3. Mai 1979: Sieg der »eisernen Lady«

3. Mai 1979: Sieg der »eisernen Lady«
Thatcher mit US-Präsident Jimmy Carter im Dezember 1979. White House photo office [Public domain], via Wikimedia Commons

+++ VOR 40 JAHREN +++

Die erste Premierministerin in der britischen Geschichte läutet eine »konservative Revolution« ein.

Bei den britischen Unterhauswahlen erringen die Konservativen unter Margaret Thatcher mit einem überwältigenden Wahlsieg die absolute Mehrheit der Mandate.

Ursache des Debakels für die regierende Labour Party unter Premierminister James Callaghan, der das schlechteste Ergebnis seit 1945 zu verantworten hat, sind u.a. wirtschaftliche Probleme und die häufigen Streiks. Im Winter 1978/79 wurden 1,5 Mio. Streikende gezählt. Das Wachstum der britischen Industrie (1979: 0,6%) hinkte hinter dem Zuwachs der übrigen Staaten in der Europäischen Gemeinschaft weit hinterher.

.

Zeitungen zum 03.05.1979

Thatcher, die wegen ihrer unnachgiebigen Haltung den Beinamen »eiserne Lady« trägt, kündigt die Umsetzung ihres radikalkonservativen Reformprogramms innerhalb von 17 Monaten an. Gegenstand des Programms ist u.a. eine Reform der Gewerkschaften, die Re-Privatisierung der verstaatlichten Industrie und eine Senkung der Einkommenssteuer. Der sog. Thatcherismus ist in der Wirtschaftspolitik in erster Linie auf eine Verlangsamung der Inflation ausgerichtet. Dies führt zu zahlreichen Firmenzusammenbrüchen und zu mehr als 3 Mio. Arbeitslosen bis 1982.