30. Juni 1930: Alliierte Besatzung beendet

30. Juni 1930: Alliierte Besatzung beendet
Enthüllung des Befreiungsdenkmals in Mainz 1930 - Bundesarchiv, Bild 102-10160 / Georg Pahl / CC-BY-SA 3.0 [CC BY-SA 3.0 DE]

+++ EREIGNISSE VOR 90 JAHREN +++

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Zeitungen zum 30.06.1930
Die Räumung des Rheinlands ist ein Ergebnis der Haager Konferenz, auf der Reparationsfrage und Rheinlandbesetzung geregelt wurden.

Fünf Jahre früher als im Versailler Vertrag von 1919 vorgesehen, ziehen die letzten französischen Besatzungstruppen aus dem Rheinland ab. Im gesamten Deutschen Reich wird die Räumung als »Befreiung« begeistert begrüßt.

Auf der Haager Konferenz wurde das Deutsche Reich zwar zu hohen Reparationsleistungen verpflichtet, erhielt aber als Gegenleistung die Freigabe der besetzten Gebiete. Die Alliierten teilten die besetzten Gebiete in drei Zonen auf: Die Kölner, die Koblenzer und die Mainzer Zone, die zentral von der Interalliierten Rheinlandkommission verwaltet wurden. Die »Frankfurter Zeitung« bezeichnet den Abzug der französischen Truppen als die »Frucht der deutschen Friedenspolitik.« In einer Karikatur der satirischen Zeitschrift »Kladderadatsch« lässt die »Triko-Loreley« ihre blau-weiß-roten Hüllen fallen, um wieder die deutschen Farben überzustreifen.