17. August 1999: Erdbeben erschüttern die Türkei

17. August 1999: Erdbeben erschüttern die Türkei

+++ VOR 20 JAHREN +++

Erdbeben von Gölcük: Über 18.300 Todesopfer fordert eines der schwersten Erdbeben in Europa in diesem Jahrhundert.

Das Beben in der Nordwesttürkei erreicht in seinem Epizentrum bei Izmit eine Stärke von 7,4 auf der Richter-Skala. Mehr als 600 000 Menschen werden obdachlos. Trotz zahlreicher Hilfsmaßnahmen aus In- und Ausland ist die Versorgung der Opfer nur unzureichend. Bauindustrie und Behörden geraten in die Kritik. Im November trifft ein zweites Beben – diesmal mit der Stärke 7.2 – die Region.

Das Erdbeben wurde durch einen etwa 130 km langen Riss in der Nordanatolischen Verwerfung zwischen der Eurasischen und der Anatolischen Platte ausgelöst. Der Riss zog sich vom Golf von Izmit am Marmarameer bis weit ins Festland hinein. Während des Bebens verschoben sich die Erdplatten um über fünf Meter.

Es verursachte auch einen Tsunami im Marmarameer; die Welle war bis zu 2,5 Meter hoch.