31. Dezember 1999: Das neue Millennium kommt: Ein Fest rund um die Erde

31. Dezember 1999: Das neue Millennium kommt: Ein Fest rund um die Erde
11 Stunden bis zum Jahr 2000 am Eiffelturm in Paris. Wolfgang Pehlemann Wiesbaden Germany [CC BY-SA 3.0 de], from Wikimedia Commons

+++ VOR 21 JAHREN +++

Mit unzähligen Feuerwerken, Feiern und Festveranstaltungen wird in allen Teilen der Welt das neue Jahrtausend begrüßt. Der befürchtete Zusammenbruch der Computersysteme bleibt aus.

Das von der US-Regierung eingerichtete Spezialgremium zum sog. »Y2K-Problem«, wie die Datumsumstellung bei elektronischen Systemen bezeichnet wird, verzeichnet keine gravierenden Störungen. Weltweit waren mehrere hundert Mrd. Mark investiert worden, um die problemlose Umstellung der Computersysteme sicher zu stellen.

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Zeitungen zum 31.12.1999

Als erste begrüßen die Einwohner der Südseeinseln das neue Jahrtausend mit traditionellen Stammestänzen. In Bethlehem steigen um Mitternacht 2000 weiße Tauben auf, während Südafrikas früherer Staatschef Nelson Mandela in seiner ehemaligen Gefängniszelle eine Kerze symbolisch als »Flamme der Freiheit« entzündet. Die meisten Menschen an einem Ort kommen in Rio de Janeiro zusammen, wo fünf Millionen bei sommerlichen Temperaturen an den Stränden tanzen. Zweieinhalb Millionen Menschen versammeln sich in London am Themse-Ufer, je etwa eine Million auf dem New Yorker Times Square, im Hafen von Sydney und am Eiffelturm in Paris. Dort werden auch die beeindruckendsten Feuerwerke abgebrannt. In Berlin feiern mehr als zwei Millionen Menschen zwischen Siegessäule und Alexanderplatz. Weltweit begleitet der Wunsch nach Frieden und Freiheit im neuen Jahrtausend die offiziellen Feierlichkeiten. Der erste Mensch des neuen Jahrtausends kommt zehn Minuten nach Mitternacht im neuseeländischen Auckland zur Welt.

Als unbegründet erweisen sich sämtliche Befürchtungen, die Jahrtausendwende könne zu einem Chaos ausarten. Experten registrieren lediglich kleinere Computerabstürze. Die Sorge vor Terroranschlagen oder Sektenselbstmorden aus Anlass des symbolträchtigen Jahreswechsels ist ebenso unbegründet wie die weit verbreitete Furcht vor Flugzeugabstürzen.