16. März 1960: »Psycho« stilisiert Gewalt

16. März 1960: »Psycho« stilisiert Gewalt
Das Psycho-Set auf dem Universal Studios Lot mit einem Ford Custom 300, ähnlich dem von Janet Leigh im Film, ist jetzt Teil der Studiotour im Hollywood-Themenpark der Universal Studios. - JGKlein [Public domain]

+++ EREIGNISSE VOR 60 JAHREN +++

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Zeitungen zum 16.03.1960
Alfred Hitchcocks meisterhaft inszenierter Gruselthriller »Psycho« wird zum meistdiskutierten Film des Jahres und Vorbild seines Genres.

In den US-amerikanischen Kinos läuft der Film »Psycho« des britischen Regisseurs Alfred Hitchcock an. Dem Thriller-Spezialisten geht es um eine stilisierte Auseinandersetzung mit den Abgründen menschlicher Gewalt unter dem Vorzeichen abnormer, seelischer Schizophrenie.

Im Mittelpunkt der Handlung steht ein einsam gelegenes Motel und sein geheimnisvoller Besitzer Norman Bates (Anthony Perkins). Dorthin flüchtet sich die junge Angestellte Marion (Janet Leigh), die 40 000 Dollar unterschlagen hat, um mit ihrem Geliebten Sam zusammenleben zu können. In einer spektakulären Mordszene unter der Dusche zeigt Hitchcock, wie sie von einer älteren Frau erstochen wird. Auch ein mit ihrer Verfolgung beauftragter Detektiv wird umgebracht. Einen dritten Mord kann Sam verhindern, ehe das Geheimnis um Norman Bates aufgedeckt wird: Seit dem Tod seiner dominanten Mutter nimmt er im Wahnsinn ihre Persönlichkeit an und bringt alle Frauen um, die ihn sexuell anziehen.

Für Thriller-Fans stellt der Film den Beginn einer neuen Ära dar. Seine brutale Wirkung erzielt der Film ohne abstoßende Effekte.