Was geschah im April 1983

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1.4.1983, Freitag

Zur Verbesserung ihrer bilateralen Beziehungen vereinbaren die Sowjetunion und China im Rahmen ihrer Konsultationen zur Normalisierung ihrer Beziehungen einen Studentenaustausch. Die Gespräche waren im Herbst 1982 nach einer dreijährigen Pause wieder aufgenommen worden. Mit dem Aufflammen der sowjetisch-chinesischen Meinungsverschiedenheiten Anfang der 60er Jahre hatten beide Seiten ihre Studenten zurückgerufen.

Der rumänische Staats- und Parteichef Nicolae Ceausescu fordert die Angehörigen nationaler Minderheiten zum Verbleib im Land auf. Ausdrücklich warnt er vor der Illusion, anderswo ein besseres Leben führen zu können. In Rumänien leben etwa 1,7 Mio. Bürger magyarischer Herkunft und rund 300 000 deutscher Abstammung.

Bei einem schweren Erdbeben kommen in der südwestkolumbianischen Provinzhauptstadt Popayan mindestens 300 Personen ums Leben. 1500 Schwerverletzte werden mit Rettungshubschraubern in umliegende Krankenhäuser geflogen. Tausende von Menschen sind obdachlos.

Muhammad Husni Mubarak reist als erster ägyptischer Staatspräsident zu einem dreitägigen Staatsbesuch in die Volksrepublik China.

2.4.1983, Samstag

Die Sowjetunion weist den US-amerikanischen Zwischenlösungsvorschlag für die Genfer Abrüstungsverhandlungen als unannehmbar zurück.

3.4.1983, Sonntag

Papst Johannes Paul II., seit Oktober 1978 Oberhaupt der katholischen Kirche, wünscht vom Balkon der Petersbasilika in Rom aus “allen Menschen guten Willens” in 43 Sprachen ein gesegnetes Osterfest.

Die Schwiegertochter der indischen Ministerpräsidentin Indira Gandhi, Maneka Gandhi, gründet die Partei “Rashtriya Sanjay Manch”. Ihr Mann Sanjay war einer der mächtigsten Männer Indiens. Er kam 1980 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben.

4.4.1983, Montag

An den Ostermärschen für Frieden und Abrüstung beteiligen sich nach Angaben der Veranstalter über 700 000 Menschen.

Der sowjetische Außenminister Andrei A. Gromyko betont anlässlich einer Pressekonferenz die Unterstützung seines Landes für das Existenzrecht Israels. Trotz der Sympathien für die Araber habe die Sowjetunion sich nie für das “extremistische” Ziel ausgesprochen, Israel zu liquidieren. Allerdings untergrabe das Verhalten der israelischen Regierung die geschichtlichen und politischen Grundlagen der Gründung des Staates Israel.

Die Ausstellung in Düsseldorf, die seit dem 30. Januar das Gesamtwerk des französischen Malers Henri Matisse zeigte, schließt ihre Pforten.

Eine Bande bewaffneter Räuber erbeutet bei einem Überfall auf die Zentrale einer Geldtransport-Firma in London umgerechnet rund 25 Mio. DM.

5.4.1983, Dienstag

Die Tarifparteien im Metallbereich einigen sich in Nordrhein-Westfalen auf eine Lohnerhöhung von 3,2%.

Die französische Regierung weist 47 Sowjetbürger, darunter hohe Diplomaten, wegen des Verdachts militärischer Spionage aus.

In einer dramatischen Rettungsaktion gelingt es der US-Raumfahrtorganisation NASA, einen von der Raumfähre “Challenger” ausgesetzten und ins Taumeln geratenen Nachrichtensatelliten unter Kontrolle zu bringen. Die Stationierung des Satelliten war die wichtigste Aufgabe des fünftägigen Jungfernfluges der “Challenger”.

6.4.1983, Mittwoch

Die beiden Autohersteller British Leyland und Honda unterzeichnen einen Vertrag über die gemeinsame Entwicklung eines Mittelklassewagens.

