14. Dezember 1989: Militärdiktaturen werden Auslaufmodell

14. Dezember 1989: Militärdiktaturen werden Auslaufmodell
Panama: Ein US-Panzer vom Typ M113 bewacht eine Straße in der Nähe des zerstörten panamaischen Verteidigungsministeriums (21. Dezember 1989). - DoD photo by PH1(SW) J. Elliott [Public domain], via Wikimedia Commons

+++ VOR 31 JAHREN +++

Die Zeit der langlebigen Militärdiktaturen in Lateinamerika neigt sich dem Ende zu. Es beginnt eine Welle der vorsichtigen Demokratisierung.

Der Kandidat der vereinigten chilenischen Oppositionsparteien, Patricio Aylwin, gewinnt mit 55,2% der Stimmen die Wahl um die Nachfolge des diktatorisch regierenden Präsidenten Augusto Pinochet Ugarte.

Der vom Militärregime unterstützte frühere Finanzminister Hernán Büchi erhält 29,4%. Am 11. März 1990 endet mit der Vereidigung Aylwins die mehr als 16jährige Militärdiktatur. Paraguay: Der seit 1954 diktatorisch regierende Präsident Alfredo Stroessner wird durch einen Militärputsch abgesetzt. Der neue Staatschef Andrés Rodríguez, der Demokratie verspricht, wird am 1. Mai bei umstrittenen Wahlen mit 75% der Stimmen im Amt bestätigt. Panama: US-amerikanische Truppen greifen am 22. Dezember Militäreinrichtungen in Panama an. Sie sollen den Militärmachthaber und Präsidenten General Manuel Antonio Noriega gefangen nehmen, der in den USA wegen Drogenschmuggels vor Gericht gestellt werden soll. Noriega stellt sich an 3. Januar 1990 der US-Armee.

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Zeitungen zum 14.12.1989