Was geschah im August 1926

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Wetterstationen August 1926

1.8.1926, Sonntag

In Barcelona scheitert ein Attentatsversuch des Anarchisten Domingo Masacho Torrente auf den spanischen Ministerpräsidenten Miguel Primo de Rivera.

In Assisi (Italien) beginnen die Feierlichkeiten zum 700. Todestag von Franz von Assisi (3.10.1226).

Ein neues Gesetz in der Sowjetunion legt fest, dass die Landwirte ihre Steuern in Geld und nicht mehr in Naturalien entrichten müssen.

34 Goldmünzen aus dem 2. bis 4. Jahrhundert v. Chr. sind aus dem Victoria-and-Albert-Museum in London gestohlen worden. Sie gehören zu den kostbarsten Münzen der Welt und haben einen Wert von etwa zehn Millionen Goldmark. Wenige Tage später werden 20 der Münzen wieder aufgefunden.

In Berlin findet die Uraufführung der Operette “Yvonne” von Hugo Hirsch statt. Im Mittelpunkt der Handlung steht ein Graf, der, um seinen Gläubigern zu entgehen, zum Schein eine arme junge Frau heiratet und sich dann in sie verliebt.

Victor Linart (Belgien) gewinnt in Turin die Rad-Weltmeisterschaften der Steher. Linart siegt zum dritten Mal bei Weltmeisterschaften.

Die Außenminister von Polen, Lettland, Estland und Finnland sagen eine für August geplante Konferenz ab. Die Absage dient vermutlich dazu, den sowjetischen Verdacht abzuwehren, die Staaten planten einen Zusammenschluss unter polnischer Führung.

2.8.1926, Montag

Der italienische Ministerrat verfügt Einschränkungen im Verbrauch von Lebensmitteln. Ein Einheitsbrot wird eingeführt, das zu 80 bis 85% aus reinem Weizenmehl besteht. Der Verkauf von Süßigkeiten, die aus Weizenmehl hergestellt sind, wird verboten.

Das Deutsche Friedenskartell fordert die Reichsregierung auf, das Kleinkaliberschießen zu verbieten, die Kleinkaliber-Schützenvereine aufzulösen und die Organisationen, die mit Kleinkaliber-Gewehren ausgerüstet sind, zu entwaffnen.

Der Sejm, die zweite Kammer des polnischen Parlaments, beschließt eine Verfassungsänderung der Republik Polen, die Stellung des Staatsoberhauptes wesentlich stärkt.

3.8.1926, Dienstag

Die Berliner Verkehrspolizei hat beschlossen, ihre Beamten nach und nach in der Verkehrsregelung auszubilden.

Der französische Tennisstar Suzanne Lenglen wechselt ins Profilager. Für 100 000 Dollar wird Lenglen im September eine viermonatige Tennisreise durch die USA unternehmen.

4.8.1926, Mittwoch

Der Landtag von Braunschweig beschließt, den Bau des Mittellandkanals fortzusetzen, und regelt die Kostenübernahme. Der Kanal ist vor dem Weltkrieg nur bis Peine gebaut worden.

Auf dem Deutschen Studententag in Bonn loben die Redner das Verhalten der Studenten der Technischen Hochschule Hannover gegenüber dem Philosophieprofessor Theodor Lessing und weisen die Berichte über tätliche Angriffe auf den Professor als Übertreibungen zurück.

5.8.1926, Donnerstag

Der britische Bergarbeiterverband hat an die Bergarbeiterorganisationen aller Länder appelliert, die seit Mai streikenden Bergarbeiter wenigstens noch für vier weitere Wochen finanziell zu unterstützen.

Das Deutsche Reich und Frankreich schließen ein vorläufiges Wirtschaftsabkommen und eine Vereinbarung über einen Warenaustausch zwischen dem Reich und dem Saargebiet.

6.8.1926, Freitag

Die polnische Regierung erweitert die Funktionen des Generalinspekteurs der Armee; dieses Amt übt zur Zeit Marschall Jósef Klemens Pilsudski aus, der im Mai die Regierung gestürzt hat. Der Generalinspekteur erhält das Oberkommando in Krieg und Frieden und entscheidet über alle wichtigen Personalfragen.

