Was geschah im April 1918

  • < 1917
  • 4.1918
  • 1919 >

Wetterstationen April 1918

1.4.1918, Montag

Französische Techniker untersuchen die Reste des neuen deutschen Ferngeschützes, das mit einer einmaligen Reichweite von bis zu 120 km im letzten Monat Paris angegriffen hatte.

Die erste internationale Luftpostlinie der Welt wird auf der Strecke Wien-Aspern-Olmütz-Krakau-Lemberg-Kiew aufgenommen. Vier Probeflüge sind vorausgegangen.

2.4.1918, Dienstag

Das Zentralexekutivkomitee der russischen Regierungsmacht der Sowjets beschliest die Einsetzung eines Verfassungsausschusses. Er soll dem jungen Sowjetstaat möglichst rasch eine staatsrechtliche Grundlage geben.

Der österreichisch-ungarische Außenminister Ottokar Graf Czernin von und zu Chudenitz teilt vor dem Wiener Gemeinderat mit, der französische Ministerpräsident Georges Clemenceau habe Friedensverhandlungen mit Österreich-Ungarn aufnehmen wollen. Diese seien jedoch an der österreichischen Weigerung, Elsass-Lothringen als französischen Gebietsanspruch anzuerkennen, gescheitert.

Gebrauchte Schuhe und Lederwaren dürfen im Deutschen Reich nur noch an Kommunalbehörden abgegeben werden, um der Lederknappheit entgegenzuwirken.

3.4.1918, Mittwoch

Der deutsche Kolonialpolitiker Carl Peters äußert sich zum Wiederaufbau der deutschen Kolonien. Deutschland brauche so viel Land wie möglich.

Die britische Palästina-Armee überschreitet von Osten den Jordan und dringt in das nördliche Palästina ein, das bislang noch von türkischen Truppen, den Verbündeten der Mittelmächte, besetzt gehalten wurde. Bei einem britischen Verstoß aus südlicher Richtung war Jerusalem bereits am 9. Dezember 1917 in alliierte Hände gefallen.

Zur Steigerung der Arbeitsproduktivität und Arbeitsdisziplin wird in Russland eine Verordnung über die Arbeitsdisziplin erlassen. Hierin wird u.a. ein Stücklohn- und Prämiensystem verkündet, das als Grundlage der Entlohnung zuvor vom obersten Volkswirtschaftsrat und dem Allrussischen Gesamtrat der Gewerkschaften – wenn auch nicht einhellig – akzeptiert worden war.

Die Lieferung von Getreide an die Schweiz ist gefährdet, weil die deutsche Reichsregierung nicht bereit ist, Schiffe unter US-amerikanischer Flagge unbehelligt passieren zu lassen.

Deutsche Truppen unter Führung von General Rüdiger Graf von der Goltz landen im finnischen Meerbusen, um die antibolschewistischen Truppen unter General Carl Gustaf Emil Freiherr von Mannerheim zu unterstützen.

In Amsterdam kommt es zu gewalttätigen “Brotkrawallen”. Aufgebrachte Frauen ziehen nach der Plünderung von Bäckerläden randalierend durch die Straßen der Stadt.

4.4.1918, Donnerstag

Eine billige neunbändige Volksausgabe der Romane von Eugenie Marlitt (Pseudonym: E. Marlitt) wird für den sensationell niedrigen Preis von 20 Mark angeboten.

Das Reichsernährungsamt in Berlin gibt bekannt, dass die Weinernte des Jahres 1917 das Ergebnis des Vorjahres bei weitem übertrifft.

Nach mehreren Regentagen beginnt an der Westfront erneut eine Offensive deutscher Truppen.

5.4.1918, Freitag

Deutsche Offiziere werden als Kriegsgefangene der Franzosen in der Schweiz interniert. Regierungskommissionen aus Frankreich und dem Deutschen Reich hatten entsprechende Vereinbarungen getroffen.

Die US-amerikanische Regierung übernimmt die Bürgschaft für Anleihen in Höhe von 3,5 Milliarden Dollar zum Aufbau der Kriegswirtschaft.

