Was geschah im April 1980

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1.4.1980, Dienstag

Die Angestellten der New Yorker Verkehrsbetriebe treten für höhere Löhne in den Streik. Die Einwohner der Neun-Millionen-Metropole versuchen mit dem Verkehrschaos fertig zu werden, indem sie teilweise mit Rollschuhen Fahrrädern oder in Rikschas zur Arbeit fahren. Die Tarifauseinandersetzung endet am 13. April mit einer vorläufigen Einigung.

Der Deutsche Städtetag teilt in einer an Bundesinnenminister Gerhart Baum gerichteten Erklärung mit, dass die Städte nicht noch mehr Asylsuchende aufnehmen könnten. Vielmehr müssten Bund und Länder ihre Aufgabe und Verantwortung in der Asylfrage stärker wahrnehmen.

2.4.1980, Mittwoch

In einem überwiegend von Farbigen bewohnten Stadtteil der englischen Hafenstadt Bristol kommt es zu schweren Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Jugendlichen.

In Beirut gründet der ehemalige militärische Oberbefehlshaber von Ägypten General Sadedine Chazli, die Ägyptische Nationale Front, die “wenn nötig mit revolutionärer Gewalt”, den Sturz von Staatspräsident Muhammad Anwar As Sadat zum Ziel hat. Die Gruppierung besteht aus Mitgliedern linksgerichteter Oppositionsparteien, die das Friedensabkommen zwischen Ägypten und Israel bekämpfen.

In München besiegt die bundesdeutsche Fußballnationalmannschaft die Elf aus Österreich in einem Freundschaftsspiel 1:0.

Die Europäische Gemeinschaft und Jugoslawien schließen in Belgrad ein Handels- und Kooperationsabkommen.

3.4.1980, Donnerstag

Nach den polnischen Parlamentswahlen vom 23. März, bei denen die Nationale Einheitsfront 99,52% der gültigen Stimmen erhielt, wird Edward Babiuch auf der konstituierenden Sitzung des Sejm erneut als Ministerpräsident vereidigt. Der Regierungschef kündigt strukturelle Reformen in Staat und Wirtschaft sowie Sparmaßnahmen u.a. im Bereich der Subventionierung von Verbraucherpreisen an.

In Wien wird die 20. Runde der sog. MBFR-Verhandlungen über eine Truppenreduzierung in Mitteleuropa ergebnislos abgebrochen. Die Verhandlungspartner NATO und Warschauer Pakt geben sich gegenseitig die Schuld am Scheitern der Gespräche.

Der neue Moskauer Flughafen Scheremetjewo 2, der eigens für die Olympischen Sommerspiele gebaut wurde, wird eingeweiht.

4.4.1980, Freitag

In El Salvador gründen sozialdemokratische und sozialistische Parteien Christdemokraten, Teile der Unternehmerverbände, Gewerkschaften und mehrere Berufsgruppen die Demokratische Revolutionäre Front (FDR), um die mit Militärs und Zivilisten besetzte Regierung zu stürzen.

Über 10 000 asylsuchende Kubaner flüchten sich in die peruanische Botschaft in Havanna, nachdem die Wachtposten von dem Gebäude abgezogen worden sind.

Auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Dachau treten zwölf Sinti in den Hungerstreik, um auf die Diskriminierung ihrer Volksgruppe hinzuweisen.

5.4.1980, Samstag

Die französische Untergrundorganisation Action directe verübt einen Anschlag auf eine Niederlassung des Elektrokonzerns Philips in Toulouse: Aus den Computern der Firma werden wichtige Daten gelöscht.

In der mexikanischen Hauptstadt mit ihren derzeit etwa 14 Mio. Einwohnern sterben jährlich rund 70 000 Menschen an Krankheiten, die durch die Luftverschmutzung verursacht werden. Dies stellt eine Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) fest.

6.4.1980, Sonntag

Zum dritten Mal innerhalb eines Jahres spaltet sich die Janata-Partei, die von 1977 bis Anfang 1980 in Indien die Regierung gestellt hatte. Der rechtsgerichtete, hinduistisch orientierte Jan-Sangh-Flügel trennt sich von der Mutterpartei.

