Was geschah im April 1976

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1.4.1976, Donnerstag

Nach mehrwöchigen Kämpfen vereinbaren die Bürgerkriegsparteien im Libanon eine Waffenruhe.

In Bonn wird der Neubau des Bundeskanzleramtes fertiggestellt und seiner Bestimmung übergeben.

In dem westafrikanischen Staat Senegal tritt eine Verfassungsänderung in Kraft, mit der u.a. die bisherige Einparteienherrschaft abgeschafft wird. Künftig dürfen sich drei politische Gruppierungen legal betätigen.

2.4.1976, Freitag

Die Verfassunggebende Versammlung Portugals verabschiedet in Lissabon die neue Konstitution des Landes.

3.4.1976, Samstag

Den ersten Preis beim Grand Prix d’Eurovision de la Chanson in Den Haag (Niederlande) gewinnt die britische Popgruppe “Brotherhood of Men” mit dem Song “Save your kisses for me”.

4.4.1976, Sonntag

Bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg kann die regierende CDU des Ministerpräsidenten Hans Filbinger ihre absolute Mehrheit ausbauen.

Der kambodschanische Staatspräsident Prinz Norodom Sihanouk wird von seinem Amt abgelöst. Vorsitzender des Staatsrats ist nunmehr Khieu Samphan. Zum Ministerpräsidenten wird Pol Pot ernannt.

Aus den Parlamentswahlen in Thailand geht die liberale Demokratische Partei als Siegerin hervor. Die Linksparteien erleiden erhebliche Stimmenverluste.

In einem Bericht des US-amerikanischen Nachrichtenmagazins “Time” wird die Vermutung geäußert, dass Israel seit Jahren im Besitz von Atomwaffen ist.

Die Regierung von Bahrain kündigt das Stützpunktabkommen mit den USA. US-Kriegsschiffe dürfen nicht mehr in den Häfen des arabischen Staates anlegen. Hintergrund ist die Verschärfung der Lage im Nahen Osten.

5.4.1976, Montag

An der Londoner Devisenbörse fällt das britische Pfund auf einen neuen Tiefstand. Der Kurs der britischen Währung wird mit 1,8670 US-Dollar (4,85 DM) notiert.

Auf dem Flug von Acapulco nach Houston stirbt der US-amerikanische Multimillionär Howard Hughes.

Regierungsvertreter Angolas und Südafrikas unterzeichnen ein Abkommen, in dem sich beide Staaten zur Respektierung der gemeinsamen Grenze verpflichten.

Als Nachfolger des zurückgetretenen Harold Wilson (Labour Party) übernimmt dessen Parteifreund James Callaghan das Amt des britischen Premierministers.

6.4.1976, Dienstag

Der UN-Sicherheitsrat beschließt in New York einstimmig verschärfte Wirtschaftssanktionen gegen Rhodesien. So sollen die UNO-Mitgliedstaaten z. B. dafür sorgen, dass Wirtschaftsunternehmen keine Lizenzverträge mit rhodesischen Betrieben abschließen.

Das NATO-Hauptquartier in Brüssel lockert das Verbot der Übermittlung von Geheimdaten an Portugal. Zur Begründung heißt es, in der portugiesischen Regierung befänden sich zwar noch Kommunisten, jedoch weder auf dem Posten des Verteidigungs- noch des Außenministers. Die nach dem Sturz der Rechtsdiktatur im April 1974 erlassenen Informationsbeschränkungen gegenüber dem NATO-Land Portugal könnten somit abgebaut werden.

Über 2000 griechische Zyprioten demonstrieren vor der US-amerikanischen Botschaft in Nikosia gegen die Militärhilfe der USA an die Türkei, die seit 1974 einen Teil der von Griechen und Türken bewohnten Mittelmeerinsel besetzt hält. Die Polizei hindert mehrere hundert Demonstranten mit Gewalt daran, auf das Botschaftsgelände vorzudringen.

Ein Vorstandssprecher des französischen Autokonzerns Peugeot teilt in Paris mit, dass seine Firma 90% des Aktienkapitals des in eine Krise geratenen Automobilunternehmens Citroën erworben habe. Bislang hielt Peugeot bei Citroën einen Aktienanteil von 38%.

