6. April 2009: Erdbeben in den Abruzzen

6. April 2009: Erdbeben in den Abruzzen

+++ VOR 10 JAHREN +++

Fast 300 Menschen haben das schwere Erdbeben in den Abruzzen mit dem Leben bezahlt, Zehntausende sind obdachlos. Ministerpräsident Berlusconi ruft den Notstand aus.

Das Epizentrum des schweren Bebens liegt nur wenige Kilometer nördlich von L’Aquila, der 70 000 Einwohner zählenden Hauptstadt der Abruzzen. Es hat eine Stärke von 5,8 der Richterskala und ist bis ins über 90 Kilometer entfernte Rom spürbar.

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Zeitungen zum 06.04.2009

Vor allem der Bereich der Altstadt von L’Aquila wird schwer getroffen. Das Beben überraschte die Menschen im Schlaf. Um 3.32 Uhr zitterte in der Region um die Stadt die Erde. Mehrgeschossige Gebäude fielen wie Kartenhäuser in sich zusammen. Die Rettungskräfte müssen sich tagsüber durch zerstörte Straßen, Geröll und Schuttberge zu den Verschütteten durchkämpfen. Angehörige graben mit bloßen Händen nach den Vermissten. Viele haben alles verloren: Angehörige und Freunde, ein Dach über dem Kopf und persönliches Hab und Gut. Die Zahl der beschädigten und vorerst nicht mehr bewohnbaren Gebäude wird auf über 10 000 veranschlagt. In der Nähe der zerstörten Regionalhauptstadt werden in den Tagen nach dem Beben Zeltlager errichtet, in denen die meisten der obdachlos gewordenen Opfer untergebracht werden.