Mit der Landung japanischer Truppen in Wladiwostok beginnt die Intervention der Japaner im russischen Bürgerkrieg gegen die Kommunisten.

In Düsseldorf werden illegale Geschäfte mit Seife in Höhe von 7 Millionen Mark aufgedeckt.

6.4.1918, Samstag

Teile der deutschen Ostseedivision (deutsches Hilfskorps in Finnland) erobern die Stadt Tampere aus den Händen der finnischen und russischen Roten Garden zurück.

Der Kriegseintritt der USA jährt sich zum ersten Mal.

Japan und die USA schließen einen Vertrag über die Bereitstellung von 400 000 BRT Schiffsraum.

Der Kriegsausschuss für Verbraucherinteressen beklagt die zu geringe Zuteilung von Nähgarn an die Haushalte. Besonders kleinere Familien seien bei der Verteilung des knappen Garns stark benachteiligt.

7.4.1918, Sonntag

Im Rahmen der Faserstoff-Ausstellung in der Reichshauptstadt Berlin zeigt die deutsche Textilindustrie neue Verfahren und Produkte.

Bei einem Schiffsunglück auf der Donau kommen 20 Menschen ums Leben, 14 werden schwer verletzt.

8.4.1918, Montag

Das besonders leistungsfähige neue deutsche Ferngeschütz mit einer Reichweite von 120 km beschießt zum ersten Mal erfolgreich die französische Hauptstadt Paris.

In Russland ergeht der Beschluss über die Einführung sog. Kriegskommissare, die die Sowjetmacht bei allen Teilen der Roten Armee unmittelbar politisch vertreten sollen. Die Kommissare werden im zentralen Führungsorgan des “Allrussischen Büros der Kriegskommissare” zusammengefasst.

In Russland wird die rote Fahne mit der Aufschrift “Russische Sozialistische Föderative Sowjetrepublik” zur Staatsflagge erklärt.

Vertreter der zionistischen und nationaljüdischen Bewegung in Österreich überreichen der Wiener Regierung eine Denkschrift mit den jüdischen Forderungen für eine neue Verfassung.

Trotz der Beschießung von Paris durch deutsche Ferngeschütze verläuft das Leben in der französischen Hauptstadt in relativ normalen Bahnen.

9.4.1918, Dienstag

Die am 4. April erneut aufgenommene Westoffensive der deutschen Truppen wird von den alliierten Verbänden der britischen und französischen Armee aufgehalten.

Das Getreidelieferungsabkommen zwischen dem Deutschen Reich und Österreich-Ungarn einerseits und der Ukraine andererseits tritt in Kraft. Die Ukraine soll 1 Million t Brot- und Futtergetreide an die beiden Vertragspartner liefern, als Gegenleistung wollen diese die antibolschewistische ukrainische Rada militärisch gegen Sowjetrussland unterstützen.

10.4.1918, Mittwoch

Der deutsche Kaiser Wilhelm II. spricht dem Kommandanten des U-Boots “U-35”, Lothar von Arnauld de la Perière, und der gesamten Mannschaft seine höchste Anerkennung aus. Die Mannschaft von “U-35” hatte innerhalb der letzten zwei Jahre insgesamt 196 Schiffe im Mittelmeer versenkt.

In Berlin wird der Rechtshilfevertrag zwischen dem Deutschen Reich und dem Osmanischen Reich ratifiziert.

11.4.1918, Donnerstag

Auf der Hauptversammlung der Deutschen Bunsen-Gesellschaft in Berlin benennen die Chemiker Fritz Haber und Carl Duisberg den Beitrag der chemischen Industrie zum Weltkrieg. Dieser bestünde in Ammoniak für Granaten, Gaskampfstoffen und künstlichem Gummi.

Der Kriegsausschuss für Ernährung in Berlin fordert die Bevölkerung zur Selbstversorgung durch Aufzucht eigenen Saatguts auf.