7.8.1926, Samstag

Die rechtsgerichteten Wehrverbände Stahlhelm, Wehrwolf, Wiking, Reichsflagge und Jungdo haben sich angesichts der bevorstehenden Landtagswahlen in Sachsen zusammengeschlossen und fordern die rechtsgerichteten bürgerlichen Parteien auf, ihrem Bündnis beizutreten. Hinter der Aktion steht der ehemalige Marineoffizier und Führer eines Freikorps, Hermann Ehrhardt. Die Parteien lehnen ein solches Bündnis jedoch ab.

Die US-Amerikanerin Gertrud Ederle durchschwimmt als erste Frau den Ärmelkanal. Sie braucht 14:32 Stunden und stellt damit einen Weltrekord auf.

8.8.1926, Sonntag

Die deutsche Reichsregierung hat die Regierungen von Frankreich, Großbritannien, Italien, Belgien und den USA aufgefordert, die Stärke der alliierten Truppen im Rheinland von 85 000 auf 50 000 herabzusetzen.

Der Berliner Magistrat beschließt den “Totentanz” in der Marienkirche, eins der bedeutendsten mittelalterlichen Kunstwerke der Stadt, restaurieren zu lassen.

9.8.1926, Montag

Der ehemalige französische Ministerpräsident Georges Clemenceau tritt in einem offenen Brief an den Präsidenten der USA, Calvin Coolidge, dafür ein, dass die Vereinigten Staaten Frankreich die Kriegsschulden erlassen sollten.

In Pretoria ist ein Flaggenkomitee gegründet worden, das dafür eintritt, den britischen Union Jack, die Fahne der ehemaligen Kolonialmacht, in die zukünftige Nationalflagge der Südafrikanischen Union einzubeziehen. Das Komitee steht im Gegensatz zu dem Plan der Regierung, den Union Jack als Symbol der militärischen Unterwerfung auszuschalten.

Der deutsche Reichspräsident Paul von Hindenburg spricht sich gegenüber Reichskanzler Wilhelm Marx erneut dafür aus, vor einem zweiten Aufnahmegesuch an den Völkerbund die Herabsetzung der Truppenstärke der alliierten Besatzungsmächte im Rheinland sicherzustellen.

10.8.1926, Dienstag

Die britischen Bergarbeiter lehnen in einer Urabstimmung den Vermittlungsvorschlag der Bischöfe im Arbeitskonflikt ab. Der Vorschlag hat die sofortige Wiederaufnahme der Arbeit zu den Bedingungen vor Ausbruch des Streiks vorgesehen.

Italien und Spanien schließen einen Freundschaftsvertrag, beide Staaten sichern sich Neutralität im Falle eines Angriffs zu.

Der ehemalige Deutsche Kaiser Wilhelm II. hat in Kapstadt einen Prozess verloren, in dem er auf die Rückgabe seiner Farmen in Südafrika klagte, die aufgrund des Versailler Vertrags konfisziert worden waren.

Bei einer nächtlichen Schießübung deutscher Torpedoboote in der Ostsee wird der dänische Segler “Sigrid” von einem Torpedo getroffen und sinkt. Die Mannschaft des Seglers rettet sich auf das Torpedoboot.

11.8.1926, Mittwoch

In der Festrede zum Jahrestag der Verabschiedung der Weimarer Verfassung im Deutschen Reichstag bekennt sich Innenminister Wilhelm Külz zur republikanischen Staatsform.

Im Anschluss an die Feier zum Jahrestag der Verabschiedung der Weimarer Verfassung in der Frankfurter Paulskirche wird ein Ehrenmal für den ersten deutschen Reichspräsidenten, Friedrich Ebert, enthüllt.

12.8.1926, Donnerstag

Im Hamburger Stadtpark wird das Heinrich-Heine-Denkmal von dem Bildhauer Hugo Lederer enthüllt. Die Rede zu diesem Anlass hält der Kritiker Alfred Kerr.

Die Gobelinsammlung der Könige von Spanien, eine der schönsten und kostbarsten der Welt, soll der Öffentlichkeit in einem Museum im Schloss von Aranjuez, südlich von Madrid, zugänglich gemacht werden.

