26. März 1979: Erster Friede in Nahost

26. März 1979: Erster Friede in Nahost

+++ VOR 40 JAHREN +++

Auf der Basis der Vereinbarung von Camp David (17.9.1978) schließen Israel und Ägypten einen formellen Friedensvertrag.

Im Beisein von US-Präsident Jimmy Carter unterzeichnen der ägyptische Staatspräsident Muhammad Anwar As Sadat und der israelische Regierungschef Menachem Begin den ersten Friedensvertrag zwischen einem arabischen Staat und Israel.

Der Vertrag sieht neben der Beendigung des über 30 Jahre währenden Kriegszustandes den Abzug der Israelis vom Sinai und die Aufnahme diplomatischer Beziehungen vor. Begin und Sadat erklären sich zur Aufnahme von Verhandlungen über das von Israel besetzte Westjordanland und den Gazastreifen bereit. Ziel soll die Errichtung einer Selbstverwaltung auf dem Westufer des Jordan und in Gaza sein. Eine abschließende Regelung des Palästinenserproblems kommt jedoch nicht zu Stande, weil Israel keine volle Selbstbestimmung zugesteht.

Beide Seiten gehen mit dem Vertrag Risiken und Kompromisse ein. Ägypten riskiert die Isolierung im arabischen Lager, Israel verzichtet mit dem Sinai auf einen geostrategischen Vorteil im Falle eines Krieges.

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Zeitungen zum 26.03.1979