7.4.1976, Mittwoch

Die schottische Fußball-Auswahl schlägt in Glasgow die Nationalmannschaft der Schweiz 1:0.

Mit großem technischem Aufwand wird in Düsseldorf eine Rheinbrücke mittels hydraulischer Pressen um 47,5 m verschoben.

Drei Terroristen bringen auf den Philippinen eine Verkehrsmaschine mit 70 Passagieren in ihre Gewalt. Nach der Zahlung von 300 000 US-Dollar (780 000 DM) Lösegeld werden die meisten Fluggäste freigelassen. Am 14. April lassen die Terroristen in Libyen die letzten Geiseln frei und bitten um politisches Asyl, das ihnen von der Regierung des nordafrikanischen Landes auch gewährt wird.

In Peking wird der stellvertretende Ministerpräsident Chinas, Deng Xiaoping, aller seiner Ämter enthoben. Hua Guofeng wird zum Ministerpräsidenten ernannt.

Das Bundeskabinett beschließt in Bonn, gemeinsam mit Großbritannien und Italien die Produktion des Kampfflugzeugs “Tornado” aufzunehmen, das den Starfighter F-104 G ablösen soll.

8.4.1976, Donnerstag

Die schweizerische Regierung in Bern verfügt die Ausweisung des ehemaligen portugiesischen Staatspräsidenten António S. R. de Spinola wegen verbotener politischer Tätigkeit. Der konservative General Spinola war im April 1974 maßgeblich am Sturz des autoritären Regimes in Portugal beteiligt, hatte sich dann allerdings entschieden gegen sozialistische Tendenzen gewandt.

Papst Paul VI. empfängt im Vatikan den ägyptischen Staatspräsidenten Muhammad Anwar As Sadat, der sich auf einer Besuchsreise durch mehrere europäische Staaten, darunter Italien und die Bundesrepublik Deutschland, befindet, in Privataudienz. Wichtigstes Gesprächsthema ist der Nahost-Konflikt.

In Wien endet nach mehrwöchigen Konferenzen die achte Gesprächsrunde der MBFR-Verhandlungen zwischen NATO und Warschauer Pakt über die Reduzierung der konventionellen Streitkräfte in Europa, ohne dass es zu einer Annäherung der Standpunkte gekommen ist. Die Verhandlungen über eine “beiderseitige ausgewogene Truppenreduzierung” wurden 1973 aufgenommen, sind aber über Verfahrensfragen noch nicht hinausgekommen.

In einer offiziellen Erklärung warnt die Regierung der UdSSR die Vereinigten Staaten vor einem militärischen Eingreifen in dem von einem Bürgerkrieg erschütterten Libanon. Die Sowjetunion reagiert damit auf die Verlegung von Teilen der 6. US-Flotte in die Gewässer vor der libanesischen Küste.

9.4.1976, Freitag

Regierungsvertreter der USA und der UdSSR erzielen in Moskau Einigung über den Abschluss eines Abkommens über unterirdische zivile Atomversuche, das eine gegenseitige Kontrolle vorsieht.

Syrische Truppen marschieren in den von einem Bürgerkrieg zwischen Moslems und Christen erschütterten Libanon ein, um als Ordnungsmacht einen Waffenstillstand zu erreichen.

Der südafrikanische Ministerpräsident Balthazar Johannes Vorster trifft in Israel zu einem viertägigen Besuch ein. In Gesprächen mit Regierungsvertretern werden u.a. der Ausbau der Handelsbeziehungen zwischen beiden Ländern sowie eine engere Zusammenarbeit auf wissenschaftlich-technischem Gebiet vereinbart.

10.4.1976, Samstag

In Beirut stimmt das libanesische Parlament einer Verfassungsänderung zu, welche die vorzeitige Wahl eines neuen Staatsoberhaupts ermöglicht.

An der Grenze zwischen Burma und China kommt es zu Kämpfen zwischen burmesischen Regierungstruppen und kommunistischen Guerilla-Kämpfern, die von China unterstützt werden.