In der Bundesrepublik Deutschland gilt erstmals die Sommerzeit.

7.4.1980, Montag

Die USA brechen ihre diplomatischen Beziehungen zum Iran ab und verhängen einen Wirtschaftsboykott, von dem nur Medikamente und Nahrungsmittel ausgenommen sind. Die Regierung in Teheran verkündet daraufhin den wirtschaftlichen und sozialen Notstand.

Senatssprecher Ihsan Sabri Caglayangil übernimmt interimistisch das Amt des türkischen Staatspräsidenten nachdem sich die Große Nationalversammlung auch nach 20 Wahlgängen nicht auf einen Nachfolger für den scheidenden Fahri Korutürk hat einigen können.

In New York endet eine weitere Runde der 1974 begonnenen Seerechtskonferenz der Vereinten Nationen, ohne dass in den wichtigen Fragen Einigkeit erzielt wurde.

8.4.1980, Dienstag

Der iranische Revolutionsführer Ajatollah Ruhollah Khomeini fordert die “edlen islamischen Nationen” öffentlich dazu auf, den ägyptischen Präsidenten Muhammad Anwar As Sadat und den irakischen Staatspräsidenten Saddam Hussein zu töten.

9.4.1980, Mittwoch

Wenige Tage nach dem Überfall palästinensischer Freischärler auf einen israelischen Kibbuz, bei dem sieben Menschen getötet wurden, überschreiten israelische Truppen die Grenze zum Libanon, um im Süden des Nachbarlandes Stellungen zu errichten.

Im iranisch-irakischen Grenzgebiet kommt es zum wiederholten Mal zu Kämpfen zwischen Truppen beider Länder. Daraufhin werden 25 000 im Irak lebende Schiiten des Landes verwiesen.

10.4.1980, Donnerstag

Das britische Fernsehen zeigt den Film “Tod einer Prinzessin”, eine Rekonstruktion der von der saudischen Regierung 1977 verfügten Hinrichtung der Prinzessin Mishaal, die Ehebruch begangen hatte. Die Ausstrahlung führt zu ernsthaften diplomatischen Verstimmungen zwischen Saudi-Arabien und Großbritannien.

Die DDR-Luftfahrtgesellschaft “Interflug” stellt ihre Inlandsflüge ein, die durch die gestiegenen Treibstoffkosten unrentabel geworden sind.

11.4.1980, Freitag

Dem Beispiel der Vereinigten Staaten folgend, bricht Norwegen wegen der Besetzung der US-Botschaft in Teheran die diplomatischen Beziehungen zum Iran ab. Die Staaten der Europäischen Gemeinschaft beschränken sich vorläufig darauf, in einer offiziellen Note die sofortige Freilassung der US-amerikanischen Geiseln zu verlangen.

Der sowjetische Außenminister Andrei A. Gromyko legt UN-Generalsekretär Kurt Waldheim einen umfassenden Katalog von Abrüstungsmaßnahmen (u.a. Verbot von Kernwaffen) vor.

12.4.1980, Samstag

Der liberianische Ministerpräsident William Tolbert wird durch putschende Militärs gestürzt und getötet. Die Macht übernimmt ein “Volkserlösungsrat” unter Leitung des Hauptfeldwebels Samuel Kanyon Doe.

Bundeskanzler Helmut Schmidt vergleicht die augenblickliche weltpolitische Lage mit der Situation vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Die beiden Supermächte, so der SPD-Politiker, verfügten über keine hinreichende Kriegsvermeidungsstrategie.

Das Nationale Olympische Komitee der USA beschließt auf einer Tagung in Colorado Springs, die Olympischen Spiele in Moskau zu boykottieren.

13.4.1980, Sonntag

Auf einer SPD-Versammlung in Hamburg erklärt Bundeskanzler Helmut Schmidt, die Bundesrepublik Deutschland sei bereit, sich an gemeinsamen Boykottmaßnahmen des Westens gegen den Iran zu beteiligen, obwohl dies die eigene Wirtschaft hart treffen werde.

Die Nationalversammlung in Paris stimmt einer Änderung der Strafrechtsbestimmungen im Bereich der Sexualdelikte zu. Die Vergewaltigung von Minderjährigen wird nun mit lebenslangen Freiheitsstrafen bedroht.

