Was geschah im August 1915

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Wetterstationen August 1915

1.8.1915, Sonntag

Der russische Zar Nikolaus II. richtet zum Jahrestag des Kriegsausbruchs einen Tagesbefehl an Heer und Flotte, in dem er zu weiteren Opfern und Anstrengungen aufruft.

Aus Anlass des ersten Jahrestages der deutschen Kriegserklärung an Russland wird in den deutschen Zeitungen eine Erfolgsbilanz veröffentlicht; 180 000 km² feindlichen Gebiets seien besetzt und 1,695 Mio. feindliche Soldaten gefangen.

Für Frontsoldaten auf Heimaturlaub werden im Deutschen Reich Sonderzüge eingesetzt. Die ersten Züge verkehren zwischen der Westfront und Frankfurt am Main.

27 Waren aus einer Liste von 136 Lebensmitteln sind gegenüber dem 1. August 1914 im Deutschen Reich um mindestens 100% teurer geworden.

In Petrograd (heute: Leningrad) wird die Duma, die russische Volksvertretung, eröffnet. Dabei bekräftigt Außenminister Sergei D. Sasonow, Russland werde keinen Sonderfrieden schließen, sondern bis zum endgültigen Sieg weiterkämpfen.

Die Anhänger von General Venustiano Carranza erobern die Stadt Mexiko zurück. Dabei gibt es in Straßenkämpfen 200 Tote und Verletzte.

2.8.1915, Montag

Ein Erlass des österreichischen Eisenbahnministeriums bestimmt, dass alle Angestellten der österreichischen Eisenbahnen die deutsche Sprache in Wort und Schrift beherrschen müssen. Deutsch ist zukünftig als alleinige Dienstsprache zugelassen.

3.8.1915, Dienstag

Der russische Oberbefehlshaber ordnet angesichts der drohenden Umfassung der russischen Stellungen an der Weichsel durch die vorrückenden Mittelmächte den Rückzug der dortigen Truppen an.

Die russische Regierung teilt der Reichsregierung mit, dass sie keine Verhandlungen über einen Sonderfrieden eingehen werde. Die deutsche Regierung hatte in geheimen Sondierungen die Aussichten für einen Separatfrieden erkunden lassen.

4.8.1915, Mittwoch

Die Festung Iwangorod in Polen wird von den Truppen der Mittelmächte erobert.

Anlässlich des Jahrestages des Kriegseintritts Frankreichs betont Präsident Raymond Poincaré in einer Botschaft an die Deputiertenkammer und den Senat die Entschlossenheit, bis zum Sieg zu kämpfen.

In einer Order an das Preußische Kriegsministerium dringt Kaiser Wilhelm II. auf eine einheitliche Handhabung der Pressezensur. Die Zensurbehörden müssten sich stärker als bisher den Absichten der zentralen Instanzen unterordnen.

Unter dem Vorsitz des Berliner Oberbürgermeisters Adolf Wermuth und des Generalfeldmarschalls August von Mackensen wird eine sog. Reichsdeutsche Waffenbrüderliche Vereinigung gegründet. Deren Ziel ist die Festigung des Bündnisses zwischen Österreich-Ungarn und dem Deutschen Reich.

Als Zeichen ihres Protestes gegen die Verletzung der Neutralität ihres Landes durch die deutsche Besetzung vor einem Jahr tragen Brüsseler Bürger an diesem Tag ein Stück zerrissenes Papier als Abzeichen.

5.8.1915, Donnerstag

Das preußische Handelsministerium appelliert an den Handel, auf unnötig hohe Zwischengewinne zu verzichten und dadurch weiteren Preissteigerungen entgegenzuwirken.

In einem u.a. vom Münchener Oberbürgermeister und Polizeipräsidenten unterzeichneten Aufruf wird zum sparsamen Verbrauch von Nahrungsmitteln aufgefordert. Die Unterzeichner verpflichten sich, an zwei Tagen in der Woche auf Fleisch zu verzichten.

Zur Beseitigung der akuten Bierknappheit beschließt der Bundesrat, den Brauereien zu erlauben, Teile ihres Malzkontingents für das letzte Vierteljahr bereits im laufenden Quartal zu verwenden.

