Was geschah im April 1937

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1.4.1937, Donnerstag

Die neue Verfassung über die Selbstverwaltung in elf Provinzen Britisch-Indiens und die Loslösung Birmas von Indien tritt in Kraft. Die provinziale Selbstverwaltung erstreckt sich auf zwei Drittel des indischen Territoriums.

Die Zahl der Lager des Arbeitsdienstes für die weibliche Jugend wird im Deutschen Reich von 312 auf 370, die Zahl der “Arbeitsmaiden” von 10 000 auf 15 000 erhöht.

Das französische Marineministerium veröffentlicht eine Verordnung, wonach die Kommandanten sämtlicher Kriegsschiffe Befehl erhalten haben, wenn nötig mit Gewalt die französischen Handelsschiffe vor Spaniens Küste zu beschützen.

2.4.1937, Freitag

Die Südafrikanische Union, der die ehemals deutsche Kolonie Südwestafrika als Völkerbundsmandat unterstellt ist, veröffentlicht eine Verordnung gegen jede nationalsozialistische Betätigung in Südwestafrika.

In Prag wird das Schauspiel “Figaro lässt sich scheiden” von Ödön von Horváth uraufgeführt.

3.4.1937, Samstag

Der US-amerikanische Präsident Franklin Delano Roosevelt kündigt in Washington energische Maßnahmen gegen die Preissteigerung bei Rohstoffen an, falls die Rohstoffindustrie sich künftig nicht bei ihrer Preispolitik etwas zurückhalte.

In Berlin hat der Liebesfilm “Gefährliches Spiel” von Erich Engel Premiere. Die Hauptrollen spielen Jenny Jugo, Karl Martell, Harry Liedtke, Otto Tressler und Theo Lingen.

4.4.1937, Sonntag

An der baskischen Front in Nordspanien scheitert ein Angriff der Faschisten trotz der ständigen Bombardierung strategisch wichtiger Orte (u.a. Durango) am Widerstand der Regierungsmilizen, die ihrerseits zum Angriff auf Stellungen der Faschisten bei Oviedo übergehen.

5.4.1937, Montag

Die deutsche Reichsregierung überreicht in Pretoria eine Note, in der gegen das Verbot nationalsozialistischer Betätigung im südafrikanischen Mandatsgebiet Südwestafrika protestiert wird.

Erstmals reagieren britische Kriegsschiffe, die vor der spanischen Küste von faschistischen Flugzeugen bzw. Schiffen angegriffen werden, mit dem Beschuss der Angreifer.

Der französische Ozeandampfer “Normandie” überquert den Atlantik in neuer Rekordzeit (Durchschnittsgeschwindigkeit 30,98 Knoten/57,37 km/h).

In Florenz wird das Schauspiel “Die Riesen vom Berg” von Luigi Pirandello uraufgeführt.

6.4.1937, Dienstag

Der Befehlshaber der nordspanischen Faschisten, General Emilio Mola Vidal, erlässt in Vitoria einen Aufruf, in dem er die regierungstreuen Truppen im von den Faschisten eingeschlossenen Baskenland auffordert, sich zu ergeben; andernfalls werde er die Provinz zugrunde richten.

In Graz wird das Schauspiel “Die Fahne weht” des österreichischen Dramatikers Karl Schönherr uraufgeführt.

Per Verordnung erweitert die französische Regierung den Anwendungsbereich der 40-Stunden-Woche u.a. auf Warenhäuser, Dienstleistungsbetriebe und Banken.

7.4.1937, Mittwoch

Reichsinnenminister Wilhelm Frick eröffnet in der Berliner Kroll-Oper den diesjährigen Gemeindetag, der bis zum 8. April dauert. Frick betont, das Kennzeichen der nationalsozialistischen Politik gegenüber den Gemeinden sei nicht der Wunsch nach Zentralisation, sondern nach Selbstverwaltung.

Das Berliner Konjunkturinstitut stellt in seinem neuesten Vierteljahresbericht international einen allgemeinen Wirtschaftsaufschwung fest.

