Was geschah im April 1979

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1.4.1979, Sonntag

In der Bundesrepublik Deutschland wird das bisherige Verbot der Arbeitsaufnahme für Angehörige von Gastarbeitern, die nach 1974 bzw. 1976 (Kinder) zugezogen sind, durch eine sog. individuelle Wartezeitenregelung abgelöst. In Branchen mit besonderen Engpässen (z. B. Gastgewerbe) erhalten nachgereiste Kinder und Ehegatten nach zwei bzw. vier Jahren eine Arbeitserlaubnis.

Etwa 150 jugendliche Atomkraftgegner besetzen die Hauptkirche St. Petri in Hamburg. Sie wollen damit auf die Bedrohung der Zivilisation durch die Kernkraft aufmerksam machen. Nach einem Ultimatum der Kirchenleitung endet die Besetzung am 17. April.

In Izmir endet das Qualifikationsspiel zur Fußball-Europameisterschaft zwischen der Türkei und Deutschland 0:0.

2.4.1979, Montag

Das rund 800 Mio. DM teure Internationale Congress Centrum (ICC) in Berlin (West) wird eingeweiht.

Die Deutsche Lufthansa bestellt 25 Passagierflugzeuge des neuen Typs Airbus A 310.

Als erster israelischer Regierungschef trifft Menachem Begin zu einem Besuch in Kairo ein.

3.4.1979, Dienstag

Als erster Regierungschef der Bundesrepublik Deutschland reist Helmut Schmidt nach Lateinamerika. Etappen seiner zehntägigen Reise sind Brasilien, Peru sowie die Dominikanische Republik.

Die Volksrepublik China erklärt, ihren 1950 auf 30 Jahre abgeschlossenen Freundschaftsvertrag mit der UdSSR nicht verlängern zu wollen. Die Regierung in Moskau bezeichnet dies zunächst als “feindseligen Akt”. Am 17. Oktober nehmen beide Staaten erste Gespräche über eine Normalisierung der Beziehungen auf.

Mit 82,5% der Stimmen wird die Politikerin Jane Byrne als erste Frau zum Stadtoberhaupt von Chicago (US-Bundesstaat lllinois) gewählt.

Die Düsseldorfer Beton- und Monierbau, der sechstgrößte deutsche Baukonzern, meldet Konkurs an.

4.4.1979, Mittwoch

Ab dem 16. April dürfen DDR-Bürger in den sog. Intershops nur noch mit Warenschecks statt mit der bisher üblichen Westwährung einkaufen; dies gibt das Außenhandelsministerium der DDR in Berlin (Ost) bekannt.

Trotz der Proteste vieler international angesehener Politiker wird in Rawalpindi Zulfikar Ali-Khan Bhutto, der frühere Ministerpräsident von Pakistan, hingerichtet.

Anlässlich eines Besuches des britischen Gouverneurs von Hongkong, Sir Crawford Murray MacLehose, in der Volksrepublik China, wird nach 30-Jähriger Pause der direkte Zugverkehr zwischen Hongkong und der chinesischen Provinzhauptstadt Guangzhou (Kanton) wieder eröffnet.

5.4.1979, Donnerstag

Vietnamesische Truppen haben nach eigenen Angaben den Widerstand der Soldaten Pol Pots gebrochen und dessen Hauptquartier im Westen Kambodschas eingenommen.

Agenten des israelischen Geheimdienstes Mossad sprengen in der Nähe der südfranzösischen Hafenstadt Toulon transportbereite Bauelemente in die Luft, die für das irakische Nuklearzentrum bestimmt waren.

US-Präsident James E. “Jimmy” Carter gibt in einer Fernsehrede seine Maßnahmen zur Bekämpfung der Energiekrise bekannt. Er will den Kongress um Vollmachten für Maßnahmen zur Energieeinsparung bitten und die aufgrund des Preisauftriebs gestiegenen Gewinne der Ölgesellschaften durch eine Sondersteuer abschöpfen.

6.4.1979, Freitag

Der Deutsche Bundestag billigt ein Gesetz über die “Rechtsverhältnisse” der deutschen Abgeordneten im Europa-Parlament. Es gewährt den deutschen Euro-Abgeordneten die gleiche Rechtsstellung wie den Mitgliedern des Bundestages.

