Was geschah im August 1928

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Wetterstationen August 1928

1.8.1928, Mittwoch

Der Tenor Richard Tauber tritt als Orchesterleiter auf und dirigiert im Lessingtheater in Berlin die Operette “Zarewitsch” von Franz Lehár.

Die bäuerlich-demokratischen Oppositionsparteien im Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen (heute Jugoslawien) bekräftigen auf einer Konferenz in Agram (Zagreb) ihren Entschluss, den Parlamentssitzungen fernzubleiben.

2.8.1928, Donnerstag

Anlässlich des Besuchs des französischen Kultusministers Édouard Herriot in Köln sprechen sich Herriot und der Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer für die deutsch-französische Verständigung aus.

3.8.1928, Freitag

Maßgebliche indische Politiker fordern im Nehru-Bericht eine neue Verfassung, die der britischen Kolonie den Dominion-Status gewähren soll.

Das Internationale Olympische Komitee, das seit dem 25. Juli in Amsterdam tagt, streicht Fußball aus dem Olympiaprogramm für 1932.

Die neugegründete Near East Development Company, die Konzessionen für das Mosul-Öl bearbeitet, übernimmt 23,75% der Aktien der Türkischen Petroleum Kompanie, der die Ausbeutung der Konzessionen übertragen worden ist.

4.8.1928, Samstag

Die Freie Stadt Danzig und Polen unterzeichnen drei Abkommen über seit Jahren strittige Fragen. Polen überlässt das Munitionsbecken in der Westerplatte dem Hafenausschuss zur wirtschaftlichen Nutzung, polnische Kriegsschiffe dürfen den Danziger Hafen benutzen.

Ein Vulkanausbruch auf der Insel Paleowek (Niederländisch-Indien), der von einem Erdbeben begleitet wird, fordert mehr als 100 Menschenleben und zerstört sechs Dörfer.

5.8.1928, Sonntag

In Brüssel wird der Kongress der Sozialistischen Arbeiter Internationale (SAI) eröffnet (bis 12.8.). Die Delegierten setzen sich für die Abrüstung und das Selbstbestimmungsrecht der Völker ein, in ihrem Schlussmanifest wenden sie sich gegen “die Diktatur des Kapitals und der politischen Despotie”.

Kommunisten führen trotz eines Verbots in Paris eine Antikriegsdemonstration durch, in deren Verlauf die Polizei zahlreiche Teilnehmer verhaftet. Bereits am Vorabend, an dem die Kommunistische Partei eine Protestversammlung gegen das Verbot abhielt, hat die Polizei mehr als 1000 Verhaftungen vorgenommen.

6.8.1928, Montag

Außenminister Gustav Stresemann erleidet einen leichten Schlaganfall. Sein schon seit Jahren schlechter Gesundheitszustand (Schilddrüsenüberfunktion, häufige Nierenentzündungen, Arterienverkalkung) überschattet seine politische Tätigkeit.

Der französische Lehrerverband verabschiedet eine Resolution, die es als die Hauptaufgabe der Lehrer bezeichnet, die Jugend zum Pazifismus zu erziehen.

Das italienische Unterseeboot “F 14” sinkt nach einem Zusammenstoß mit einem Torpedobootzerstörer während eines Manövers in der Nähe der Insel Brioni. Die gesamte Besatzung der “F 14” fällt dem Unfall zum Opfer, da sich in dem U-Boot Chlorgas entwickelt.

Die französische Zeitschrift “Rumeur” meldet, dass im Schloss Fontainebleau 50 kostbare, zum größten Teil aus dem 17. Jahrhundert stammende Gobelins fehlen. Es wird vermutet, dass diese Antiquaren in die Hände gespielt wurden.

7.8.1928, Dienstag

Der französische Außenminister Aristide Briand lädt die Signatarstaaten des Briand-Kellogg-Pakts für den 27. August zur Unterzeichnung des Kriegsächtungspaktes nach Paris ein.