11.4.1976, Sonntag

Die Regierung von Laos verkündet in Vientiane den Beginn einer landesweiten Kampagne mit der nach dem Vorbild der chinesischen Kulturrevolution der “schädliche Einfluss westlicher Kultur” auf die Bevölkerung des Landes beseitigt werden soll. Laos wird seit 1975 von einem kommunistisch geführten Kabinett regiert, das eng mit Vietnam zusammenarbeitet.

12.4.1976, Montag

Der sowjetische Dissident Andrej A. Amalrik und seine Frau erhalten von den sowjetischen Behörden ein Visum zur Ausreise aus der UdSSR.

In Danzig unterzeichnen der Bremer Bürgermeister Hans Koschnik (SPD) und sein polnischer Amtskollege Kazowski einen Vertrag über die Zusammenarbeit zwischen beiden Städten auf dem Gebiet von Wirtschaft, Umweltschutz und Kultur.

13.4.1976, Dienstag

US-Präsident Gerald Ford unterzeichnet in Washington ein Gesetz über die Ausdehnung der US-amerikanischen Fischereizone von zwölf auf 200 Meilen. Die neue Regelung soll am 1. März 1977 in Kraft treten.

US-Außenminister Henry A. Kissinger erklärt vor der Presse in Washington, dass die Regierungsbeteiligung von Kommunisten in europäischen Staaten, wie sie in Italien möglich scheint, das Verhältnis zwischen den Vereinigten Staaten und Europa nachhaltig stören würde.

Die Zeitungsverlegerstochter Patricia Hearst wird in San Francisco wegen Bankraubes zu 35 Jahren Gefängnis verurteilt.

14.4.1976, Mittwoch

In der westsibirischen Stadt Omsk werden der Regimekritiker Andrei D. Sacharow und seine Frau Jelena Bonner von der Polizei festgenommen.

Die Sowjetunion und Kuba schließen in Moskau ein Abkommen über wirtschaftliche und technische Zusammenarbeit. Die UdSSR verpflichtet sich im Rahmen der Vereinbarung u.a., auf Kuba ein Stahlwerk mit einer Produktionskapazität von 1,3 Mio. t pro Jahr und ein Kernkraftwerk zu errichten.

15.4.1976, Donnerstag

Die indische Regierung teilt in Neu-Delhi mit, dass sie die vor 15 Jahren abgebrochenen diplomatischen Beziehungen zur Volksrepublik China wiederaufnehmen will.

In Washington unterzeichnen US-Außenminister Henry A. Kissinger und sein griechischer Amtskollege Dimitrios Bitsios ein Militärabkommen zwischen ihren beiden Ländern, in dem sich die USA u.a. zur Zahlung von 700 Mio. US-Dollar (1,8 Mrd. DM) Militärhilfe an Griechenland innerhalb der nächsten vier Jahre verpflichten. Den US-Streitkräften wird die weitere Nutzung von vier griechischen Militärstützpunkten gewährt.

Die letzten fünf sowjetischen Kriegsschiffe verlassen auf Anordnung der Kairoer Regierung den Hafen der ägyptischen Stadt Alexandria. Im Zusammenhang mit der Kündigung des ägyptisch-sowjetischen Freundschaftsvertrags durch Ägypten hatte Kairo alle sowjetischen Militärangehörigen zum Verlassen des Landes aufgefordert.

Mit einem Vorlesungsboykott, an dem sich landesweit rund 250 000 Studenten beteiligen, protestieren die französischen Hochschüler gegen Regierungspläne zur Umgestaltung des Bildungssystems.

16.4.1976, Freitag

In Bangkok spricht das neugewählte thailändische Parlament der von Ministerpräsident Seni Pramoj gebildeten Koalitionsregierung, der Vertreter von vier Parteien angehören, das Vertrauen aus.

Die indische Regierung gibt in Neu-Delhi neue Richtlinien für eine staatlich verordnete Geburtenkontrolle bekannt. So soll das Mindestalter für Eheschließungen heraufgesetzt und eine Kampagne für Sterilisation eingeleitet werden.

17.4.1976, Samstag

Der seit 1970 amtierende libanesische Staatspräsident Sulaiman Farandschijja, Angehöriger der christlichen Volksgruppe, unterzeichnet in Beirut eine Verfassungsänderung, die den Weg zur Neuwahl des Präsidenten freimacht. Die moslemische Bevölkerung Beiruts reagiert darauf mit Freudenkundgebungen.

