18. April 1949: Republik Irland proklamiert

18. April 1949: Republik Irland proklamiert
Geburt der irischen Republik (Gemälde von Walter Paget). Der Osteraufstand (englisch Easter Rising) von 1916. Walter Paget [Public domain]

+++ VOR 70 JAHREN +++

Nach Gründung der Republik Irland bleibt die Zukunft des nordirischen Landesteils Ulster zwischen Irland und Großbritannien umstritten.

Die Republik Irland (Eire) wird proklamiert, nachdem der Austritt aus dem britischen Commonwealth wirksam geworden ist. Das Land hat damit die letzte der seit über 750 Jahren bestehenden Bindungen an die britische Krone zerrissen.

Der irische Ministerpräsident John A. Costello gibt der Hoffnung Ausdruck, dass durch die Unabhängigkeit Irlands die Beziehungen zu Großbritannien »herzlicher und enger sein werden als jemals zuvor«. Streitpunkt zwischen der jungen Republik und Großbritannien bleibt Ulster, das weiterhin unter Herrschaft der britischen Krone steht. Ihren Anspruch auf das mehrheitlich von aus England und Schottland stammenden Protestanten bewohnte Nordirland bekräftigen die Briten in einem von Irland kritisierten Irlandgesetz vom 3. Mai.

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Zeitungen zum 18.04.1949

Der Osteraufstand von 1916 war ein Versuch militanter irischer Republikaner, die Unabhängigkeit Irlands von Großbritannien gewaltsam zu erzwingen. Obwohl militärisch fehlgeschlagen, gilt er als Wendepunkt in der Geschichte Irlands, der dann letztlich 1922 zur Unabhängigkeit als Irischer Freistaat führte.