8.4.1937, Donnerstag

Der US-amerikanische Automobil-Fabrikant Henry Ford weist in einem Interview in Ways im US-Bundesstaat Georgia darauf hin, dass die “Ford-Werke die Automobilarbeitergewerkschaft von Amerika niemals anerkennen werden”.

Führer und Reichskanzler Adolf Hitler verleiht dem Bergbau-lndustriellen Emil Kirdorf zu dessen 90. Geburtstag in Mülheim den Adlerschild des Deutschen Reiches.

In der deutschen Presse werden scharfe Angriffe gegen die österreichische Regierung veröffentlicht. Anlass dafür ist ein Vorfall aus dem Jahr 1936. Damals ist ein Österreicher zu einer Geldstrafe verurteilt worden, weil er einen Kranz am Grab der Eltern von Führer und Reichskanzler Adolf Hitler in Leonding bei Linz niedergelegt hatte.

9.4.1937, Freitag

Die japanischen Flieger Masaaki Jinuma und Kenji Tsukagoshi bewältigen die Strecke Tokio-London in der Rekordzeit von 94:18 Std.

Reichsminister Hermann Göring beantwortet eine Eingabe von norwegischen Organisationen, den Friedensnobelpreisträger Carl von Ossietzky nach Norwegen ausreisen zu lassen, abschlägig.

In Berlin werden zwei Spielfilme uraufgeführt: “Das schöne Fräulein Schragg” (Regie: Hans Deppe) mit Hansi Knoteck und Paul Klinger sowie “Gordian, der Tyrann” von Fred Sauer mit Paul Richter.

10.4.1937, Samstag

In Paris beginnt eine Tagung des Ausschusses zur Vorbereitung einer deutschen Volksfront.

Während seines Besuchs in Griechenland eröffnet der deutsche Reichserziehungsminister Bernhard Rust im antiken Olympia neue Ausgrabungen, die von der deutschen Reichsregierung finanziert werden.

Das deutsche Reichserziehungsministerium in Berlin ordnet an, dass die Schüler der Grundschule “zum vollen Einsatz für Führer und Nation zu erziehen sind”.

Der Präsident der Reichsfilmkammer, Oswald Lehnich, und der Generaldirektor für das italienische Filmwesen, Luigi Freddi, unterzeichnen in Berlin ein Abkommen, durch das die Zusammenarbeit Italiens und des Deutschen Reichs auf dem Gebiet des Films verstärkt werden soll.

11.4.1937, Sonntag

Der nationalspanische Kreuzer “Almirante Cervera” bezieht vor dem Hafen der baskischen Stadt Bilbao Position, um die Anlieferung von Lebensmitteln für die Bevölkerung durch britische Handelsschiffe zu verhindern. Gleichzeitig droht der Führer der spanischen Faschisten, Francisco Franco, er werde Lebensmittellieferungen nach Bilbao auf keinen Fall zulassen, auch wenn es zum Konflikt mit der britischen Flotte kommen würde.

Bei den Teilwahlen zum belgischen Parlament in Brüssel erreicht die demokratische Koalition von Ministerpräsident Paul van Zeeland mit 76% der Wählerstimmen einen klaren Sieg über die rechtsradikale Rexistenbewegung von Léon Degrelle (19%).

In Basel gewinnt die ungarische Fußball-Nationalmannschaft vor 14 000 Zuschauern gegen die schweizerische Elf 5:1.

12.4.1937, Montag

Im Rahmen der reichsweiten Aktion “Kampf dem Verderb” startet der deutsche Reichsausschuss für volkswirtschaftliche Aufklärung einen Werbefeldzug für Kühlschränke.

In Großbritannien findet ein Probelauf des ersten Turbinen-Luftstrahltriebwerks durch Frank Whittle statt.

Der Oberste Bundesgerichtshof in Washington erklärt die National Labor Relations Act (nach ihrem Verfasser Wagner-Act genannt) von 1935 für verfassungsgemäß. Das von US-Präsident Franklin Delano Roosevelt eingebrachte Gesetz gesteht den Gewerkschaften das Organisationsrecht und das Recht auf Führung von kollektiven Tarifverhandlungen zu.

