3. Februar 1468: Der Mann des Jahrtausends stirbt

3. Februar 1468: Der Mann des Jahrtausends stirbt
Johannes Gutenberg in einem Fantasiebildnis des 16. Jahrhunderts. Authentische Bildnisse sind nicht überliefert. By de Larmessin [Public domain], via Wikimedia Commons

Geboren wurde Johannes Gensfleisch um das Jahr 1400 in Mainz. Am 3. Februar 1468 starb er, ebenfalls in Mainz, allerdings nannte man ihn dann Johannes Gutenberg. Unbestritten gehört Gutenberg zu den größten Deutschen, zu den einflussreichsten Menschen des letzten Jahrtausends, gilt er doch als Erfinder des modernen Buchdrucks.
Bevor Gutenberg bewegliche Metalllettern und die Druckerpresse ersann, war die herkömmliche Methode der Buchproduktion das Schreiben per Hand. Ein ganzes Buch fertigzustellen dauerte lang, war teuer und damit nur den Wenigsten vorbehalten. Gutenbergs neue Methode revolutionierte und demokratisierte die Herstellung von Büchern und verbreitete sich schnell in ganz Europa. In der Mitte des 15. Jahrhunderts erschien sein wichtigstes Werk, die Gutenberg-Bibel. Heute existieren davon weltweit noch 49 Exemplare, 23 davon in Deutschland.
zeitung_160x180_weiss_rahmen1997 kürte das amerikanische Time-Life-Magazin Gutenbergs Drucktechnik zur „bedeutendsten Erfindung des zweiten Jahrtausends“, 1999 wählte ihn der US-TV-Sender A&E zum „Mann des Jahrtausends“.
Heutzutage, mit Radio und Fernsehen, mit Twitter und WhatsApp, ist es kaum mehr vorstellbar, wie revolutionär neu es für die Menschheit gewesen sein muss, Gedanken und Wissen schnell und einfach an viele Adressaten zu verteilen. Jetzt, wo jeder jeden auch noch so dummen Gedanken digital in Umlauf bringen kann, wünscht man sich manchmal, es ginge doch nicht so leicht.