12.4.1918, Freitag

Als Antwort auf die Rede des österreichisch-ungarischen Außenminister Ottokar Graf Czernin von und zu Chudenitz, in der dieser das französische Friedensangebot abgelehnt hatte, veröffentlicht der französische Ministerpräsident Georges Clemenceau den sog. Sixtus-Brief vom 24. März 1917. Dies löst eine schwere Verstimmung zwischen Czernin und Kaiser Karl I. aus, da der Außenminister von dem damaligen kaiserlichen Angebot eines Sonderfriedens an Frankreich nichts gewusst hatte.

Die 1757 in der russischen Stadt St. Petersburg (1918 Petrograd, heute Leningrad) gegründete Akademie der Künste wird aufgelöst. Ihre Lehranstalten werden in “Freie staatliche Kunstwerkstätten” umgewandelt.

Die Sowjetregierung Russlands beschließt die Beseitigung aller Denkmäler des Zaren, seiner Familie und seiner politischen Anhänger.

Als Vertretung von Großgrundbesitz und Bürgertum erklärt der Gemeinsame Landrat von Estland und Livland die Länder eigenmächtig zu Bestandteilen des Deutschen Reiches. Die Mehrheit der Liv- und Estländer ist jedoch der Meinung, ihre Staaten müssten die Unabhängigkeit gegenüber dem Deutschen Reich aufrechterhalten wie gegenüber dem sowjetischen Russland.

13.4.1918, Samstag

Gemeinsam mit Angehörigen des finnischen Schutzkorps “befreien” Truppen der deutschen Ostseedivision Helsinki von der Herrschaft finnischer Bolschewisten.

Die Oberste Deutsche Heeresleitung gibt bekannt, dass seit Beginn der Westoffensive am 21. März über 112 000 Gefangene gemacht und etwa 200 Tanks erbeutet worden sind.

Nachfolger des kurz zuvor gefallenen Führers der antibolschewistischen “Freiwilligenarmee der Weißrussen”, General Lawr G. Kornilow, wird General Anton I. Denikin.

Der argentinische Leutnant Luis C. Candelaria überfliegt erstmals von Ost nach West die Anden.

14.4.1918, Sonntag

Erstmals gelingt es dem Sender der Funkstation Nauen im Bezirk Potsdam, ein Funksignal um die gesamte Erde zu senden.

Ottokar Graf Czernin von und zu Chudenitz, österreichisch-ungarischer Außenminister, tritt wegen der Aufdeckung der “Sixtus”-Aktion des Kaisers Karl I. im Vorjahr zurück. Nachfolger wird Graf Burián von Rajecz, der damit zum zweiten Mal Außenminister der k. u. k. Monarchie ist.

15.4.1918, Montag

Die deutschen Unternehmerverbände erklären, dass sie die jetzt in den Büros arbeitenden Frauen nach Kriegsende entlassen werden, um die im Feld stehenden Männer wieder einzustellen und das Familienleben zu fördern.

In der norwegischen Hauptstadt Christiania (Oslo) wird die norwegische Gesellschaft für Luftverkehr gegründet. Geplant sind zunächst Flüge von Norwegen nach Großbritannien und zwischen Christiania und Kopenhagen.

16.4.1918, Dienstag

Der “Auslandsbund Deutscher Frauen” spricht sich in Düsseldorf für die verstärkte Ausbreitung des Deutschtums im Ausland aus.

Die Metallmobilmachungsstelle des Kriegsministeriums in Berlin kündigt harte Strafen für die Nichtablieferung von Kupfer und Messing an. Der Aufruf zur Ablieferung vom 26. März hatte kaum Beachtung gefunden.

17.4.1918, Mittwoch

Das Volkskommissariat für Auswärtige Angelegenheiten in Moskau teilt der deutschen Reichsregierung mit, dass man auf das Eintreffen der deutschen diplomatischen Abordnung vorbereitet sei und ein Haus in Moskau zur Verfügung stellen könne. Leiter der deutschen Delegation wird Wilhelm Graf von Mirbach-Harff sein.

Das Reichsbankdirektorium warnt vor falschen 50-Mark-Scheinen, die in Berlin in Umlauf gekommen sind und setzt eine Belohnung von 3000 Mark aus.

