2. März 1969: Schwere Gefechte am Ussuri

2. März 1969: Schwere Gefechte am Ussuri
Ein sowjetisches Schiff setzt am 6. Mai 1969 eine Wasserkanone gegen einen chinesischen Fischer am Ussuri-Fluss ein. China Photo Service [CC BY-SA 3.0 nl], via Wikimedia Commons

+++ VOR 50 JAHREN +++

Im Hintergrund des Konflikts zwischen der Volksrepublik China und der UdSSR steht die von China nicht anerkannte Besitznahme von Land durch das zaristische Russland.

Am Grenzfluss kommt es zu schweren Kämpfen zwischen der Sowjetunion und der Volksrepublik China. Die Grenztruppen beider Länder liefern sich blutige Gefechte. Auf beiden Seiten gibt es mehrere Tote und Verletzte. Unmittelbarer Anlass ist der Streit um den Besitz der Insel Damanski (chinesisch: Tschen Pao), die im Grenzfluss Ussuri liegt. Beide Länder beschuldigen sich in diplomatischen Noten gegenseitig, den Zwischenfall provoziert zu haben. Am 15. März kommt es zu weiteren schweren Kämpfen. Während der mehrstündigen Auseinandersetzungen stehen 3000 Sowjetsoldaten 5000 Soldaten der chinesischen Volksarmee gegenüber. Ende des Jahres vereinbaren beide Staaten die Aufnahme von Verhandlungen zur Beilegung des Grenzkonflikts.

Hintergrund: Grenzkrieg

Die Ursachen der Grenzstreitigkeiten gehen bis ins 19. Jahrhundert zurück. Unter Ausnutzung der Schwäche des chinesischen Reichs gelang es dem russischen Zarenreich damals, sich große Gebiete einzuverleiben. Dazu gehörten die Region östlich des Ussuri, das heute den südlichsten Teil der sibirischen Provinz bildet, sowie große Gebiete nördlich des Flusses Amur. Die Annexionen wurden in mehreren Verträgen bestätigt.

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Zeitungen zum 02.03.1969