Die Alliierten informieren den griechischen Ministerpräsidenten Demetrios Gunaris über ihre Absicht, Bulgarien Teile Makedoniens sowie Kawala anzubieten. Griechenland solle dafür mit Gebietserwerbungen in Kleinasien entschädigt werden. Die griechische Regierung lehnt das Vorhaben ab.

Die polnische Hauptstadt Warschau wird von der neunten deutschen Armee besetzt.

6.8.1915, Freitag

Britische und französische Truppen beginnen einen neuen Landungsversuch auf der Halbinsel Gallipoli an den Dardanellen. Der Angriff der Alliierten bleibt jedoch schon nach wenigen Tagen stecken.

Nach Angaben des britischen Munitionsministers David Lloyd George sind in Großbritannien bisher 345 Betriebe unter die Kontrolle des neugegründeten Munitionsministeriums gestellt worden.

Die Ende Juli auf Haiti gelandeten US-amerikanischen Marineeinheiten besetzen das Fort der Stadt Port-au-Prince.

7.8.1915, Samstag

Bernardino Machado Guimaraes wird als Nachfolger des seit dem 29. Mai amtierenden Teófilo Braga zum neuen Staatspräsidenten in Portugal gewählt. Der Präsidentenwechsel erfolgt, da die reguläre Amtszeit des zurückgetretenen Vorgängers Bragas abgelaufen ist.

Die Zahl der männlichen Studenten an den deutschen Universitäten ist gegenüber dem Winterhalbjahr von 18 900 auf 12 500 zurückgegangen. Insgesamt sind 80% aller eingeschriebenen Studenten, etwa 42 000 Mann, zum Kriegsdienst eingezogen.

Der Kriegsausschuss für pflanzliche und tierische Öle und Fette empfiehlt den Gastwirten die Anschaffung eines Fettabscheidesystems zur Gewinnung des im Spülwasser enthaltenen Fetts, das z. B. in der Seifenindustrie wiederverwendet werden könne.

8.8.1915, Sonntag

Der Ausschuss für chemische Studien im französischen Kriegsministerium veröffentlicht Verhaltensregeln bei Luftangriffen. Hausbewohner sollten ins mittlere Stockwerk flüchten, da sich im Keller Giftgas sammeln könnte, während die oberen Etagen durch einschlagende Geschosse gefährdet seien.

Die albanische Stadt Durazzo (heute: Durrës) wird von italienischen Truppen besetzt.

9.8.1915, Montag

Fünf deutsche Marineluftschiffe greifen in der Nacht die britische Ostküste an und bombardieren u.a. Kriegsschiffe auf der Themse, die Docks von London und den Torpedostützpunkt in Harwich.

Die deutsche Botschaft in Konstantinopel (heute: Istanbul) dringt in einem Memorandum an die osmanische Regierung auf eine Beendigung der Deportationen und Massaker an der armenischen Bevölkerung.

10.8.1915, Dienstag

In Frankreich wird die Einführung von Kriegsbrot beschlossen. Das Brot besteht zu 74% aus Weizenmehl sowie einer Mischung aus Ersatzstoffen (u.a. Roggen und Kleie).

Zu Beginn des neuen Schuljahres sind etwa 35% aller Lehrer zum Kriegsdienst eingezogen. Der dadurch bedingte Unterrichtsausfall darf einem Ministerial-Erlass zufolge wöchentlich bis zu zwölf Stunden pro Klasse betragen.

Der Ausbruch einer Cholera-Epidemie in Petrograd (heute: Leningrad) wird bekanntgegeben.

Auf mehreren Wochenmärkten in Thüringen kommt es wegen der Preissteigerungen für Lebensmittel zu Handgreiflichkeiten zwischen Verkäufern und Kunden.

11.8.1915, Mittwoch

Der russische Ministerrat beschließt, jedes noch so günstige Sonderfriedensangebot der Mittelmächte abzulehnen. Damit scheitern diesbezügliche Bemühungen des Deutschen Reiches.