In einer Munitionsfabrik auf der Donauinsel Csepel bei Budapest ereignet sich ein schweres Explosionsunglück. Das Feuer zerstört einen großen Teil der Fabrikanlagen.

Das Deutsche Reichskabinett beschließt, sich erneut um den Eintritt des Reiches in den Völkerbund zu bemühen. Es lehnt ein Junktim zwischen Völkerbund-Beitritt und vorhergehender Rheinlandräumung ab.

13.8.1926, Freitag

Französische Truppen haben erneut einen Aufstand in Damaskus und Umgebung niedergeschlagen.

Ein Zugunglück in der Nähe von Langenbach (Bayern) fordert zwölf Todesopfer.

Die beiden Verlage Paul und Bruno Cassirer werden nach 25 Jahren wieder vereinigt.

Anlässlich des 50. Jahrestages der Eröffnung der Bayreuther Festspiele lässt die Stadt Bayreuth Kränze an den Gräbern von Richard Wagner, Franz Liszt und Hans Richter niederlegen. Eine offizielle Feier im Festspielhaus findet nicht statt.

14.8.1926, Samstag

Das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, ein an der Sozialdemokratie orientierter politischer Kampfverband, feiert in Nürnberg den Jahrestag der Verabschiedung der Weimarer Verfassung.

In Frankfurt am Main wird die erste Deutsche Photographie-Ausstellung nach dem Ende des Weltkriegs eröffnet.

15.8.1926, Sonntag

Die ersten Berliner Selbstwähltelefone werden in Betrieb genommen; Teilnehmer in Lichterfelde und Wannsee benötigen nicht mehr die Vermittlung durch ein Amt.

Die Alte Mainbrücke, die Frankfurt mit Sachsenhausen verbindet, wird nach zwölfjähriger Umbauzeit dem Verkehr übergeben. Die Frankfurter feiern das Ereignis mit einem Volksfest.

16.8.1926, Montag

Der spanische Ministerpräsident, Miguel Primo de Rivera, stellt die Forderung auf, dass die marokkanische Hafenstadt Tanger in die spanische Marokkozone einbezogen werden soll. Tanger untersteht seit 1923 einer internationalen Kontrolle.

Der sowjetische Politiker Lew Kamenew ist als Volkskommissar für Innen- und Außenhandel abgesetzt worden. Kamenew gehört der Opposition gegen Josef Stalin an.

Die amerikanischen Behörden nehmen an der kalifornisch-mexikanischen Grenze zwei mexikanische Offiziere und 150 bewaffnete Leute fest, die in Mexiko einen Putschversuch unternehmen wollten. Sie sind Anhänger des ehemaligen mexikanischen Präsidenten Adolfo de la Huerta.

17.8.1926, Dienstag

Das Deutsche Reich und Polen unterzeichnen in Oppeln ein Abkommen, das die Grenzstrecke der Oder regelt.

Die Prager Polizeidirektion hat die Bildung von Organisationen verboten, die nach militärischem Vorbild aufgebaut sind, d. h. von faschistischen Organisationen. Das Auftreten derartiger Verbände hat in letzter Zeit zur Störung von Ruhe und Ordnung geführt.

Griechenland und das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen (heute Jugoslawien) schließen in Athen einen Friedens- und Freundschaftsvertrag sowie ein Verkehrsabkommen. Die Belgrader Regierung überträgt Griechenland ihre Rechte an den Orientbahnen. Das jugoslawische Freigebiet in Saloniki wird vergrößert.

18.8.1926, Mittwoch

Abd Al Asis Ibn Saud, König des Nadschd und Hedschas (heute Saudi-Arabien), und Jahia Muhammad, Imam des Jemen, schließen in Mekka einen Freundschaftsvertrag. Er bedeutet einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zu einem großarabischen Reich.

Zwischen Meinersen und Leiferde entgleist ein D-Zug Berlin- Hannover. Das Unglück fordert 21 Todesopfer und ist durch einen Anschlag verursacht worden.