18.4.1976, Sonntag

Auf einem zweitägigen Marsch durch das von Israel besetzte Westjordanland fordern rund 30 000 Israelis die Annexion des Gebietes, was zu gewalttätigen Protesten der arabischen Bevölkerung führt.

In Rom erklärt Giovanni Cervetti, Mitglied des Sekretariats der Kommunistischen Partei Italiens, vor der Presse, dass seine Partei im Falle der Regierungsbeteiligung nicht auf Änderungen in der Struktur des westlichen Verteidigungsbündnisses NATO drängen würde.

19.4.1976, Montag

Die Regierung der UdSSR übermittelt dem UNO-Generalsekretär Kurt Waldheim eine offizielle Note, in der sie ihre grundsätzliche Bereitschaft zu Verhandlungen über das Verbot jeglicher Kernwaffenversuche erklärt.

20.4.1976, Dienstag

Der schweizerische Bundesrat erlässt eine Verordnung, wonach ausländische Banknoten nur noch in einem Gegenwert von höchstens 20 000 sfr pro Person in die Schweiz eingeführt werden dürfen. Dieser Betrag darf innerhalb von drei Monaten nur einmal importiert werden. Mit dieser Maßnahme soll der Schmuggel von Geld, vor allem aus Italien, unterbunden werden.

21.4.1976, Mittwoch

In Genf (Schweiz) beginnt die dritte Tagungsrunde der “Diplomatischen Konferenz über die Neubestätigung und Weiterentwicklung des in bewaffneten Konflikten anzuwendenden Völkerrechts”. Ziel der Delegationen aus 121 Ländern ist es u.a., die Genfer Konventionen über den Schutz von Kriegsgefangenen und Zivilisten im Kriegsfall um Bestimmungen für Bürgerkriege zu erweitern.

Im Rahmen eines zweitägigen offiziellen Besuchs in Südkorea stellt der britische Verteidigungsminister Roy Mason dem autoritären Regime umfangreiche Waffenlieferungen und britische Mitarbeit beim Ausbau der südkoreanischen Rüstungsindustrie in Aussicht.

In Bergheim (Rheinland) wird der größte Schaufelradbagger der Welt in Betrieb genommen.

22.4.1976, Donnerstag

Die Fernsehjournalistin Barbara Walters von der Fernsehstation ABC wird als erste Frau in den USA Leiterin einer Nachrichtenredaktion. Mit einem Jahresgehalt von 1 Mio. US-Dollar (2,6 Mio. DM) ist sie die höchstbezahlte Journalistin der Vereinigten Staaten.

Aus Protest gegen die schwedische Steuerpolitik verlässt der Regisseur Ingmar Bergman sein Heimatland.

Bei einem Bombenanschlag rechtsgerichteter Täter auf die kubanische Botschaft in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon kommen zwei Menschen ums Leben.

In Dakar, der Hauptstadt des westafrikanischen Staates Senegal, endet die 1. gemeinsame Außenministerkonferenz der Organisation für Afrikanische Einheit (OAU) und der Arabischen Liga. Auf der dreitägigen Konferenz berieten die Delegierten aus 68 Staaten über die Möglichkeiten eines engeren Zusammenwirkens von arabischen und schwarzafrikanischen Ländern zu beiderseitigem Nutzen. In einer Erklärung betonen die Mitgliedsstaaten ihre Entschlossenheit zum gemeinsamen Vorgehen gegen jegliche Formen von Ausbeutung und Rassismus.

Nach sechsjähriger Unterbrechung nehmen Jordanien und Libyen ihre diplomatischen Beziehungen wieder auf. Libyen hatte 1970 seinen Botschafter wegen des gewaltsamen Vorgehens Jordaniens gegen Angehörige der Palästinensischen Befreiungsfront (PLO) aus Amman abberufen.

23.4.1976, Freitag

Der Vorstand des Volkswagenwerkes billigt in Wolfsburg Pläne zur Errichtung von Produktionsstätten in den USA.