In München eröffnet die internationale Baumaschinenfachmesse “bauma ’83”. Mit 1225 Ausstellern ist sie weltweit die größte Messe ihrer Art. Die Baumaschinenschau, die bis zum 14. April 170 000 Besucher anzieht, stößt auf großes Interesse im Ausland.

7.4.1983, Donnerstag

Die Außenminister der Warschauer-Pakt-Staaten beenden zweitägige Beratungen in Prag mit einem gemeinsamen Kommuniqué, in dem das Angebot eines Gewaltverzichtsabkommens bekräftigt wird.

Die Bundesrepublik Deutschland und Luxemburg reichen bei der EG-Kommission in Brüssel Pläne zur Neuordnung ihrer Stahlindustrie ein.

Die Bundesregierung in Bonn hinterlegt in Washington und London die Ratifizierungsurkunden für den Beitritt der Bundesrepublik zum Abkommen über das Verbot der Entwicklung, Herstellung und Lagerung bakteriologischer Waffen und Toxin-Waffen sowie über die Vernichtung solcher Waffen.

Das Zollfahndungsamt in Frankfurt am Main gibt bekannt, dass am 29. März auf dem Frankfurter Flughafen ein Inder mit 39,4 kg Heroin im Gepäck festgenommen worden ist. Es handelt sich um die größte bisher in der Bundesrepublik sichergestellte Menge Heroin.

8.4.1983, Freitag

Mit einem 9:5-Finalsieg über ZSKA Moskau gewinnen die Fechter des FC Tauberbischofsheim zum drittenmal hintereinander den Europapokal im Degenfechten.

Der Volkswagenkonzern gibt den Verkauf seines zweiten, niemals in Betrieb gegangenen US-Werks in Sterlin Heights an den Chrysler-Konzern bekannt. Der Verkauf wurde erforderlich, weil der VW-Konzern seit zwei Jahren infolge der Krise in der US-Automobilindustrie starke Absatzeinbußen hatte.

Die Nachrichtenagentur Deutscher Depeschen Dienst (ddp) nimmt ihre Arbeit in der Bundesrepublik vorläufig wieder auf, nachdem sie einen neuen Geldgeber gefunden hat. Am 19. April wird bekanntgegeben, dass die Agentur als Aktiengesellschaft weitergeführt wird.

9.4.1983, Samstag

Durch starke Regenfälle kommt es zu Überschwemmungen in Süd- und Westdeutschland. Besonders betroffen sind die Städte Trier, Köln und Bonn.

Der Jugendbuchpreis “Buxtehuder Bulle”, der mit 8000 DM dotiert ist, wird dem Buch “Der Junge, der seinen Geburtstag vergaß” von Rudolf Frank zugesprochen.

Der achtjährige Hengst Corbière gewinnt unter Jockei Ben de Haan auf der Rennbahn von Aintree bei Liverpool das 137. Grand-National-Hindernisrennen. Nur 10 der 41 gestarteten Pferde erreichen das Ziel. Eines findet bei einem Sturz den Tod.

10.4.1983, Sonntag

Während einer Vernehmung durch DDR-Beamte am Grenzübergang Berlin-Drewitz stirbt der 43-Jährige Transitreisende Rudolf Burkert an Herzversagen.

Der als gemäßigt geltende PLO-Vertreter Issam Sartawi, der als Beobachter am 16. Kongress der Sozialistischen Internationale teilnimmt, wird im Kongresshotel bei Albufeira in Portugal erschossen. Eine radikale Palästinenserorganisation in Damaskus bekennt sich zu dem Attentat. Der viertägige Kongress wird am Abend mit einem Appell zu verstärkten Abrüstungsbemühungen beendet.

11.4.1983, Montag

Der Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels wird der Literaturredaktion der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” zuerkannt.

12.4.1983, Dienstag

Der Rowohlt Verlag in Reinbek bei Hamburg wird an die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck (Stuttgart) verkauft.

Bei der 55. Preisverleihung der Filmkunstakademie in Hollywood erhält der Film “Gandhi” des britischen Regisseurs Richard Attenborough insgesamt acht Oscars.

