28. April 1949: Ruhrgebiet unter Kontrolle

28. April 1949: Ruhrgebiet unter Kontrolle

+++ VOR 70 JAHREN +++

Ziel des Ruhrstatuts ist die Kontrolle der für die Waffenproduktion wichtigen Ressourcen im Ruhrgebiet und eine enge Kooperation.

Vertreter Großbritanniens, der USA, Frankreichs, Belgiens, der Niederlande und Luxemburgs unterzeichnen das Abkommen über die Errichtung einer internationalen Ruhrkontrolle. Das am 28. Dezember 1948 von den sechs Mächten vereinbarte sog. Ruhrstatut tritt damit in Kraft.
Die Sowjetunion forderte vergeblich eine Beteiligung an diesem vorgesehenen Aufsichtsgremium und sah im Ruhrstatut ein Zeichen des Kalten Kriegs. Aufgabe der Ruhrbehörde war, die Produktion des Ruhrgebiets an Kohle, Koks und Stahl zu beaufsichtigen, auf dem deutschen und dem internationalen Markt zu verteilen und zugleich eine wirtschaftliche Konzentration zu verhindern. Die Behörde nahm im Sommer 1949 ihre Arbeit in Düsseldorf auf.

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Zeitungen zum 28.04.1949

Der Vertrag sieht die Einrichtung einer Kontrollbehörde mit Sitz in Nordrhein-Westfalen vor, die die Kohle-, Koks- und Stahlproduktion des Ruhrgebiets auf den innerdeutschen Verbrauch und den Export aufteilen soll. Mitglieder sind die sechs Signatarstaaten. Außerdem sollen auch deutsche Vertreter zugelassen werden.

Die Ruhrbehörde wird mit Errichtung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl 1953 wieder aufgelöst.