19. Juli 1980: Die Spiele werden politisch

19. Juli 1980: Die Spiele werden politisch
Die Handballmannschaft der Sowjetunion feiert ihren Sieg über Jugoslawien. RIAN-Foto. - RIA Novosti archive, image #567780 / Vladimir Vyatkin / CC-BY-SA 3.0 [CC BY-SA]

+++ EREIGNISSE VOR 40 JAHREN +++

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Zeitungen zum 19.07.1980
Zahlreiche Sportnationen boykottieren die Sommerspiele wegen der Invasion in Afghanistan.

Der sowjetische Staats- und Parteichef Leonid I. Breschnew eröffnet die ersten Olympischen Sommerspiele in einem kommunistischen Land. Der sportliche Wert der Spiele, die bis zum 3. August dauern, leidet unter der politisch bedingten Absage von 30 Staaten.

US-Präsident Jimmy Carter initiierte die Boykott-Bewegung, die wegen der uneinheitlichen Haltung des Westens kein Erfolg wurde. So beteiligten sich Großbritannien und Frankreich nicht an dem Boykott.

Gastgeber UdSSR ist im Medaillenspiegel mit 80 Gold-, 69 Silber- und 46 Bronzemedaillen Spitze. Nur die DDR (47–37–42) kann noch halbwegs mithalten. Der Drittplatzierte Bulgarien (8-16-17) fällt im Vergleich dazu schon stark ab. Boykottbedingt ausgefallene Duelle in der Leichtathletik, im Schwimmen und im Boxen werden durch 36 Welt- und 73 olympische Rekorde nur teilweise wettgemacht.