In Österreich-Ungarn tritt eine Verordnung über die Versorgung der Bevölkerung mit unentbehrlichen Bedarfsartikeln in Kraft, die den Behörden erweiterte Befugnisse zur Enteignung von Lebensmittelvorräten gibt.

12.8.1915, Donnerstag

Philippe Sudre Dartiguenave wird als Nachfolger des am 26. Juli ermordeten Jean Velbrun-Guillaume zum neuen Staatspräsidenten von Haiti gewählt.

Zwischen Russland und den Mittelmächten beginnt der Austausch von invaliden Kriegsgefangenen.

Die Reichsregierung lässt durch die “Norddeutsche Allgemeine Zeitung” Berichte dementieren, sie habe versucht, Friedensverhandlungen mit Russland aufzunehmen.

13.8.1915, Freitag

Die Zahl der belgischen Flüchtlinge in den Niederlanden ist seit Jahresbeginn von 500 000 auf 92 000 zurückgegangen.

14.8.1915, Samstag

Der britische Truppentransportdampfer “Royal Edward” mit 1700 Mann an Bord wird in der Ägäis von einem deutschen U-Boot versenkt.

Das norwegische Parlament beschließt eine Begrenzung der Arbeitszeit auf maximal zehn Stunden pro Tag und 54 Stunden in der Woche.

In Rumänien wird das geltende Ausfuhrverbot für Getreide und Futtermittel von der Regierung aufgehoben.

Auf Beschluss des russischen Ministerrates werden an einigen Fakultäten verschiedener Universitäten Frauen als ordentliche Hörer zugelassen.

15.8.1915, Sonntag

Der Zentralvorstand der nationalliberalen Partei des Deutschen Reichs betont in einer Erklärung, dass eine “Erweiterung unserer Grenzen in Ost und West und Übersee” Ziel des Krieges sein müsse.

In Großbritannien sind für die Registrierung aller arbeitsfähigen Personen bislang 25 Mio. Formulare verteilt worden.

Das niederländische Komitee gegen den Krieg bittet das Außenministerium des Landes um Unterstützung für seinen Plan, eine ständig tagende Friedenskonferenz aus Vertretern aller neutraler Staaten einzurichten.

Der Verband Deutscher Diplom-Ingenieure fordert seine Mitglieder dazu auf, sich stärker mit der Konstruktion und der Herstellung von künstlichen Gliedern für Kriegsinvalide zu beschäftigen.

16.8.1915, Montag

Der Parteiausschuss und die Reichstagsfraktion der Sozialdemokraten verabschieden Leitsätze zur Friedensfrage, in denen u.a. die “Annexion volksfremder Gebiete” abgelehnt wird.

In Österreich-Ungarn wird anstelle der bisherigen hechtgrauen Felduniform die feldgraue Uniform eingeführt.

17.8.1915, Dienstag

Die Reichstagsfraktion der Fortschrittlichen Volkspartei hält die Aufstellung eines detaillierten Kriegszielprogramms derzeit nicht für sinnvoll. Sie betont jedoch, dass Gebietserweiterungen für das Deutsche Reich notwendig seien.

Die Gesamtzahl der von den Mittelmächten gemachten Kriegsgefangenen übersteigt die 2-Mio.-Grenze.

Deutsche Marineluftschiffe greifen London an und bombardieren das Geschäftszentrum und Hafenanlagen in der City.

Der griechische Ministerpräsident Demitrios Gunaris tritt zurück, da bei der Eröffnung der Deputiertenkammer ein Anhänger des früheren Regierungschefs Eleftherios Weniselos zum Parlamentspräsidenten gewählt wird.

18.8.1915, Mittwoch

Bei ihrer Offensive in Polen erobern Truppen der Mittelmächte die Festung Kowno.

In Großbritannien sind bisher 535 Fabriken der Kontrolle des Munitionsministeriums unterstellt.

Der im Mai gewählte José Pardo y Barreda tritt sein Amt als neuer Staatspräsident von Peru an.

Die sog. Kaiser-Wilhelm-Spende deutscher Frauen wird von den Organisatorinnen Kaiserin Auguste Viktoria überreicht. Die Sammlung hat 4 Mio. Mark für wohltätige Zwecke erbracht.