Der österreichische Autorennfahrer Markus Höttinger erleidet bei einem Formel-II-Unglück in Hockenheim durch ein abgerissenes Rad tödliche Kopfverletzungen.

14.4.1980, Montag

Die indische Ministerpräsidentin Indira Gandhi entgeht einem Mordanschlag. Vor dem Parlamentsgebäude in Neu-Delhi wirft ein Mann aus der Menge heraus ein Messer auf die Regierungschefin und verfehlt sie nur knapp.

Der Autor Norman Mailer wird zum zweiten Mal mit dem Pulitzerpreis, dem bedeutendsten Literaturpreis der USA, ausgezeichnet. Mailer wird für seinen Roman “Das Lied des Henkers” geehrt. Darin stellt er den Fall eines zum Tode verurteilten Mörders dar, der eine Begnadigung ablehnt und auf seiner Hinrichtung besteht.

Spitzenreiter der “Oscar”-Verleihung ist “Kramer gegen Kramer” mit vier Preisen. Volker Schlöndorffs “Die Blechtrommel” wird als bester ausländischer Film ausgezeichnet.

15.4.1980, Dienstag

Das französische Verkehrsministerium in Paris wird aus mehreren Raketenwerfern beschossen. Menschen werden nicht verletzt, jedoch entsteht erheblicher Sachschaden. Zu dem Anschlag bekennt sich die Untergrundorganisation Action directe.

Auf der 4. Gipfelkonferenz der sog. Ablehnungsfront gegen die ägyptisch-israelischen Friedensbemühungen, die seit dem 12. April in Tripolis getagt hat, werden u.a. die Bildung eines gemeinsamen Militärkommandos und die Einrichtung einer politischen Zentrale beschlossen.

17 der 24 Mitgliedsstaaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) einigen sich in Paris darauf, der Türkei eine Finanzhilfe in Höhe von 1,16 Mrd. US-Dollar (knapp 2,3 Mrd. DM) zu gewähren.

In Paris stirbt der Schriftsteller und Philosoph Jean-Paul Sartre im Alter von 74 Jahren.

16.4.1980, Mittwoch

US-Präsident Jimmy Carter beendet die Gespräche mit Israels Regierungschef Menachem Begin und dem ägyptischen Staatspräsidenten Muhammad Anwar As Sadat über die Autonomie der Palästinenser. Konkrete Ergebnisse wurden nicht erzielt.

Der Fußballtrainer des 1. FC Köln, Hennes Weisweiler, trennt sich vorzeitig von seinem Club, um ein Angebot des US-amerikanischen Profivereins Cosmos New York wahrzunehmen.

17.4.1980, Donnerstag

US-Präsident Jimmy Carter verfügt weitere Sanktionen gegen den Iran. Er droht außerdem mit militärischen Schritten, falls die in der US-Botschaft in Teheran gefangengehaltenen Geiseln verletzt oder getötet würden.

Die Gefangenenhilfsorganisation Amnesty International berichtet über systematische Folter an politischen Gefangenen in Kolumbien. Das Land wird zwar von einer Zivilregierung geführt, steht aber seit 30 Jahren unter Kriegsrecht.

18.4.1980, Freitag

Die britische Kolonie Rhodesien erhält als Simbabwe die Unabhängigkeit.

Der führende DDR-Wirtschaftspolitiker Günter Mittag beendet einen dreitägigen Besuch in der Bundesrepublik Deutschland.

19.4.1980, Samstag

Mit einer massiven Polizeiaktion geht die algerische Regierung gegen aufständische Berber in der Region Kabylei vor. Die Minderheit, die etwa 30% der Bevölkerung stellt, verlangt die Respektierung ihrer Kultur und die offizielle Anerkennung ihrer Sprache.

Die iranischen Behörden beschließen die Universitäten zu “islamisieren” und zugleich linksgerichtete Gruppen aus den Hochschulen zu entfernen. Die Anordnung löst schwere Krawalle aus.

Der Rat der Oberrabbiner in Israel spricht sich gegen die Einführung der Sommerzeit aus, weil dadurch der Sabbat entheiligt würde.

