11. November 1920: Trotzkis Armee siegt im Bürgerkrieg

11. November 1920: Trotzkis Armee siegt im Bürgerkrieg
Lew Dawidowitsch Bronstein, genannt Leo Trotzki (um 1929). Bundesarchiv, Bild 183-R15068 / CC-BY-SA 3.0 [CC BY-SA 3.0 de], via Wikimedia Commons

+++ EREIGNISSE VOR 100 JAHREN +++

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Zeitungen zum 11.11.1920
Mit dem endgültigen Sieg der sowjetrussischen Roten Armee endet der russische Bürgerkrieg.

Mit dem endgültigen Sieg der sowjetrussischen Roten Armee endet der russische Bürgerkrieg.

Um einer drohenden Niederlage gegen die sowjetische Rote Armee zuvorzukommen, ordnet der Führer der am Asowschen Meer operierenden Weißgardisten, General Pjotr N. Baron von Wrangel, die Evakuierung seiner Truppen an. Insgesamt sind an der Aktion 126 Schiffe beteiligt, die 145 693 Personen in Sicherheit bringen.

Mit der Flucht der letzten noch in Russland stehenden »weißen« Truppen ist der seit 1918 tobende Bürgerkrieg zwischen Roter Armee und den antibolschewistischen Einheiten beendet.

Zuvor hatte Wrangel, der im Frühjahr als Nachfolger von Anton I. Denikin das Kommando über die Weißgardisten übernommen hatte, im Sommer von der Krim aus eine neue Offensive begonnen. Nach einigen Geländegewinnen, begünstigt durch die Bindung der Roten Armee im polnisch-russischen Krieg, wurden die weißen Truppen jedoch nach dessen Ende wieder zurückgeworfen und müssen per Schiff über das Schwarze Meer nach Konstantinopel fliehen.

Neben militärischer Schwäche gilt auch das Fehlen eines konstruktiven sozialen und politischen Programms als Ursache für die Niederlage der Weißgardisten im russischen Bürgerkrieg.

HINTERGRUND: Rot gegen Weiß Die Auflösung des alten Zarenreichs nach der Oktoberrevolution 1917 benutzten die Gegner der Bolschewisten, um im Bund mit den Ententemächten zur Gegenrevolution zu schreiten. Zwischen »Roten« (Bolschewiki) und »Wießen« (Monarchisten und Konterrevolutionären) tobte seitdem ein heftiger Bürgerkrieg.