Der 85. Geburtstag von Kaiser Franz Joseph wird in Österreich-Ungarn wegen des Krieges ohne die üblichen Feierlichkeiten begangen.

Bei einem Wirbelsturm in Texas kommen in Dallas 100 Menschen ums Leben.

19.8.1915, Donnerstag

Der britische Passagierdampfer “Arabic” wird auf der Fahrt nach Nordamerika von einem deutschen U-Boot versenkt. Unter den insgesamt 59 Todesopfern befinden sich auch drei US-Amerikaner.

Die Reichsgetreidestelle erhöht die tägliche Mehlration pro Kopf der Bevölkerung im Deutschen Reich auf 225 g.

Der serbische Ministerpräsident Nikola Pašic empfiehlt der Skupschtina, dem serbischen Parlament, die Annahme des Vorschlags der Alliierten, der u.a. Gebietsabtretungen an Bulgarien vorsieht.

Frankreich und Österreich-Ungarn vereinbaren den Austausch der internierten oder gefangenen Frauen, Kinder und nicht wehrfähigen Männer.

Das deutsche Unterseeboot “U-27” wird von dem britischen Hilfskreuzer “Baralong” versenkt. Berichte über die angebliche Ermordung der U-Boot-Besatzung lösen in der deutschen Öffentlichkeit große Empörung aus.

Reichskanzler Theobald von Bethmann Hollweg hält vor dem Reichstag eine Rede über die Kriegsziele, die wegen ihrer Entschlossenheit und Schärfe große Begeisterung bei den bürgerlichen Parteien auslöst.

20.8.1915, Freitag

Der Reichstag verabschiedet einen neuen Kriegskredit in Höhe von 10 Mrd. Mark.

Unter dem Eindruck der Erfolge an der Ostfront und der kämpferischen Rede von Reichskanzler Theobald von Bethmann Hollweg vom Vortag kommt es am Abend vor dem Kanzlerpalais in Berlin zu einer deutsch-national gefärbten Kundgebung.

An der Ostfront wird mit Nowo-Georgiewsk eine weitere bedeutende Festung von den Truppen der Mittelmächte erobert.

Die italienische Regierung erklärt dem Osmanischen Reich den Krieg.

Der australische Premierminister Andrew Fisher wird zum Oberkommissar in London ernannt. Neuer Regierungschef wird William Morrus Hughes.

Das norwegische Parlament beschließt die Einführung einer Sondersteuer auf Kriegsgewinne für das Haushaltsjahr 1915/16.

21.8.1915, Samstag

Im Rigaer Meerbusen kommt es zu einem Seegefecht zwischen deutschen und russischen Schiffen.

Die SPD-Reichstagsfraktion erteilt ihrem Mitglied Karl Liebknecht eine Rüge, weil dieser ohne Zustimmung der Fraktion eine Anfrage an die Regierung gerichtet habe. In seiner Anfrage verlangte Liebknecht Auskunft darüber, ob die Regierung zur Aufnahme von Friedensverhandlungen bereit sei.

Die französische und die britische Regierung beschließen, Baumwolle auf die Liste der absoluten Konterbande zu setzen. Für feindliche Staaten bestimmte absolute Konterbande kann jederzeit beschlagnahmt werden.

22.8.1915, Sonntag

Die bürgerlichen Parteien in der Duma, der russischen Volksvertretung, schließen sich zu einem sog. Progressiven Block zusammen.

Der in Berlin tagende Reichsverband der deutschen Presse kritisiert die Ausübung der Pressezensur durch die Militärbehörden und beklagt besonders die Uneinheitlichkeit in deren Entscheidungen.

23.8.1915, Montag

Der im März als Regierungschef abgelöste Eleftherios Weniselos übernimmt als Nachfolger von Dimitrios Gunaris erneut das Amt des griechischen Ministerpräsidenten.

