13. Mai 2000: Feuerinferno in Enschede

13. Mai 2000: Feuerinferno in Enschede
Brand und Explosionen in der Feuerwerksfabrik von Enschede am 13. Mai 2000 - Bartflikweert [CC BY-SA]

+++ EREIGNISSE VOR 20 JAHREN +++

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Zeitungen zum 13.05.2000
Die Explosion einer Feuerwerksfabrik im niederländischen Enschede legt ein ganzes Wohnviertel in Schutt und Asche.

Die Katastrophe beginnt am Nachmittag mit einem Feuer auf dem Fabrikgelände der Firma S.E. Fireworks. Als die Feuerwehr eintrifft, erreichen die Flammen den dort gelagerten Sprengstoff und lösen gewaltige Detonationen aus. Vier Feuerwehrleute sind sofort tot. Ein Flammenmeer verwüstet den umliegenden Stadtteil Mekkelholt. Ganze Straßenzüge werden auf einen Schlag zerstört. Als die ersten Knallkörper am Himmel zerplatzen, drängen bei strahlendem Sonnenschein viele Schaulustige auf die Straßen. Sie müssen jedoch wenig später um ihr Leben laufen, als der explodierende Sprengstoff die Erde erbeben lässt und Gebäudeteile durch die Luft fliegen. Nach elf Tagen wird die Suche nach Vermissten aufgegeben. 18 Tote werden geborgen, 947 Verletzte werden in Krankenhäusern behandelt. Der Gesamtschaden wird auf rd. 600 Mio. Gulden (272 Mio. Euro) geschätzt. 200 private Wohnungen und 24 Betriebe sind zerstört, 280 Wohnungen und 23 Betriebe schwer beschädigt.