7. Februar 2009: Verheerende Buschfeuer in Australien

7. Februar 2009: Verheerende Buschfeuer in Australien
Durch Buschfeuer zerstörtes Gebäude in Yarra Glenn (Black Saturday Buschfires in Victoria 2009). - Nick carson at English Wikipedia [Public domain], via Wikimedia Commons

+++ VOR 10 JAHREN +++

Tosende Feuerstürme fegen seit Tagen über Australiens Südosten hinweg und hinterlassen nichts als graue Asche und schwelende Trümmer.

Die Buschfeuer mit 210 Todesopfern, die besonders im Staat Victoria wüten, gelten als die bisher größte Brandkatastrophe in Australien. Mehr als 1800 Häuser in der Gegend um Melbourne werden ein Raub der Flammen, viele Tausend Menschen verlieren ihr Hab und Gut, eine Fläche von 3300 Quadratkilometern wird zerstört.

Ursache der Feuerstürme sind große Hitze, Blitzschläge aber auch Brandstiftung. Eine ungewöhnlich starke Hitzewelle in Victoria seit Januar mit starken Winden hat die Ausbreitung der Feuer gefördert. Am 7. Februar, dem Tag der größten Hitze mit Temperaturen bis 48 Grad Celsius seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor 150 Jahren, hat die Ausbreitung der Großfeuer weiter angefacht.

Zahlreiche Opfer kommen auf der Flucht vor der Feuerwalze ums Leben, weil sie von der Geschwindigkeit des Feuers überrascht werden. Verzweifelt versuchen Feuerwehr, Armee und ein Heer von freiwilligen Helfern, die rd. 60 Buschfeuer einzudämmen. Doch die Feuersbrunst frisst sich vielerorts mit 120 Stundenkilometern durch das von Hitze ausgedörrte Land und verschlingt alles, was ihr in den Weg kommt. Immer wieder entzünden sich neue Feuer, ausgelöst durch Windböen, Funkenflüge oder Blitze.

Doch ein Teil der Tragödie ist offenbar auch von Menschenhand gemacht. Die Regierung kündigte Hilfe für Betroffene, aber auch harte Maßnahmen gegen Brandstifter an.

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Zeitungen zum 07.02.2009