Auf Anregung der deutschen Bundesregierung setzt der NATO-Rat einen Sonderausschuss (“Special Group”, später als “Special Consultative Group” bezeichnet) ein, der die Probleme einer Rüstungskontrolle im Zusammenhang mit der geplanten NATO-Nachrüstung erörtern soll.

In Tirana unterzeichnen die Vertreter Albaniens und Jugoslawiens einen Vertrag über den Bau einer Eisenbahnlinie zwischen der nordalbanischen Provinzmetropole Shkoder und Titograd. Es ist die erste Bahnverbindung Albaniens mit dem Ausland.

Die US-Navy stellt das erste Atom-U-Boot der Welt, die “Nautilus”, nach 24 Jahren außer Dienst. Es wird einem Museum in Kalifornien übergeben.

7.4.1979, Samstag

Amir Abbas Howaida, Irans Regierungschef von 1965 bis 1977, wird in Teheran zum Tode verurteilt und erschossen.

In Groton (US-Bundesstaat Connecticut) läuft der erste atomgetriebene Unterwasserkreuzer “Ohio” der US-Navy vom Stapel. Mit einer Unterwasserverdrängung von 18 700 BRT ist die “Ohio” das bisher größte U-Boot der Welt. Es wird mit 24 Trident-Raketen bestückt, ballistischen Atomraketen mit 7400 km Reichweite.

8.4.1979, Sonntag

In Göteborg gewinnt der Österreicher Hugo Simon den Weltcup der Springreiter im zweiten Stechen vor der US-Amerikanerin Catie Monahan. Bester deutscher Reiter ist Peter Luther aus Hamburg als Neunter.

In einem Schreiben an die Priester der römisch-katholischen Kirche bekräftigt Papst Johannes Paul II. das Festhalten der Kirchen am Zölibat, dem Gebot der Ehelosigkeit für Geistliche. Er begründet diesen “Verzicht um des Himmelreiches willen” u.a. mit der Treue zum Pfarrerberuf.

Eine Delegation des Bundesjugendringes reist zu einem zweitägigen Besuch in die DDR. Bei ihren Gesprächen mit der Freien Deutschen Jugend (FDJ) bleibt eine Einigung über eine Erweiterung der Jugendkontakte aus.

Der rumänische Präsident Nicolae Ceausescu und seine Frau Elena begeben sich auf eine Afrikareise. Bis zum 24. April besuchen sie acht afrikanische Länder, mit denen Verträge über Freundschaft und Zusammenarbeit unterzeichnet werden.

9.4.1979, Montag

In Teheran werden zwei Generale und ein früherer Minister des Schah-Regimes wegen angeblicher Korruption zum Tode verurteilt und hingerichtet. Die Zahl der bekanntgewordenen Hinrichtungen von ehemaligen Politikern, Beamten und Militärs des Schah-Regimes beläuft sich im April auf etwa 150.

10.4.1979, Dienstag

In Bonn wird der Bericht einer Prüfgruppe des Bundesinnenministeriums bekannt, wonach der Bundesgrenzschutz auf Ersuchen des Bundesnachrichtendienstes die Pässe von Ostblockreisenden fotografiert hat.

In Los Angeles findet die 51. Verleihung der “Oscar”-Filmpreise statt. Film des Jahres ist “The Deer Hunter” (Die durch die Hölle gehen) von Michael Cimino.

11.4.1979, Mittwoch

Nach der Einnahme der Hauptstadt Kampala durch Militärtruppen des Nachbarlandes Tansania flieht der ugandische Diktator Idi Amin Dada nach Libyen.

Bis zum 4. Juni zeigt die Kölner Kunsthalle eine großangelegte Werkschau von Paul Klee aus den Jahren 1919 bis 1933. Anlass ist das 100. Geburtsjahr des 1940 verstorbenen Künstlers.

12.4.1979, Donnerstag

In Wien endet die 17. Runde der Verhandlungen über einen gegenseitigen ausgewogenen Truppenabzug in Mitteleuropa (MBFR) zwischen NATO und Warschauer Pakt. Wie bereits in den vorangegangenen Verhandlungen der am 31. Januar 1973 eröffneten Konferenz konnten entscheidende Fortschritte nicht erzielt werden. Am 17. Mai beginnt die nächste Verhandlungsrunde.