Die Gestapo (Geheime Staatspolizei) beschlagnahmt französische und britische Tageszeitungen, die im Deutschen Reich erscheinen, um eine Verbreitung von Nachrichten über die Pariser Sitzung des Ausschusses zur Vorbereitung der deutschen Volksfront zu verhindern.

13.4.1937, Dienstag

Der deutsche Reichswirtschaftsminister Hjalmar Schacht hält sich in Brüssel auf, um mit der belgischen Regierung über Rohstofflieferungen für die deutsche Industrie aus Belgisch-Kongo zu verhandeln. Die Rohstoffknappheit im Deutschen Reich droht die Rüstungsproduktion ernstlich zu gefährden.

Die deutsche Regierung überreicht dem Vatikan eine Protestnote zur Enzyklika von Papst Pius XI. “Mit brennender Sorge”. Die päpstliche Denkschrift kritisierte in scharfem Ton den NS-Terror gegen die katholische Kirche.

14.4.1937, Mittwoch

Sämtliche politischen und sportlichen Veranstaltungen von jüdischen Organisationen im Deutschen Reich werden für 60 Tage von der Hitler-Regierung verboten. Es handelt sich um eine Vergeltungsmaßnahme für antideutsche Kundgebungen in den Vereinigten Staaten.

Die schwedische und die norwegische Regierung entsenden Kriegsschiffe in die spanischen Gewässer. Sie sollen die skandinavischen Handelsschiffe beschützen. In den letzten Wochen sind von faschistischen Kriegsschiffen 47 skandinavische Handelsschiffe aufgebracht worden. Die Ladungen wurden von den Faschisten “beschlagnahmt”.

15.4.1937, Donnerstag

Der italienische Ministerrat in Rom gibt die Einführung eines Ehestandsdarlehens für Jungverheiratete mit Wirkung vom 1. Juli 1937 bekannt.

Auf der Frauenseite der “Düsseldorfer Nachrichten” erscheint ein Bericht über deutsche Frauen im Ausland, in dem die deutsche Frau als beste Hausfrau der Welt bezeichnet wird.

Laut einer Verordnung des deutschen Reichserziehungsministeriums werden deutsche Juden nicht mehr zur Doktorprüfung zugelassen.

16.4.1937, Freitag

In Berlin wird die Eröffnungssitzung der am 24. Juli 1936 ins Leben gerufenen Deutschen Akademie der Luftfahrtforschung unter Vorsitz von Reichsluftfahrtminister Hermann Göring abgehalten. Die Akademie soll sich der Förderung der Luftfahrttechnik widmen.

In Birkenhead bei Liverpool läuft das erste als Flugzeugträger geplante britische Schiff vom Stapel. Die “Ark Royal” hat Platz für 70 Flugzeuge.

Der deutsche Propagandaminister Joseph Goebbels teilt Führer und Reichskanzler Adolf Hitler das Ergebnis des Winterhilfswerks des deutschen Volkes 1936/37 mit. Nach vorläufigen Berechnungen sind insgesamt Spenden in Höhe von rund 400 Millionen Reichsmark gesammelt worden.

17.4.1937, Samstag

Das britische Handelsschiff “Mary Llewellyn” wird von britischen Kriegsschiffen daran gehindert, in den von den Faschisten blockierten Hafen von Gijon einzulaufen. Der Kapitän des 1200-t-Schiffes, David John Jones, der von der britischen Presse den Spitznamen “Kartoffel Jones” erhält, kündigt einen erneuten Versuch an, einen der blockierten nordspanischen Häfen anzulaufen.

In Prag findet die deutschsprachige Uraufführung der Operette “Das Testament von Tante Karoline” des französischen Komponisten Albert Roussel statt.

Die schweizerische Fußball-Nationalmannschaft besiegt die Belgier vor 20 000 Zuschauern in Brüssel 2:1.

19.4.1937, Montag

Der deutsche Reichsjugendführer Baldur von Schirach nimmt bei einer Zentralveranstaltung in der westpreußischen Marienburg 1,5 Millionen Jungen und Mädchen in die Hitlerjugend auf.