Die US-amerikanische Regierung beschließt die Einstellung sämtlicher Zahlungen an die UNESCO. Hintergrund dieser Entscheidung ist die aus den Reihen der UN-Kulturorganisation geäußerte, massive Kritik an der Politik Israels.

In Berlin (Ost) wird nach mehrjähriger Bauzeit der “Palast der Republik”, ein Veranstaltungszentrum, in dem u.a. auch die Volkskammer, das Parlament der DDR, untergebracht ist, feierlich eröffnet.

24.4.1976, Samstag

In Madrid trennen sich die Fußball-Nationalmannschaften Spaniens und der Bundesrepublik Deutschland 1:1.

25.4.1976, Sonntag

Bei den ersten freien Parlamentswahlen in Portugal seit rund 50 Jahren wird die Sozialistische Partei mit einem Stimmenanteil von rund 35% stärkste politische Kraft.

In Süd- und Nordvietnam finden Wahlen für ein gemeinsames Parlament statt. Auf die kommunistische Einheitsliste entfallen rund 99% der abgegebenen Stimmen.

26.4.1976, Montag

Die jordanische Regierung teilt in Amman mit, dass Jordanien und Syrien im Hinblick auf die angestrebte enge Kooperation ihre diplomatischen Vertretungen im jeweiligen Land aufheben.

Auf einer zweitägigen Tagung in Mexiko-Stadt schließt die Interparlamentarische Union Argentinien, Bahrain, Bangladesh und die Volksrepublik Jemen aus ihren Reihen aus, da diese Staaten die Grundsätze einer parlamentarischen Demokratie missachteten. Der 1888 in Paris gegründeten Vereinigung gehören Parlamentarier aus über 70 Staaten an.

27.4.1976, Dienstag

Das britische Verteidigungsministerium teilt in London mit, dass das für die Herstellung von Wasserstoffbomben notwendige Tritium künftig in Großbritannien produziert werden soll. Damit würde Großbritannien bei der Bombenproduktion von Lieferungen des radioaktiven Wasserstoffisotops aus den Vereinigten Staaten von Amerika unabhängig.

Die in der IG Druck und Papier organisierten Drucker und Setzer sprechen sich in einer Urabstimmung für einen Streik zur Durchsetzung ihrer Lohnforderungen aus. Die Arbeitgeber verfügen daraufhin eine bundesweite Aussperrung.

28.4.1976, Mittwoch

Mit großer Mehrheit ratifiziert das japanische Parlament in Tokio den Vertrag über die Nichtweiterverbreitung von Atomwaffen. Japan ist der 100. Staat, der diesen Vertrag ratifiziert hat.

Der Ministerpräsident von Rhodesien (heute Simbabwe), Ian Smith, teilt in Salisbury mit, dass seiner Regierung künftig auch zehn schwarze Politiker angehören werden.

29.4.1976, Donnerstag

In der belgischen Hauptstadt Brüssel konstituiert sich die Europäische Volkspartei (EVP), ein Zusammenschluss christlich-konservativer Parteien der EG-Mitgliedstaaten mit Ausnahme Dänemarks und Großbritanniens. Die EVP will sich an den für 1978 geplanten Wahlen zu einem europäischen Parlament beteiligen.

Zum Nachfolger des am 26. April 1976 verstorbenen Verteidigungsministers der UdSSR, Marschall Andrej A. Gretschko, wird der Rüstungsfachmann Dimitri F. Ustinow ernannt.

30.4.1976, Freitag

In der Druckindustrie der Bundesrepublik beginnt ein landesweiter Streik. Die Arbeitgeber reagieren mit der ersten bundesweiten Aussperrung. Zahlreiche Zeitungen und Zeitschriften können mehrere Tage lang nicht erscheinen.

Der italienische Ministerpräsident Aldo Moro erklärt seinen Rücktritt, da sein Programm zur Überwindung der wirtschaftlichen und finanziellen Krise des Landes im Parlament keine Mehrheit findet.

Die Regierung Portugals beschließt in Lissabon ein Autonomiestatut für die Azoreninseln und Madeira, das erweiterte Autonomierechte der portugiesischen Besitzungen im Atlantik vorsieht.

Die schweizerische Fußball-Nationalmannschaft unterliegt in Lausanne der Auswahl Ungarns 0:1.