20.4.1980, Sonntag

Im Südlibanon werden zwei irische Soldaten, die der 6000 Mann starken UN-Friedenstruppe angehören, aus dem Hinterhalt erschossen. Sie hatten den Sohn einer einflussreichen schiitischen Familie bei einem Angriff auf ihren Posten getötet.

Drei Wochen vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen stirbt der Spitzenkandidat der CDU, Heinrich Köppler an den Folgen eines Herzinfarkts. Zu seinem Nachfolger wird am 26. April CDU-Generalsekretär Kurt Biedenkopf bestimmt.

Im italienischen Castellina stirbt der deutsche Schauspieler und Regisseur Helmut Käutner nach langer Krankheit im Alter von 72 Jahren. Bekannt wurde er u.a. durch seine Filme “Große Freiheit Nr. 7” (1944), “Des Teufels General” (1955) und “Der Hauptmann von Köpenick” (1956).

21.4.1980, Montag

Der Staatspräsident der Demokratischen Volksrepublik (Süd-)Jemen, Abd Al Fatah Ismail, tritt aus gesundheitlichen Gründen zurück. Er wird abgelöst durch Ali Nasir Muhammad Hasani der als treuer Parteigänger der Sowjetunion gilt.

Die USA vereinbaren mit Oman und Kenia, dass sie in diesen Ländern militärische Flug- und Marinebasen benutzen können. Im Gegenzug gewähren die USA Militär- und Wirtschaftshilfe. Eine ähnliche Vereinbarung mit Somalia kommt nicht zustande.

22.4.1980, Dienstag

Die Bundesrepublik Deutschland und Argentinien einigen sich nach mehrjährigen Verhandlungen über die Lieferung eines zweiten Atomkraftwerks an das südamerikanische Land.

Zum zehnten Mal wird in den USA der Tag der Umwelt gefeiert. In New York blockieren etwa 250 000 Menschen stundenlang den Autoverkehr, in Washington gibt es eine Fahrradsternfahrt zum Weißen Haus. Hinzu kommen zahlreiche Umweltaktionen in allen Teilen des Landes.

23.4.1980, Mittwoch

Zu seinem ersten offiziellen Besuch in einem westlichen Land seit dem sowjetischen Einmarsch in Afghanistan trifft der Außenminister der UdSSR, Andrei A. Gromyko, in Paris ein.

In Detroit gibt der US-amerikanische Automobilkonzern Chrysler bekannt, dass er aus Einsparungsgründen 20% seiner Angestellten entlassen werde. Wenige Tage zuvor hat bereits die Ford Motor Co. Massenentlassungen angekündigt. Hauptproblem der Autobauer in den USA ist die Umstellung auf die Produktion von Klein- und Mittelklassewagen.

In Dortmund schließen Vertreter des Steinkohlebergbaus und der Elektrizitätswirtschaft den sog. Jahrhundertvertrag über die Verstromung von Kohle bis 1995.

Die Bundesregierung empfiehlt dem Nationalen Olympischen Komitee wegen der anhaltenden Intervention der UdSSR in Afghanistan den Boykott der Olympischen Spiele in Moskau.

24.4.1980, Donnerstag

Im ungarischen Tata stellt Ferenc Paragi mit 96,72 m einen Weltrekord im Speerwerfen auf.

Nach einer 18monatigen Trockenperiode, der schlimmsten seit 1902, gehen in Südost-Australien heftige Regenfälle nieder.

Starke Schneefälle führen in Bayern zu Beeinträchtigungen des Verkehrs und zu Ausfällen in der Elektrizitätsversorgung.

Die CDU veröffentlicht in Bonn eine Untersuchung, wonach es in der Verwaltung der Europäischen Gemeinschaft über 750 Spitzenbeamte gibt, die mehr verdienen als der deutsche Bundeskanzler.

Frankreich und die DDR schließen ein Zehn-Jahres-Abkommen über wirtschaftliche, technische und industrielle Zusammenarbeit.

Zwei Jahre nachdem die Weltgesundheitsorganisation WHO die Pocken weltweit für ausgerottet erklärt hat, tritt in Italien ein Pockenfall auf. Der Erkrankte hat sich zuvor in Indonesien aufgehalten.