Die erste “Adolf-Hitler-Schule” zur Erziehung des NSDAP-Nachwuchses wird auf der NSDAP-Ordensburg Crössinsee in Pommern im Beisein von Reichsjugendführer Baldur von Schirach und dem Leiter der Deutschen Arbeitsfront (DAF), Robert Ley, eröffnet.

Per Dekret verkündet der Führer der spanischen Faschisten, Francisco Franco, die Zusammenfassung der Falange Española und der Monarchisten zu einer nationalen Einheitspartei.

Das US-amerikanische Schatzamt in Washington gibt bekannt, dass sich das Defizit der Bundesregierung gegenwärtig auf 2,2 Milliarden US-Dollar (rund 5,5 Milliarden Reichsmark) belaufe.

20.4.1937, Dienstag

Nach mehreren Terminverschiebungen tritt die Kontrolle der spanischen Küste durch den Londoner Nichteinmischungsausschuss für Spanien in Kraft.

Der britische Motorradfahrer Eric Fernighough stellt auf einer Betonstraße bei Budapest einen neuen Geschwindigkeitsweltrekord auf. Er erreicht eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 273,243 km/h.

Nach einer Mitteilung des deutschen Propagandaministeriums in Berlin wird die jüdische Loge “B’nai B’rith” wegen “kommunistischer Propaganda einzelner Logenmitglieder” verboten.

Anlässlich des 48. Geburtstags von Führer und Reichskanzler Adolf Hitler wird für altgediente NSDAP-Mitglieder, die sich in einer wirtschaftlichen Notlage befinden, eine Stiftung ins Leben gerufen.

21.4.1937, Mittwoch

Der Reichsführer der Schutzstaffel (SS) und Chef der deutschen Polizei, Heinrich Himmler, löst die religiöse Organisation “Biblische Gemeinschaft” aufgrund der “Verordnung zum Schutz von Volk und Staat” auf.

Der Spielfilm “Die Kronzeugin” von Georg Jacoby wird in Berlin uraufgeführt. Ivan Petrovich, Sybille Schmitz, Ursula Herking und Rudolf Platte spielen die Hauptrollen.

22.4.1937, Donnerstag

Der österreichische Bundeskanzler Kurt Schuschnigg trifft zu Gesprächen mit dem italienischen Duce und Ministerpräsidenten Benito Mussolini in Venedig ein.

Im Pazifischen Ozean beginnen Manöver der US-amerikanischen Streitkräfte, bei denen ein gestellter Eroberungskampf um den US-Marinestützpunkt Pearl Harbour auf der hawaiischen Insel Oahu ausgetragen wird.

Das Berliner Institut für Konjunkturforschung legt einen Bericht über das Typenproblem in der Automobilwirtschaft vor. Danach sind gegenwärtig 47 Haupt- und Nebentypen auf dem deutschen Markt.

23.4.1937, Freitag

Der Spielfilm “Madame Bovary” (Regie: Gerhard Lamprecht) wird in Berlin uraufgeführt. In Hauptrollen sind Pola Negri und Aribert Wäscher zu sehen.

Der Leiter des Hauptamtes für Technik, Fritz Todt, verkündet auf einer Veranstaltung im Berliner Sportpalast den Zusammenschluss aller technisch-wissenschaftlichen Verbände und Vereine im Deutschen Reich zum “Nationalsozialistischen Bund Deutscher Technik”.

Die österreichischen Sicherheitsorgane starten einen großangelegten Feldzug gegen die illegal in Österreich tätige nationalsozialistische Partei.

Aufgrund von Geldsammlungen und Sympathiekundgebungen für die spanische Regierung durch eine Reihe von Filmstars verbietet der Führer der Faschisten, Francisco Franco, die Aufführung von Filmen, in denen u.a. Charlie Chaplin, Clark Gable, Paul Muni, Marlene Dietrich, Joan Crawford Wallace Berry, Gary Cooper, Douglas Fairbanks und die Marx Brothers mitwirken.