Die Republik Südafrika verweist drei US-Diplomaten wegen angeblicher Spionage des Landes.

13.4.1979, Freitag

Ein Kommando der rhodesischen Armee zerstört in Lusaka in Sambia das Hauptquartier des Guerillaführers Joshua Nkomo. Er selbst befindet sich zum Zeitpunkt des Überfalls nicht in seinem Quartier.

Zum provisorischen Staatschef von Uganda wird Yusufu Lule erklärt, der im Juni von Godfrey Binaisa abgelöst wird. Die neue Regierung steuert einen neutralistischen und linkssozialistischen Kurs an.

14.4.1979, Samstag

Die Arbeitsmöglichkeiten westlicher Korrespondenten in der DDR werden beschränkt. Künftig müssen Interviews vorher angemeldet werden und Reisen außerhalb von Berlin (Ost) sind genehmigungspflichtig. Am 17. April protestiert die Bundesregierung gegen diese Maßnahmen.

Die 4500 Einwohner des Ortes Crestview im US-amerikanischen Bundesstaat Florida können in ihre Häuser zurückkehren. Sie wurden am 8. April evakuiert, nachdem ein Zug der Louisville & Nashville Railroad Co. in der Nähe der Stadt mit einer Ladung hochgiftiger Chemikalien in Brand geraten und explodiert war.

15.4.1979, Sonntag

Der Philosoph Wolfgang Harich, der 1957 in der DDR wegen der Gründung einer “staatsfeindlichen Gruppe” zu zehn Jahren Haft verurteilt worden war, verlässt die DDR und siedelt nach Wien über.

Billy Carter, der Bruder des US-Präsidenten, gibt zu, dass seine Reise nach Rom und Tripolis Ende 1978 von Libyen bezahlt wurde. Er streitet allerdings jede Art von Geschäftsbeziehung zu Libyen entschieden ab.

Bei einem Erdbeben an der südlichen Adriaküste kommen in Jugoslawien mehr als 200 und in Albanien 35 Menschen ums Leben. In Jugoslawien werden etwa 1000 Menschen durch das Beben verletzt.

Der US-Amerikaner Fuzzy Zoeller gewinnt das Golf-Masters-Turnier in Augusta (US-Bundesstaat Georgia). Er ist der erste Spieler, der das Masters gleich im ersten Anlauf gewinnt.

16.4.1979, Montag

Aus Protest gegen den Einfluss radikaler Moslems auf die Politik des Landes und die willkürlichen Hinrichtungen tritt der iranische Außenminister Karim Sandschabi nach nur zweimonatiger Amtszeit zurück.

17.4.1979, Dienstag

In Fort Lauderdale im US-Bundesstaat Florida heiratet US-Tennisstar Chris Evert den sportlich weniger erfolgreichen britischen Tennisprofi John Lloyd.

Das Landesarbeitsgericht in Frankfurt am Main bestätigt unter Hinweis auf einen entsprechenden Artikel der Hessischen Landesverfassung das Verbot der Aussperrung bei Arbeitskämpfen im Bundesland Hessen.

In Berlin (West) erscheint die erste Ausgabe der alternativen Tageszeitung “taz”.

Die Organisation der arabischen Erdöl exportierenden Länder OAPEC erklärt, dass Ägypten wegen des Friedensvertrages mit Israel ausgeschlossen wird.

18.4.1979, Mittwoch

Major Saad Haddad, der Befehlshaber der christlichen Milizen im Süd-Libanon, proklamiert für die von seinen Soldaten kontrollierten Gebiete die Unabhängigkeit von der Zentralregierung des Landes in Beirut.

Die UdSSR kaufen in den USA 118 374 t Getreide, die ursprünglich für die Volksrepublik China bestimmt waren. Die chronisch schlechte Versorgungslage zwingt die Sowjetunion, im Mai 1,15 Mio. t und im Juli 375 000 t Mais aus den USA anzukaufen.

China und Vietnam nehmen in Hanoi Friedensgespräche auf. Einziges konkretes Ergebnis der am 22. Juni beendeten Verhandlungen ist der Austausch von 240 gefangenen Chinesen gegen 1638 kriegsgefangenen Vietnamesen.

In Leipzig schlägt die Fußball-Auswahlmannschaft der DDR das Team der Volksrepublik Polen 2:1.