Die Hannover-Messe wird eröffnet. Rund 6000 Firmen und Organisationen aus 47 Ländern präsentieren bis zum 20. April den neuesten Stand der technischen Entwicklung. Aus 116 Ländern kommen 650 000 Fachinteressenten. Die 27 Tagungen, Symposien und Kongresse werden von mehr als 4500 Fachleuten besucht.

Bei den Parlamentswahlen auf Grönland, das autonomes Territorium Dänemarks ist, verliert die linksgerichtete Siumut-Partei von Regierungschef Jonathan Motzfeldt ihre absolute Mehrheit. Siumut und die sozialdemokratische Atassut erringen je 12 der 26 Sitze.

13.4.1983, Mittwoch

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe verkündet eine einstweilige Verfügung gegen die für den 27. April geplante Volkszählung. Ein endgültiges Urteil soll im Herbst ergehen.

Das schleswig-holsteinische Kabinett unter Ministerpräsident Uwe Barschel (CDU) wird neu gebildet. Erstmals seit den 60er Jahren ist in der Regierung des nördlichsten Bundeslandes wieder eine Frau vertreten, die Sozialministerin Ursula Gräfin von Brockdorff.

14.4.1983, Donnerstag

Die Regierung der USA stimmt nach langem Tauziehen mit Präsident Ronald Reagan der Ernennung von Kenneth Adelman zum neuen Chef der US-Abrüstungsbehörde zu. Der konservative Adelman wird Nachfolger von Eugene Rostow, dessen Ansichten Reagan zu liberal waren.

Die Mannesmann-Demag AG (Duisburg) und die US-Firma Wean United Inc. (Pittsburgh) gründen eine gemeinsame Tochterfirma, die sich dem Bau von Stahlwerken widmet, die Mannesmann Demag Wean Co.

Der Athen-Preis der Alexander-Onassis-Stiftung, der mit 100 000 US-Dollar dotiert ist, wird dem polnischen Filmregisseur Andrzej Wajda überreicht.

Die Österreichische Bischofskonferenz veröffentlicht einen Friedensappell, der sich an West und Ost richtet.

15.4.1983, Freitag

Der Schweizer Nestlé-Konzern meldet einen Jahresgewinn von 1,098 Mrd. sfr (1,372 Mrd. DM) und erhöht die Dividende.

16.4.1983, Samstag

Jürgen Möllemann (FDP), Staatsminister im Auswärtigen Amt und Präsident der Deutsch-Arabischen Gesellschaft, reist nach Libyen, um sich über die Lage der festgehaltenen acht Bundesbürger zu informieren, die der Spionage beschuldigt werden. Es handelt sich um Mitarbeiter deutscher Firmen.

17.4.1983, Sonntag

Das für Wirtschaftsfragen zuständige SED-Politbüromitglied Günter Mittag besucht die Hannover-Messe. Mittag reist nach Bonn weiter und führt dort Gespräche mit Bundeswirtschaftsminister Otto Graf Lambsdorff sowie Vertretern der deutschen Wirtschaft. Am 18. April wird er von den Fraktionsvorsitzenden von CDU/CSU, SPD und FDP empfangen. Aus Protest gegen den bislang ungeklärten Tod eines Transitreisenden verweigert Bundeskanzler Helmut Kohl den Empfang Mittags.

18.4.1983, Montag

Aus den Parlamentswahlen in Thailand geht die Soziale Aktionspartei Kukrit Pramojs mit 94 Mandaten wieder als stärkste Partei hervor. Die bisherige Drei-Parteien-Koalition erringt 222 der 324 Sitze. Prom Tinsulanonda wird wieder zum Ministerpräsidenten ernannt.

Durch einen Sprengstoffanschlag wird die US-Botschaft in Beirut weitgehend zerstört. Eine extremistische Moslem-Gruppe bekennt sich zu dem Anschlag, der 66 Tote bzw. Vermisste fordert, darunter 17 US-Amerikaner.

Die 29. Westdeutschen Kurzfilmtage, die im Zeichen der Dritte-Welt-Problematik stehen, beginnen in Oberhausen. Zum Abschluss geht der erste Preis, der mit 5000 DM dotiert ist, zu gleichen Teilen an einen tschechischen und einen indischen Beitrag.