18.4.1918, Donnerstag

Mit der Eroberung der russischen Stadt Perekop ist der Weg für die deutschen Truppen zur Krim frei.

Die 8. Kriegsanleihe im Deutschen Reich endet mit einem Gesamtergebnis von 14,5 Milliarden Mark.

Das preußische Innenministerium lässt Fußball als Disziplin des Schulsports für Knaben zu.

19.4.1918, Freitag

Der Industrielle Bobdan Broniewski wird vom polnischen Regentschaftsrat zum Minister für Handel und Industrie ernannt.

Wegen der unsicheren militärischen Lage in Frankreich kommt es an der New Yorker Börse zu einem Kurseinbruch. Vor allem Privatpersonen hatten Tausende von Aktien auf den Markt geworfen.

20.4.1918, Samstag

In Mainz wird die Hochstaplerin Anna Marta Wyler zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt. Frau Wyler hatte sich mehrfach als Millionenerbin ausgegeben und sich auf diese Weise etliche tausend Mark erschlichen.

21.4.1918, Sonntag

Adolf Joffe wird als diplomatischer Vertreter der russischen föderativen Sowjetrepublik in Berlin akkreditiert. Deutscher Vertreter in Moskau ist Wilhelm Graf von Mirbach-Harff.

Vor Helgoland kommt es zu einem kurzen Gefecht zwischen leichten deutschen und britischen Seestreitkräften. Dabei wird ein deutsches Torpedoboot schwer beschädigt.

Das US-amerikanische Repräsentantenhaus in Washington verabschiedet das Marinegesetz, das der Flotte 1,3 Milliarden Dollar zur Verfügung stellt.

22.4.1918, Montag

Deutsche Truppen besetzen die russische Stadt Simferopol auf der Krim.

In Transkaukasien etabliert sich eine aus Georgiern, Armeniern und Aserbaidschanern bestehende bürgerlich-nationale Gruppierung, die sich von der Föderation russischer Sowjetrepubliken lossagt. Die Gruppe nennt sich “Transkaukasische Demokratische Föderative Republik” (Auflösung am 26. Mai).

In Russland wird von der sowjetischen Führung die allgemeine Wehrpflicht für Arbeiter und Bauern zwischen 18. und 40. Lebensjahr eingeführt.

23.4.1918, Dienstag

Die deutsche Reichsregierung plant den Anschluss Litauens an das Deutsche Reich. Vorgeschlagen ist eine Personalunion des russischen Randstaates mit dem Königreich Sachsen, zumindest die Einsetzung eines sächsischen Prinzen als Herrscher von Litauen.

Guatemala erklärt dem Deutschen Reich den Krieg.

Der deutsche Chirurg Ferdinand Sauerbruch nimmt den Ruf an die Universität München an. Sauerbruch hatte sich als Hochschullehrer und Arzt in Marburg und in Zürich um die Entwicklung künstlicher Gliedmaßen verdient gemacht. Durch Sauerbruchs Forschung und seine Erfindung des sogenannten Druckdifferenzverfahrens wurden erstmals chirurgische Eingriffe am offenen Brustkorb möglich.

24.4.1918, Mittwoch

In Russland veröffentlicht die bolschewistische Sowjetregierung ein Dekret über die zentrale staatliche Versorgung der Landwirtschaft mit landwirtschaftlichen Maschinen und Metallen.

Der deutsche Deserteur Willi Münzenberg wird wegen revolutionärer und antimilitaristischer Tätigkeit aus der Schweiz ausgewiesen. Deserteure gelten in der Schweiz nicht als politische Flüchtlinge.

Nach Abschluss der Neuwahlen in Dänemark setzt sich das Folketing (Parlament) aus 71 Anhängern des Ministerpräsidenten Carl Theodor Zahle (32 Radikale, 39 Sozialdemokraten) und 68 Oppositionellen (23 Konservative, 45 Anhänger der Linken) zusammen.