25.4.1980, Freitag

Der Versuch der Vereinigten Staaten die in Teheran als Geiseln festgehaltenen US-Bürger durch ein Luftlandeunternehmen zu befreien, schlägt fehl.

In Argentinien müssen die beiden größten Privatbanken Konkurs anmelden. Eine Reihe weiterer Geldinstitute steht am Rande der Zahlungsunfähigkeit. Die Banken hatten durch großzügige Kreditvergabe marode Wirtschaftsunternehmen am Leben erhalten. Durch die Anti-Inflations-Politik der Regierung sind sie nun selbst in Schwierigkeiten geraten.

Papst Johannes Paul II. ernennt den Weihbischof des Apostolischen Administrators in Erfurt-Meiningen, Joachim Meisner, als Nachfolger des verstorbenen Alfred Bengsch zum Bischof von Berlin.

Beim Anflug auf den Flughafen von Teneriffa zerschellt eine britische Chartermaschine mit 146 Menschen an Bord an einem Berg. Es gibt keine Überlebenden.

26.4.1980, Samstag

US-Außenminister Cyrus Vance tritt wegen der gescheiterten Geiselbefreiung zurück. Sein Nachfolger wird Edmund Muskie.

Auf dem US-amerikanischen Kernwaffentestgelände in Nevada wird eine britische Atombombe zur Explosion gebracht.

27.4.1980, Sonntag

Bei den Landtagswahlen im Saarland wird die vom Saarbrücker Oberbürgermeister Oskar Lafontaine geführte SPD erstmals stärkste Partei. Die Regierung stellt jedoch weiter eine Koalition aus CDU und FDP. Zum Ministerpräsidenten wird am 23. Mai erneut der CDU-Politiker Werner Zeyer gewählt, der allerdings im ersten Wahlgang überraschend eine Niederlage erleidet.

Kirchliche Kreise in El Salvador erklären, dass es seit Jahresbeginn in dem zentralamerikanischen Land 1200 politisch motivierte Morde gegeben habe.

28.4.1980, Montag

Auf dem Gipfeltreffen der Staaten der Europäischen Gemeinschaft in Luxemburg scheitern zum wiederholten Mal die Verhandlungen über den britischen Beitrag zum gemeinsamen Haushalt.

29.4.1980, Dienstag

Bundespräsident Karl Carstens besucht als erstes Staatsoberhaupt der Bundesrepublik Deutschland die Republik Irland (bis 1.5.).

In Lagos wird der erste Wirtschaftsgipfel der Organisation für Afrikanische Einheit (OAU) beendet. Die Teilnehmer konnten sich nur allgemein auf gemeinsame Zielsetzungen einigen.

Die britische Königin Elisabeth II. trifft zu ihrem ersten Staatsbesuch in der Schweiz ein (bis 2.5.).

Im Alter von 80 Jahren stirbt in Los Angeles der britische Filmregisseur und Produzent Alfred Hitchcock, einer der bedeutendsten Vertreter des Thriller-Genres. Berühmtheit erlangt er u.a. durch seine Filme “Bei Anruf – Mord” (1953), “Psycho” (1960) und “Die Vögel” (1963).

In Split verbessert die 34-Jährige Ruth Fuchs aus der DDR den von ihr gehaltenen Weltrekord im Speerwerfen um 44 cm auf 69,96 m.

30.4.1980, Mittwoch

In Amsterdam wird Kronprinzessin Beatrix als neue Königin der Niederlande vereidigt.

Angehörige der arabisch-sunnitischen Minderheit im Iran überfallen die iranische Botschaft in London und nehmen mehr als 20 Geiseln. Das Gebäude wird am 5. Mai von der britischen Armee gestürmt.

Die Bundesrepublik Deutschland und die DDR schließen eine Vereinbarung über Verbesserung der Verkehrsverbindungen nach Berlin (West).

An der Freien Universität Berlin (West) treten 57 Hochschullehrer in einen Prüfungsstreik. Sie protestieren damit gegen die “Bürokratisierung” der Staatsprüfung für angehende Lehrer.