Die im März 1982 von Bundespräsident Karl Carstens eingesetzte Sachverständigenkommission übergibt ihr Gutachten zur Finanzierung der Parteien. Günstigere Steuerregelungen für Spenden und Mitgliedsbeiträge sowie höhere Zuwendungen des Staates sollen die finanzielle Lage der Parteien verbessern.

19.4.1983, Dienstag

In Madrid beginnt die letzte Verhandlungsrunde des seit 1980 dort tagenden zweiten Folgetreffens der Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE).

20.4.1983, Mittwoch

In Schanghai rollt der erste in der Volksrepublik China montierte VW, ein “Santana”, vom Band. Bis Ende 1983 sollen hier 600 Wagen dieses Typs aus in Deutschland gefertigten Teilen zusammengebaut werden.

Die französische Regierung verbietet alle Geldspielautomaten.

Wassili Smyslow, Ex-Schachweltmeister (1957/58) aus der UdSSR, gewinnt durch Losentscheid gegen den Deutschen Robert Hübner (Porz) und qualifiziert sich damit für das Halbfinale im Kandidatenturnier zur Schach-Weltmeisterschaft. Die Begegnung der beiden hatte nach 14 Partien (7:7) keine Entscheidung gebracht.

Der bundesdeutsche Arzt und Entwicklungshelfer Albrecht Pflaum wird mit zwölf weiteren Personen von Freischärlern ermordet, die aus Honduras nach Nicaragua eingedrungen waren.

21.4.1983, Donnerstag

Nach Beendigung der Restaurierungsarbeiten, die anlässlich des Luther-Jahres vorgenommen worden waren, wird die Wartburg wiedereröffnet.

Die polnische Militärregierung unter Wojciech Jaruzelski verbietet die Künstlergewerkschaft.

Die Sondermülldeponie Münchehagen im niedersächsischen Kreis Nienburg wird im Zusammenhang mit der Suche nach den im Herbst 1982 verschwundenen Seveso-Fässern geschlossen. Die gesuchten 41 Fässer mit hochgiftigem Dioxin-Schlamm beschäftigen seit Wochen deutsche und europäische Politiker. Die Suche in Münchehagen wird am 23. April ohne Ergebnis beendet.

22.4.1983, Freitag

Schriftsteller aus Ost und West treffen sich in Ost-Berlin zur “2. Berliner Begegnung” mit dem Thema Frieden und Abrüstung.

Eine umfangreiche Retrospektive mit Werken des französischen Malers Édouard Manet, der in seinem Spätwerk dem Impressionismus nahestand, beginnt im Grand Palais in Paris (bis zum 1. August).

23.4.1983, Samstag

Der Parteitag der nordrhein-westfälischen FDP in Leverkusen wählt den Staatsminister im Auswärtigen Amt, Jürgen Möllemann, als Nachfolger von Burkhard Hirsch zum neuen Vorsitzenden des stärksten FDP-Landesverbandes.

Nach fast viermonatiger Expedition kehrt das deutsche Forschungsschiff “Polarstern” von einer Reise in die Antarktis nach Bremerhaven zurück. Meteorologische Studien und die Erforschung der Lebens- und Ernährungsgewohnheiten von Robben und Pinguinen standen auf dem Programm.

In einem Qualifikationsspiel zur Fußball-Europameisterschaft besiegt die bundesdeutsche Elf in Izmir die Türkei klar mit 3:0.

24.4.1983, Sonntag

Bei den Parlamentswahlen in Österreich verliert die seit 13 Jahren allein regierende Sozialistische Partei (SPÖ) unter Bundeskanzler Bruno Kreisky ihre absolute Mehrheit.

Beim Sechsstundenrennen von Riverside (USA) verunglückt der Kölner Rennfahrer Rolf Stommelen tödlich.

25.4.1983, Montag

Der polnische Gewerkschaftsführer Lech Walesa kann seinen Arbeitsplatz als Elektriker auf der Danziger Lenin-Werft wieder einnehmen.

Die US-amerikanische Raumsonde “Pioneer 10” passiert die Umlaufbahn des Planeten Pluto und entfernt sich aus unserem Sonnensystem. Pioneer 10 war am 2. März 1972 gestartet worden.

