jugendlichen ist unklar. Eines ist sicher: Das Verbrechen begeht der Täter mit der Waffe seines Vaters, der Mitglied im Schützenverein ist. Um 9.30 Uhr betritt der Täter in schwarzer Militärkleidung seine ehemalige Schule in Winnenden. Dort geht er gezielt vor: In zwei Klassenzimmern und einem Chemiesaal richtet der 17-Jährige neun Schüler und drei Lehrer per Kopfschuss hin. Darauf flüchtet er zu Fuß in die Innenstadt und erschießt einen Passanten. Anschließend bringt er einen Autofahrer in seine Gewalt, der ihn in Richtung Wendlingen im Landkreis Esslingen fahren muss. Dort dringt der Täter in ein Autohaus ein, erschießt einen Angestellten und einen Kunden. Nach Verlassen des Gebäudes kommt es zu einem Schusswechsel mit der Polizei, in dessen Verlauf Tim K. sich erschießt. Der Amoklauf löst eine öffentliche Diskussion über die Verschärfung des Waffenrechts, vor allem über den Vorschlag aus, Sportschützen zu verbieten, ihre Waffen zu Hause aufzubewahren.

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Zeitungen zum 11.03.2009