24.4.1937, Samstag

In Brüssel tauschen Vertreter Belgiens, Großbritanniens und Frankreichs schriftliche Erklärungen aus durch die Belgien der Verpflichtung enthoben wird, im Konfliktfall die Grenzen der beiden anderen Staaten zu garantieren, während Großbritannien und Frankreich die Grenzen Belgiens für den Fall eines nichtprovozierten Angriffs auch weiterhin garantieren. Die Entwicklung entspricht dem Wunsch der belgischen Regierung nach stärkerer Neutralität.

Die britischen Kolonialtruppen in Indien werden gegen aufständische Stämme im Nordwesten des Landes eingesetzt.

In Dortmund wird die musikalische Komödie “Zauberin Lola” von Eduard Künneke uraufgeführt.

25.4.1937, Sonntag

Auf der Arbeitstagung der deutschen Buchhändler in Leipzig fordert Joseph Goebbels, deutscher Propagandaminister, der Buchhandel müsse das Buch wieder in Beziehung zum Volk bringen.

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft besiegt Belgien vor 53 000 Zuschauern in Hannover 1:0.

26.4.1937, Montag

Die baskische Stadt Guernica wird durch Bombenflugzeuge der deutschen Legion Condor, die sich auf der Seite der Faschisten am Spanischen Bürgerkrieg beteiligt, vollkommen zerstört.

Reichsminister Hermann Göring trifft in Rom mit dem italienischen Duce und Ministerpräsidenten Benito Mussolini zusammen. Thema der Gespräche ist die “österreichische Frage”. Dabei erklärt Göring einen Verzicht der Deutschen auf Südtirol.

27.4.1937, Dienstag

Der spanische Cellist Pablo Casals gibt in Prag ein Gastkonzert mit Werken von Antonin Dvoràk und Joseph Haydn.

Nach der Bombardierung der “heiligen Stadt der Basken”, Guernica, am 26. April und der Einnahme der Ortschaften Durango und Eibar befinden sich die faschistischen Truppen General Emilio Molas auf dem Vormarsch gegen die Hafenstadt Bilbao.

28.4.1937, Mittwoch

Im Schauprozess gegen sieben katholische Jugendführer vor dem Volksgerichtshof in Berlin wird der Hauptangeklagte, Joseph Rossaint, wegen Vorbereitung des Hochverrats zu elf Jahren Zuchthaus verurteilt.

Laut einer Anweisung des deutschen Propagandaministeriums für die Presse soll mit sofortiger Wirkung eine “großzügige Propagandaaktion gegen die katholische Kirche” beginnen.

Im Londoner Unterhaus bestürmt die Opposition Großbritanniens Außenminister Anthony Eden mit Anfragen bezüglich der Bombardierung der spanischen Stadt Guernica.

Die Filmstadt “Quadraro” bei Rom wird von Duce und Ministerpräsident Benito Mussolini ihrer Bestimmung übergeben.

29.4.1937, Donnerstag

Der Führer der spanischen Faschisten, Francisco Franco, macht – ebenso wie die deutsche Presse – die “spanischen Bolschewisten” für das Massaker von Guernica verantwortlich.

In einer gemeinsamen Note an Francisco Franco protestieren die skandinavischen Staaten gegen die Kaperung von Handelsschiffen vor der spanischen Küste.

30.4.1937, Freitag

Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler eröffnet in Berlin die Ausstellung “Gebt mir vier Jahre Zeit”, die bis zum 20. Juni einen Überblick über die vierjährige “Aufbauarbeit” der Nationalsozialisten im Deutschen Reich geben soll.

Die Arbeitslosenzahl im Deutschen Reich ist erstmals seit 1925 wieder unter eine Million gesunken.

Führer und Reichskanzler Adolf Hitler verleiht 30 deutschen Betrieben die Auszeichnung “Nationalsozialistischer Musterbetrieb”.

In Berlin wird der Spielfilm “Die ganz großen Torheiten” von Carl Froelich uraufgeführt. In Hauptrollen spielen Paula Wessely und Rudolf Forster, die Musik schrieb Ralph Benatzky.