In Bonn wird ein Institut für geistig und seelisch behinderte Kinder eröffnet. Die Leitung übernimmt der Professor für Psychiatrie und Neurologie, Otto Löwenstein.

Im Berliner Admiralspalast findet die Uraufführung der witzig-schwungvollen Revue “An und aus” von Hermann Haller statt. Die Musik komponierte u.a. Walter Kollo, das Bühnenbild stammt von dem Maler Ludwig Kainer.

19.8.1926, Donnerstag

Ruth Fischer, Arkadij Maslow und Karl Tiedt werden vom Zentralkomitee der KPD aus der Partei ausgeschlossen. Ihnen wird der Versuch der Spaltung der Partei vorgeworfen. Ruth Fischer und Arkadij Maslow haben bereits 1925 ihre Positionen im Vorstand der KPD wegen ultralinker Auffassungen verloren.

Der deutsche Außenminister Gustav Stresemann hält vor der Heidelberger Goethegesellschaft einen Vortrag über “Goethe und die Freiheitskriege”.

Der umgebaute Ufa-Palast am Zoo in Berlin wird mit der Uraufführung des Films “Wie einst im Mai” von Willi Wolff eröffnet. Der Film zeigt die verwickelten Liebesgeschichten zwischen den Angehörigen zweier Familien von 1849 bis 1926.

20.8.1926, Freitag

In den Bezirken Nottinghamshire und Derbyshire ist der Arbeitskampf im britischen Bergbau beigelegt. Die Arbeiter haben ein Abkommen mit den Arbeitgebern abgeschlossen, das die alten Lohnsätze bei einer siebeneinhalbstündigen Arbeitszeit vorsieht.

Im Rahmen der Salzburger Festspiele (7.8.- 29.8.) findet die erste Vorstellung in der Felsenreitschule statt: Max Reinhardt inszeniert die Komödie “Der Diener zweier Herren” von dem italienischen Dichter Carlo Goldoni.

Der französische Ministerrat billigt die vom Kabinett beschlossenen Maßnahmen gegen die Teuerung, sie sehen u.a. vor, dass in den Restaurants nur noch zwei Gänge angeboten werden und der Verbrauch von frisch gebackenem Brot eingeschränkt wird.

21.8.1926, Samstag

Die Gespräche zwischen dem Deutschen Reich und Belgien über eine Rückgabe von Eupen-Malmedy an das Deutsche Reich sind vorläufig gescheitert. Das belgisch-deutsche Grenzgebiet ist 1920 nach den Bestimmungen des Versailler Vertrags an Belgien gefallen.

Die französische Regierung hat dem Ersuchen einer niederländischen Reisegesellschaft entsprochen, die Besatzung vom Schloss Oranienstein bei Diez an der Lahn zurückzuziehen. Oranienstein gehörte einst den dem niederländischen Herrscherhaus verwandten Fürsten von Nassau-Diez und ist im Zug der Rheinlandbesetzung mit Truppen besetzt worden.

In Breslau beginnt der 65. Deutsche Katholikentag (bis 24.8.). Die Redner sprechen sich dafür aus, in Gebieten, in denen die Bevölkerung es wünscht, konfessionelle Schulen einzurichten.

22.8.1926, Sonntag

General Georgios Kondylis stürzt durch einen unblutigen Putsch den griechischen Diktator Theodoros Pangalos.

Bei Johannesburg in Südafrika sind riesige Diamantenfelder entdeckt worden. Mehr als 50 000 Menschen strömen zu den neuen Funden.

In den USA wird der Film “Battling Butler” (“Der Killer von Alabama”/”Der Boxer”) von und mit Buster Keaton uraufgeführt.

23.8.1926, Montag

Die US-amerikanische Regierung will zwölf Millionen Dollar für den Kauf neuer Marineflugzeuge ausgeben, die Luftrüstung soll um 282 Flugzeuge vermehrt werden.

Der italo-amerikanische Schauspieler Rudolph Valentino stirbt im Alter von 31 Jahren.

In Königsberg in Ostpreußen wird die 13. Deutsche Ostmesse eröffnet, sie ist mit einer Landwirtschaftsschau verbunden.

