13. März 1938: Hitler holt Heimat heim

Nach dem Ersten Weltkrieg zerfiel die Großmacht Österreich-Ungarn. Das Österreich, das übrigblieb, war lediglich der kleine deutschsprachige Teil. Schon bald kamen Anschlussbestrebungen auf, mit dem Ziel, Österreich mit Deutschland zu vereinen. Die Siegermächte verbaten dies aber.
Adolf Hitler, geborener Österreicher und seit 1933 deutscher Reichskanzler, forderte schon Mitte der 1920-er-Jahre in seinem Buch „Mein Kampf“ die Eingliederung Österreichs in das Deutsche Reich: „Deutschösterreich muss wieder zurück zum großen deutschen Mutterlande“.

Wagenkolonne Hitlers in Wien (Praterstern) - Bundesarchiv, Bild 146-1972-028-14 / CC-BY-SA [CC BY-SA 3.0 de], via Wikimedia Commons

Wagenkolonne Hitlers in Wien (Praterstern) – Bundesarchiv, Bild 146-1972-028-14 / CC-BY-SA [CC BY-SA 3.0 de], via Wikimedia Commons

In der Nacht auf den 12. März 1938 schließlich drohte Hermann Göring einen deutschen Einmarsch in Österreich an. Schon bevor ein deutscher Soldat die Grenze überschritten hatte, bestellte der österreichische Bundespräsident eine nationalsozialistische Regierung ein. Der neue Kanzler Seyß-Inquart setze am 13. März 1938 den „Anschluss“ um, die deutsche Wehrmacht und die SS übernahmen das Kommando – bejubelt von einem großen Teil der österreichischen Bevölkerung.
Das neue „Großdeutsche Reich“ sollte nur sieben Jahre, bis zur Kapitulation, bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs Bestand haben.
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Zeitungen zum 13.03.1938