25.4.1918, Donnerstag

Das Kriegsernährungsamt in Berlin erklärt, Bücher seien Gegenstände des täglichen Bedarfs und daher vor Preiserhöhungen gesetzlich geschützt. Alle bisherigen Preiserhöhungen seien unzulässig.

In Bern wird ein deutsch-französisches Abkommen über den Austausch von 150 000 Kriegsgefangenen unterzeichnet. Betroffen sind Soldaten, die seit über 18 Monaten in Gefangenschaft leben.

Die deutsche Bischofskonferenz weist in einem Memorandum darauf hin, dass die katholischen Geistlichen Eltern darauf hinweisen sollen, ihre Kinder auf deutsche Namen taufen zu lassen.

In Frankfurt am Main wird die Oper in drei Akten “Die Gezeichneten” des österreichischen Komponisten Franz Schreker uraufgeführt.

26.4.1918, Freitag

Das Deutsche Reich nimmt offiziell diplomatische Beziehungen zur russischen Sowjetregierung auf.

Französische Zeitungen veröffentlichen erstmals eine Verlustliste der US-amerikanischen Truppen. Danach sind bis zum 1. April 1461 US-Amerikaner ums Leben gekommen.

Im Deutschen Reich werden geschlossene Holzschuhe, sogenannte “Klumpen”, der Preisbeschränkung unterworfen, da die immensen Preiserhöhungen die Versorgung der Bevölkerung mit Holzschuhen gefährdeten.

Die Oberbürgermeister der deutschen Großstädte ordnen an, dass ab 1. Mai das Heizen von Wohnungen grundsätzlich untersagt ist.

27.4.1918, Samstag

Der Hauptausschuss des Deutschen Reichstags beziffert die Anzahl der vermissten deutschen Soldaten für die Zeit bis zum 31. März auf 664 104.

Der österreichische Kriegsminister Rudolf Stöger-Steiner Edler von Steinstätten wird anlässlich seines 40-Jährigen Dienstjubiläums von Kaiser Karl I. zum Freiherrn ernannt.

Per Dekret wird in Russland die gesetzliche und testamentarische Erbfolge abgeschafft. Hinterlassenes Vermögen geht in Staatsbesitz über.

28.4.1918, Sonntag

In Portugal wird Sidónio Pais zum Präsidenten der Republik gewählt. Portugal ist Kriegsgegner der Mittelmächte seit 1916.

Die sowjetischen Parteizeitungen “Prawda” und “Iswestija” veröffentlichen Wladimir I. Lenins programmatischen Aufsatz “Die nächsten Aufgaben der Sowjetmacht”, in dem die zentrale Bedeutung des schnellen Aufbaus einer funktionierenden Verwaltung betont wird. Die Produktion müsse in allen Bereichen so schnell wie möglich vergesellschaftet werden.

Die Berliner Bevölkerung wird aufgefordert, leicht entbehrliche Metallgegenstände bei den Behörden abzuliefern. Dabei ist besonders an Fenster- und Türgriffe gedacht.

Beim Untergang einer Fähre auf dem Neckar bei Oberreßlingen kommen 30 Personen ums Leben.

29.4.1918, Montag

Kaiser Wilhelm II. erklärt sich bereit, eine Million Mark zum Aufbau einer zentralen Ausbildungsstätte für Krankenpflegerinnen zu spenden.

Das deutsche Expeditionskorps unter General Rüdiger Graf von der Goltz und finnische Weißgardisten erobern die Stadt Wiborg aus der Hand der Roten Garden zurück.

Der Reichsverband deutscher Städte fordert, dass bei der Pensionsberechtigung von Bürgermeistern und Magistratsmitgliedern die Kriegsjahre doppelt angerechnet werden sollen. Das deutsche Innenministerium prüft den Vorschlag.

30.4.1918, Dienstag

Als erster Sowjetstaat in Mittelasien wird die “Autonome Sowjetrepublik Turkestan” in Taschkent proklamiert.

Die New Yorker Börse eröffnet mit behaupteten Kursen und zuversichtlicher Stimmung. Besonders mit Stahlanteilen und Eisenbahnwerten entwickelte sich ein lebhaftes Geschäft.