Die US-amerikanische Regierung stellt der Regierung von Haiti ein Ultimatum, in dem sie verlangt, die Verwaltung und Finanzen Haitis für die Dauer von zehn Jahren der Kontrolle der USA zu unterstellen. US-amerikanische Truppen halten seit Anfang August die bedeutendsten Plätze der Insel besetzt.

24.8.1915, Dienstag

Für die Verwaltung der von deutschen Truppen besetzten Gebiete in Polen wird ein Generalgouvernement Warschau unter der Leitung von General Hans von Beseler gegründet.

Dänemark handelt mit dem Deutschen Reich einen Kompensationsvertrag für den Warenverkehr aus. Dänische Lieferungen (vor allem Speck und Eier) werden von den Deutschen u.a. mit Kohle, Maschinen und Farbstoffen bezahlt.

Vor dem Reichstag weist Vizekanzler und Innenminister Clemens Delbrück Vorwürfe gegen die Kriegsgetreidegesellschaft zurück. Verschiedene Abgeordnete hatten behauptet, zahlreiche Angestellte der Gesellschaft nutzten ihren Posten, um sich vor dem Kriegsdienst zu drücken.

25.8.1915, Mittwoch

Brest-Litowsk wird von deutschen und österreichisch-ungarischen Truppen der Heeresgruppe von Generalfeldmarschall August von Mackensen besetzt.

Das deutsche Generalgouvernement in Belgien erlässt eine Verordnung, nach der sich strafbar macht, wer ohne hinreichenden Grund die Übernahme einer Arbeit ablehnt, die im öffentlichen Interesse liegt und von den deutschen Behörden angeordnet wird.

Die serbische Regierung erklärt sich in einer Note an die Alliierten zu Gebietsabtretungen an Bulgarien bereit, wenn dieses in den Krieg gegen das Osmanische Reich eintrete.

26.8.1915, Donnerstag

Das Oberkommando in den Marken beklagt, dass Gefangenen wiederholt Geschenke zugesteckt wurden und erinnert daran, dass es strafbar sei, Kriegsgefangenen Alkohol, Streichhölzer, Feuerzeuge, Geld oder Kleidungsstücke zu geben.

Der Bundesrat beschließt, Fünf-Pfennig-Stücke aus Eisen prägen zu lassen.

27.8.1915, Freitag

Der Reichstag verabschiedet eine Novelle zum Reichsvereinsgesetz, die u.a. bestimmt, dass die Gewerkschaften nicht länger als politische Organisationen gelten.

Ein Antrag der sozialdemokratischen Fraktion, die Pressezensur aufzuheben und den Belagerungszustand zu beenden, wird im Reichstag abgelehnt. In der Debatte kritisiert die SPD das Vorgehen der Zensurbehörden gegen ihre Parteizeitungen.

Die Mode der weiten Röcke wird in einer Erklärung des halbamtlichen “Wolffschen Telegraphen-Büros” wegen des damit verbundenen größeren Stoffverbrauchs kritisiert.

28.8.1915, Samstag

In Großbritannien wird ein antideutscher Bund gegründet, der u.a. Deutschen die Einwanderung gesetzlich erschweren sowie dauerhafte wirtschaftliche Sanktionen durchsetzen will.

29.8.1915, Sonntag

Die japanische Regierung beschließt verstärkte Anstrengungen, um die Munitionsproduktion für die Alliierten, bes. für Russland, zu erhöhen.

30.8.1915, Montag

Der russische Zar Nikolaus II. genehmigt die Einrichtung von vier mit Sondervollmachten ausgestatteten Sonderausschüssen für Verteidigung, Brennstoffversorgung, Ernährung und Transport.

In den deutschen Bahnhöfen werden Aushänge angeschlagen, die Soldaten vor feindlichen Spionen warnen; niemand solle während einer Zugreise militärische Geheimnisse preisgeben.

31.8.1915, Dienstag

Das preußische Kriegsministerium gibt Richtlinien über die Behandlung des radikalen Flügels der SPD heraus, in denen davor gewarnt wird, durch zu hartes Vorgehen gegen einzelne Personen Märtyrer zu schaffen.

Im August sind an der Ostfront von den Mittelmächten etwa 270 000 Gefangene gemacht worden.

Chroniknet