2. August 1990: Saddams Truppen marschieren in Kuwait ein

2. August 1990: Saddams Truppen marschieren in Kuwait ein
Ein verlassener irakischer Kampfpanzer des Typs 69 befindet sich an der Seite der Straße nach Kuwait-Stadt während der Bodenphase der Operation Desert Storm. 24 Februar 1991 - J.R. Roark, US Marines [Public domain]

+++ EREIGNISSE VOR 30 JAHREN +++

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Zeitungen zum 02.08.1990
Diktator Saddam Hussein will den Irak mit dem Angriffskrieg zur Großmacht am Golf aufbauen.

In einer nächtlichen Blitzaktion dringen Armee-Einheiten des Irak in das militärisch weit unterlegene Kuwait ein und bringen das ölreiche Emirat unter ihre Kontrolle. Fast 200 Kuwaitis werden bei dem gewaltsamen Einmarsch getötet.

Der Weltsicherheitsrat tritt auf Antrag der USA noch am Tag des irakischen Einmarsches zusammen und verurteilt den »Bruch des Weltfriedens«.

Hintergründe der Invasion sind historisch bedingte Gebietsansprüche, vor allem aber die Sicherung des strategisch wichtigen Zugangs zum Persischen Golf. Einfluss auf die Invasionsentscheidung hatten aber vor allem politisch-ökonomische Motive: Husseins Streben nach einer regionalen Großmachtrolle sowie die schlechte wirtschaftliche Situation nach dem Ende des verlustreichen Golfkriegs (20.8.1988). Als Folge drücken den Irak 86 Mrd. Dollar Schulden. Vor diesem Hintergrund will sich Saddam Hussein das reiche Kuwait einverleiben, das über 120 Mrd. Dollar Auslandsreserven verfügt. Zudem würde der Irak mit der Übernahme der ergiebigen kuwaitischen Ölfelder nach der Sowjetunion, den USA und Saudi-Arabien zum potentiell viertgrößten Ölproduzenten der Welt aufsteigen.

In einem beispiellosen Bruch des Völkerrechts versucht Saddam, seine Beute zu sichern. Alle in Kuwait und im Irak befindlichen Ausländer werden als Geiseln festgehalten und als »menschliche Schutzschilde« gegen mögliche Angriffe missbraucht (17.1.1991).