19.4.1979, Donnerstag

Das Landgericht Düsseldorf spricht vier der Beihilfe zum Mord im Konzentrationslager Majdanek angeklagte ehemalige SS-Angehörige frei.

Bei einem landesweiten Referendum über den ägyptisch-israelischen Friedensvertrag stimmen in Ägypten über 99% der Stimmberechtigten mit Ja.

20.4.1979, Freitag

Ein Anschlag der nordirischen Untergrundorganisation IRA auf ein Frauengefängnis in Armagh kostet eine Beamtin das Leben, drei weitere werden z.T. schwer verletzt.

21.4.1979, Samstag

Sieger der am 17. April eröffneten Wahlen für das erste gemischtrassige Parlament Rhodesiens ist die Partei des gemäßigten Farbigenführers Bischof Abel Tendekayi Muzorewa, die 51 der 72 schwarzen Abgeordnetenmandate erringt. 28 der 100 Sitze waren Weißen vorbehalten.

Angeblich auf “Verlangen der Werktätigen” wird dem sowjetischen Staats- und Parteichef Leonid I. Breschnew der Lenin-Literaturpreis für seine Broschüren “Das kleine Land”, “Wiedergeburt” und “Neuland” zuerkannt. Sie glorifizieren die Rolle Breschnews während des Zweiten Weltkrieges.

22.4.1979, Sonntag

Ein Bombenanschlag auf das Gebäude der israelischen Kulturgemeinde in Wien verursacht erheblichen Sachschaden.

Der britische Rockmusiker Keith Richard gibt in Ottawa (Kanada) ein Konzert zugunsten des Nationalen Blindeninstituts von Kanada. Der Wohltätigkeitsauftritt ist Teil eines 1977 gegen Richard wegen unerlaubten Drogenbesitzes ergangenen Gerichtsurteils.

In einem zweistündigen Gespräch mit dem österreichischen Regierungschef Bruno Kreisky in Zell am See erklärt der deutsche Bundeskanzler Helmut Schmidt, weltweit könne auf die friedliche Nutzung der Kernenergie nicht verzichtet werden. In der Bundesrepublik werde das Schwergewicht jedoch weiterhin auf der Kohle liegen.

23.4.1979, Montag

Die USA geben bekannt, dass die Sowjetunion auf dem Gebiet der DDR neue taktische Atomraketen mit der Bezeichnung SS 21 stationiert habe.

Die argentinische Militärregierung verhaftet 20 bekannte Gewerkschaftler um einen für den 27. April geplanten landesweiten Streik zu verhindern.

24.4.1979, Dienstag

Aus einer in der Bundesrepublik veröffentlichen repräsentativen Meinungsumfrage geht hervor, dass ein Drittel aller deutschen Beamten das Grundgesetz noch nie gelesen hat. Zwei Drittel der Befragten vermuten Grundgesetzartikel wie die Sozialbindung des Eigentums und die Möglichkeit der Vergesellschaftung eher in der DDR-Verfassung.

Mit Woody Allen und Diane Keaton in den Hauptrollen läuft in New York der Spielfilm “Manhattan” an, bei dem Allen auch Regie führt.

25.4.1979, Mittwoch

Der deutsche Bundesinnenminister Gerhart Baum (FDP) bestätigt die Existenz umfangreicher Datensammlungen des Bundeskriminalamtes in Wiesbaden, in denen die Daten von über 3 Mio. Bürger erfasst sind. Baum verspricht aber zugleich eine Begrenzung dieser Datensammlung und eine Einschränkung von umstrittenen Praktiken der Amtshilfe.

Das deutsche Bundeskabinett vertagt eine Entscheidung über die Erhöhung der Mittel für die staatliche Entwicklungshilfe.

Mit dem Austausch der Ratifizierungsurkunden in Khuschaiba auf der Halbinsel Sinai tritt der ägyptisch-israelische Friedensvertrag in Kraft.

26.4.1979, Donnerstag

Mit einem Grundsatzurteil erklärt der Bundesgerichtshof den Verkauf von Kinderspielzeugen und Modellflugzeugen mit NS-Symbolen für strafbar.

Das “Museum moderner Kunst” wird im Sommerpalais Liechtenstein in Wien eröffnet.

In Hamburg zeigen 24 Ensembles aus dem In- und Ausland bis zum 13. Mai ihr Können beim Festival “Theater der Nationen 79”.

