8. März 1950: In den USA beginnt McCarthys Jagd auf Kommunisten

8. März 1950: In den USA beginnt McCarthys Jagd auf Kommunisten
Joseph McCarthy (1954). By United Press (Library of Congress) [Public domain], via Wikimedia Commons

+++ EREIGNISSE VOR 70 JAHREN +++

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Zeitungen zum 08.03.1950
Im »Kalten Krieg« steigert sich in den USA die Angst vor dem Kommunismus. Politiker, Schauspieler u.a. werden denunziert und kommunistischer Umtriebe angeklagt. Vor dem auf sein Betreiben hin eingesetzten Senatsunterausschuss zur Untersuchung kommunistischer Umtriebe im US-Außenministerium behauptet der republikanische Senator Joseph McCarthy, etwa 80 Mitarbeiter des Ministeriums, darunter Sonderbotschafter Philip Jessup, sympathisierten mit dem Kommunismus.

In den folgenden Wochen beschuldigt McCarthy weitere hochrangige Politiker und Verwaltungsangestellte, darunter auch Außenminister Dean Acheson, der politischen und persönlichen Unzuverlässigkeit. Obwohl sich fast alle Behauptungen des Senators als unwahr erweisen oder nicht erhärten lassen, gehen die Untersuchungen weiter. McCarthy selbst wird 1950 Vorsitzender des Senatsausschusses zur Untersuchung »unamerikanischer Umtriebe«, der sich in erste Linie mit dem Aufspüren von Kommunisten beschäftigt. Von diesem Posten aus gelingt es McCarthy, die Kommunisten-Hysterie in den USA weiter zu schüren.

Am 23. September überstimmt der Kongress ein Veto von US-Präsident Harry S. Truman und nimmt ein Gesetz zur inneren Sicherheit und zur Kontrolle der Kommunisten an. Die Bestimmungen, die u.a. die obligatorische Registrierung aller Funktionäre der Kommunistischen Partei umfassen, sind ein weiterer Höhepunkt der antikommunistischen Kampagne in den USA.