11. November 1918: Das Deutsche Reich streckt die Waffen

11. November 1918: Das Deutsche Reich streckt die Waffen
Unterzeichnung des Waffenstillstandsabkommens. Hinter dem Tisch, von rechts: die Franzosen General Maxime Weygand und Marschall Ferdinand Foch (stehend), die britischen Marineoffiziere Rosslyn Wemyss, George Hope und Jack Marriott. Davor stehend die Deutschen Staatssekretär Matthias Erzberger, Generalmajor Detlof von Winterfeldt, Alfred von Oberndorff vom Auswärtigen Amt und Kapitän Ernst Vanselow. Gemeinfrei, via Wikimedia Commons

+++ VOR 100 JAHREN +++

Nach dem Zusammenbruch der Westfront erklärt sich das Deutsche Reich zur Waffenruhe bereit. Die alliierten Waffenstillstands-Bedingungen besiegeln die vollständige politische und militärische Niederlage.

Nach mehr als vier Jahren Kampf, Tod und unsäglichen Opfern schweigen im Weltkrieg die Waffen. Die Unterzeichnung des Vertrags, dessen Bedingungen der französische Marschall Ferdinand Foch diktiert, kommt für das Deutsche Reich einer totalen Kapitulation gleich.
Im Westen haben die Deutschen die besetzten Gebiete in Frankreich, einschließlich Elsass-Lothringens, Belgien und Luxemburg sowie das linksrheinische Gebiet zu räumen. Alliierte Truppen besetzen die Brückenköpfe in Mainz, Koblenz und Köln. Im Osten haben sich die Truppen hinter die Grenzen von 1914 zurückzuziehen.
Bei der Unterzeichnung des Abkommens befinden sich keine alliierten Truppen auf deutschem Gebiet, wodurch den Alliierten der durchschlagende strategische Enderfolg verwehrt bleibt. Die deutsche Heeresleitung hatte sich mit einer Waffenstillstand Delegation aus zivilen Unterhändlern unter Matthias Erzberger (Zentrum) einverstanden
erklärt, um die Verantwortung für die harten Friedensbedingungen von sich weisen zu können. Das reaktionäre Offizierskorps stößt daher mit seiner These, die Armee sei »im Felde unbesiegt« und im Frieden verraten worden, auf Zustimmung Der Waffenstillstandsvertrag gilt bis zur Unterzeichnung des Frieden: von Versailles.

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Zeitungen zum 11.11.1918