Auf dem Gelände des Deutschen Elektronen-Synchrotrons (DESY) in Hamburg-Bahrenfeld wird der Welt größte Positron-Elektron- Speicherringanlage (PETRA) eingeweiht.

Nach 28-Jähriger Militärpräsenz verlassen die letzten 150 US-Soldaten Nationalchina.

Auf einer in Homestead (US-Bundesstaat Florida) beginnenden zweitägigen Konferenz der NATO-Verteidigungsminister wird die Ersetzung mehrerer Typen von taktischen Atomwaffen durch Mittelstreckenwaffen vorgeschlagen. Die Frage der Stationierung soll bis Ende 1979 gelöst werden.

Der Aufsichtsrat des Automobilunternehmens Daimler-Benz wählt das bisherige Vorstandsmitglied Gerhard Prinz zum Nachfolger des zum 1. Januar 1980 aus dem Unternehmen ausscheidenden Joachim Zahn.

27.4.1979, Freitag

In Bonn eröffnet Bundespräsident Walter Scheel die rund 60 Mio. DM teure Bundesgartenschau.

Fünf sowjetische Dissidenten, darunter der Bürgerrechtler Alexandr Ginsburg, werden im Austausch für zwei in den USA verurteilte sowjetische Spione freigelassen und reisen in die USA aus.

Um die Beziehungen zum Nachbarstaat Angola zu verbessern, untersagt die Regierung von Zaire der Stuttgarter Firma Orbital Transport- und Raketen AG (OTRAG) die weitere Erprobung ihrer Raketen in Zaire.

Die Regierung der Schweiz erklärt den bulgarischen Diplomaten Jakimow Iwanoff wegen Wirtschaftsspionage zur unerwünschten Person. Er muss das Land verlassen.

Ungeschlagen mit 12:0 Punkten verteidigt die UdSSR bei der Eishockey-Weltmeisterschaft in Moskau ihren Titel. Das beste Resultat gegen die sowjetischen “Eis-Sputniks” erzielte mit 2:3 das Team der Bundesrepublik, das den sechsten Platz belegt.

28.4.1979, Samstag

Durch ein 1:0 n.V. über den BFC Dynamo wird der 1. FC Magdeburg vor 50 000 Besuchern in Berlin (Ost) zum viertenmal DDR-Fußball-Pokalsieger.

Der französische Staatspräsident Valéry Giscard d’Estaing beendet einen dreitägigen Staatsbesuch in Moskau mit der Unterzeichnung mehrerer Abkommen über wirtschaftliche und wissenschaftliche Zusammenarbeit.

29.4.1979, Sonntag

Bei den Landtagswahlen in Schleswig-Holstein büßt die regierende CDU 2,1% ihrer Stimmen ein, behauptet aber mit 48,3% der Stimmen ihre absolute Mehrheit.

Der baden-württembergische CDU-Landesvorsitzende Hans Filbinger tritt von seinem Amt zurück. Er hatte sich am Tag zuvor im Bezirk Südbaden vergeblich um ein Delegiertenmandat für den CDU-Bundesparteitag beworben.

China meldet die Reaktivierung seiner politischen Beziehungen zu Albanien.

In Israel wird durch Kabinettsbeschluss die Todesstrafe für Terroristen eingeführt, die besonders grausame Anschläge verübt haben.

Nach siebenjähriger Militärherrschaft wird in Ecuador der als Kandidat der gemäßigten Linksparteien angetretene Jaime Aguleira Roldós mit über 66% der Stimmen zum Präsidenten gewählt.

Der TV Großwallstadt gewinnt als dritte bundesdeutsche Mannschaft den Handball-Europapokal der Landesmeister. Der DDR-Titelträger SC Empor Rostock siegt zwar im Rückspiel 18:16 aufgrund des 14:10 im Hinspiel geht der Titel an Großwallstadt.

30.4.1979, Montag

Wie zuvor bereits 16 arabische Staaten bricht der Iran die diplomatischen Beziehungen zu Ägypten wegen des Friedens mit Israel ab.

Der UN-Sicherheitsrat verweigert den Wahlen in Rhodesien seine Anerkennung und ersucht die UN-Mitglieder, die Wirtschaftssanktionen gegen Rhodesien beizubehalten.