18. Mai 1980: Mount St. Helens explodiert

18. Mai 1980: Mount St. Helens explodiert
Luftaufnahme des Ausbruchs des Mount St. Helens. Skamania County, Washington. 18. Mai 1980. - U.S. Geological Survey from Reston, VA, USA [CC0]

+++ EREIGNISSE VOR 40 JAHREN +++

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Zeitungen zum 18.05.1980
Im US-Bundesstaat Washington bricht der Vulkan Mount St. Helens aus. Die Explosion sprengt ein Siebtel seiner Höhe (2950 m) weg.

Eine gewaltige Eruption des über 100 Jahre ruhenden Vulkans, mit der 500-fachen Kraft der Hiroshima-Bombe, schleudert Gesteinsbrocken und Asche 20 km in die Höhe.

Es ist die bisher verheerendste »natürliche« Explosion in den USA. Noch bis 320 km Entfernung ist eine Druckwelle spürbar. Mindestens 24 Menschen kommen um.

 
Die beim Ausbruch entstandene und hoch in die Atmosphäre emporgestiegene plinianische Säule aus Vulkanasche verteilte Asche über elf US-Bundesstaaten. Zur gleichen Zeit schmolzen auf dem Berg Schnee, Eis und sogar vollständige Gletscher und lösten vulkanische Schlammströme – die so genannten Lahare – aus, die bis in den über 50 Kilometer entfernten Columbia River reichten. Die folgenden Eruptionen waren weitaus weniger stark, jedoch fanden im Laufe des Jahres noch weitere größere Ausbrüche statt. Obschon zuvor eine Sicherheitszone um den Vulkan errichtet worden war, starben durch den Ausbruch des 18. Mai insgesamt 57 Menschen und Tausende Tiere, zudem verwandelten Asche und Lahare Hunderte Quadratkilometer in Ödland. Der Gesamtschaden betrug mehr als eine Milliarde US-Dollar.