In der nordfranzösischen Stadt Lille wird die erste vollautomatische und führerlose Untergrundbahn in Betrieb genommen.

Der deutsche Sozialdemokrat Karl Ahrens wird in Straßburg als Nachfolger des Spaniers José Maria de Areilza zum neuen Präsidenten des Europarates gewählt.

Aus den vorgezogenen Parlamentswahlen in Portugal geht die Sozialistische Partei des ehemaligen Ministerpräsidenten Mário Soares mit 99 von 250 Mandaten als stärkste Partei hervor.

Auf einer Pressekonferenz präsentiert das Hamburger Magazin “stern” angebliche Tagebuchhefte Adolf Hitlers. Um die Echtheit dieser Dokumente entzünden sich unter Fachleuten heftige Diskussionen.

26.4.1983, Dienstag

Der Berliner SPD-Landesvorsitzende Peter Ulrich wird als Nachfolger von Hans-Jochen Vogel zum Vorsitzenden der sozialdemokratischen Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus gewählt.

Während der Zollabfertigung am DDR-Grenzübergang Wartha-Herleshausen stirbt der 68-Jährige Heinz Moldenhauer überraschend an einem Herzschlag.

Acht Golfstaaten können sich nicht über gemeinsame Maßnahmen zur Bekämpfung des riesigen Ölteppichs im Persischen Golf einigen. Der Ölteppich ist durch das wochenlange Auslaufen von Öl aus iranischen Quellen entstanden, die im irakisch-iranischen Krieg bombardiert worden waren.

Die Bundesregierung beschließt die Fertigstellung und Inbetriebnahme des schnellen Brüters in Kalkar und des Hochtemperaturreaktors in Uentrop-Schmehausen.

27.4.1983, Mittwoch

Im Zweiten Deutschen Fernsehen läuft die US-Fernsehserie “Denver-Clan” an.

In der Vorrunde zur Fußball-Europameisterschaft spielt die Mannschaft der Bundesrepublik Deutschland gegen Österreich 0:0.

In Afghanistan feiert die afghanisch-sowjetische Regierung den fünften Jahrestag der kommunistischen Machtübernahme.

Die katholischen Bischöfe in der Bundesrepublik Deutschland veröffentlichen eine Erklärung mit dem Titel “Gerechtigkeit schafft Frieden”. Darin wird die Friedenssicherung als oberstes Gebot bezeichnet.

28.4.1983, Donnerstag

Wegen der gestörten Beziehungen zwischen den beiden deutschen Staaten nach dem Tod von zwei Transitreisenden sagt DDR-Staats- und Parteichef Erich Honecker den geplanten Besuch in der Bundesrepublik ab.

Die argentinische Regierung erklärt, dass die während der 70er Jahre verschwundenen mindestens 6000 Menschen als tot betrachtet werden müssen.

Bundespräsident Karl Carstens eröffnet in München die vierte Internationale Gartenbauausstellung in der Bundesrepublik. Die 225 Mio. DM teure Schau informiert bis zum 9. Oktober über modernen Gartenbau.

29.4.1983, Freitag

Die Schweizer Regierung ordnet die Schließung des Berner Büros der sowjetischen Nachrichtenagentur Nowosti wegen “fortgesetzter gravierender Einmischung in innerschweizerische Angelegenheiten” an.

Der italienische Ministerpräsident Amintore Fanfani tritt mit seiner Regierung zurück, nachdem die Sozialisten am 22. April die Regierungskoalition mit Christdemokraten, Liberalen und Sozialdemokraten aufgekündigt hatten.

Heinrich Böll wird nach langen Diskussionen die Ehrenbürgerwürde seiner Vaterstadt Köln verliehen.

30.4.1983, Samstag

Die türkische Militärregierung verbietet 242 Mitgliedern von früheren türkischen Parteien die politische Betätigung, darunter den ehemaligen Ministerpräsidenten Bülent Ecevit und Süleyman Demirel. Gleichzeitig werden Parlamentswahlen für den 6. November angekündigt.