24.8.1926, Dienstag

Als erstes südamerikanisches Land hat Uruguay die Sowjetunion diplomatisch anerkannt.

Max Schmeling wird in Berlin Deutscher Halbschwergewichtsmeister im Boxen. Durch K. o. in der ersten Runde besiegt er Max Dieckmann.

25.8.1926, Mittwoch

Alle Parteiführer Griechenlands erkennen Pavlos Konduriotis als neuen Staatspräsidenten an. Konduriotis erklärt, dass nach dem Sturz von Theodoros Pangalos die Diktatur in Griechenland beendet sei.

In Berlin ist der größte Hoteltrust Europas entstanden, als das Bankhaus Gebrüder Arnhold die Aktienmajorität der Hotelbetriebsgesellschaft übernommen hat.

26.8.1926, Donnerstag

Die Verhandlungen zwischen Italien und Ägypten über die Oase Dscharabub in Ägypten, die Italien im Februar besetzt hat, sind gescheitert. Die italienischen Ansprüche auf die Oase gehen auf einen Vertrag zwischen Großbritannien und Italien von 1919 zurück. Nachdem Ägypten die Unabhängigkeit erhalten hat (1922), hat sich Großbritannien, die frühere Kolonialmacht in Ägypten, auf den Standpunkt gestellt, Italien müsse mit Ägypten über das strittige Gebiet verhandeln.

Ein Gericht in Ankara, der Hauptstadt der Türkei, verurteilt vier Mitglieder der Jungtürkischen Bewegung, denen die Beteiligung am Komplott gegen den türkischen Staatspräsidenten Mustafa Kemal Pascha (Kemal Atatürk) vorgeworfen wird, zum Tod. Das Urteil wird noch in der Nacht vollstreckt.

Die spanische Regierung erklärt in einer Note an Paris, London, Rom und Washington, dass sie auf einen ständigen Ratssitz im Völkerbund verzichtet, wenn sie ein Völkerbundmandat über die marokkanische Hafenstadt Tanger erhält. Tanger steht unter internationaler Kontrolle.

27.8.1926, Freitag

Vom 27. bis 29. August finden die Leichtathletik-Weltfestspiele der Frauen in Göteborg statt.

Im Berliner Gloria-Palast wird der Film “Im weißen Rössl” mit Liane Haid unter der Regie von Richard Oswald uraufgeführt.

28.8.1926, Samstag

Die Sowjetunion unterbreitet der lettischen und der polnischen Regierung ein Angebot, sofort über den Abschluss eines Garantievertrages zu verhandeln. Die UdSSR hat bereits Finnland und Estland einen Garantievertrag angeboten.

Ein Wirbelsturm in Oberschlesien hat schwere Verwüstungen angerichtet. Die Dächer vieler Häuser sind abgedeckt, Hunderte von Bäumen geknickt und zahlreiche Telefonleitungen zerstört.

29.8.1926, Sonntag

In Nürnberg findet der von rechten Verbänden organisierte Gedenktag für Heer und Marine statt.

Die Leipziger Herbstmesse wird eröffnet (bis 1.9.). Gegenüber der Frühjahrsmesse ist die Zahl der Teilnehmer nochmals rückläufig, von 11 000 auf 8000.

Beim Großen Preis von Deutschland für Motorräder auf der Berliner Avus gewinnen die deutschen Fahrer vier von sechs Rennen.

30.8.1926, Montag

Der deutsche Meisterschwimmer Ernst Vierkötter durchschwimmt den Ärmelkanal in der Rekordzeit von 12:42 Stunden.

31.8.1926, Dienstag

Das Deutsche Reich gibt bekannt, vom 1. September 1924 bis zum 31. August 1926, den beiden ersten Jahren des Dawes-Plans, Reparationssachlieferungen im Wert von über einer Million Reichsmark (RM) geleistet zu haben.

Das Repräsentantenhaus der Philippinen hat einen Gesetzesentwurf angenommen, der eine Volksabstimmung zur Frage der Unabhängigkeit der Inselgruppe vorsieht. Die Philippinen gehören seit 1898 zu den Vereinigten Staaten.

Chroniknet