Reichspräsident Paul von Hindenburg trifft in Kiel ein, um den Beginn der Marinemanöver zu beobachten. Im Verlauf der Übungen wird erstmals das mit einer modernen Fernsteuerung ausgerüstete Schiff “Zähringen” eingesetzt.

An dem vor zwei Jahren begonnenen deutsch-französischen Schüleraustausch haben in diesem Jahr bereits mehr als 250 Mädchen und Jungen teilgenommen.

8.8.1928, Mittwoch

Die japanische Regierung erklärt, dass sie die von der Nankingregierung vorgenommene einseitige Aufhebung der chinesisch-japanischen Verträge von 1896 nicht akzeptiert. China antwortet am 16. August, es sei bereit, die Kündigung zurückzuziehen, und schlägt vor, neue Verträge auf gleichberechtigter Basis auszuhandeln.

In Konstantinopel (Istanbul) wird ein Denkmal für Staatspräsident Mustafa Kemal Pascha (später Atatürk) eingeweiht.

9.8.1928, Donnerstag

Auf der “Pressa” in Köln findet der erste internationale zeitungswissenschaftliche Kongress statt.

Der italienische Ministerpräsident und Duce Benito Mussolini empfängt General Umberto Nobile.

Der britische Ministerpräsident Stanley Baldwin appelliert an 10 000 Unternehmer, den Arbeitslosen aus dem Bergbau und der Stahlindustrie Stellen in ihren Betrieben zu verschaffen.

Julius Andrassy, der ehemalige Außenminister von Österreich-Ungarn, tritt in Budapest für eine Personalunion zwischen Ungarn und Österreich ein.

In Nanking wird ein chinesisch-britischer Vertrag unterzeichnet, mit dem die Belastungen, die durch die Zwischenfälle vom Mai 1927 hervorgerufen worden sind, beigelegt und gleichberechtigte Wirtschaftsbeziehungen angebahnt werden.

10.8.1928, Freitag

Das Reichskabinett beschließt, die Mittel für den Bau des umstrittenen Panzerkreuzers A freizugeben. Die SPD-Minister stimmen ebenfalls dafür, obwohl die Sozialdemokraten den Wahlkampf mit Parolen gegen den Panzerkreuzer geführt haben.

Der neue britische Botschafter in Berlin, Sir Horace Rumbold, überreicht Reichspräsident Paul von Hindenburg sein Beglaubigungsschreiben.

Zwischen dem Deutschen Reich und Spanien sowie Portugal wird der direkte Fernsprechverkehr eröffnet. Ein dreiminütiges Gespräch von Berlin nach Madrid kostet 14,10 Reichsmark.

11.8.1928, Samstag

In Berlin und anderen Städten des Deutschen Reiches finden Feiern anlässlich des Jahrestages der Unterzeichnung der Weimarer Verfassung statt.

Die Republikanische Partei der USA bestätigt die Nominierung von Handelsminister Herbert Clark Hoover zu ihrem Kandidaten für die Präsidentschaftswahl im November.

12.8.1928, Sonntag

Die seit dem 5. August in Hamburg ausgetragenen deutschen Tennismeisterschaften enden mit Erfolgen der australischen Tennisspieler.

Mit einem Aufmarsch der Teilnehmer auf dem Roten Platz wird die erste Spartakiade, ein internationales Arbeitersportfest, in Moskau eröffnet.

Eine feierliche Siegerehrung beendet die IX. Olympischen Sommerspiele, die seit dem 28. Juli in Amsterdam stattfinden. Die deutschen Sportler liegen in der Nationenwertung auf Platz zwei.

Die 16. deutsche Ostmesse in Königsberg fasst erstmals aus Rationalisierungsgründen die Frühjahrs- und Herbstausstellung zu einer einzigen Messe zusammen.

13.8.1928, Montag

Das Parlament des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen (heute Jugoslawien) stimmt der Ratifizierung der 1925 mit Italien geschlossenen Nettuno-Verträge zu, die den Schifffahrts- und Eisenbahnverkehr im ehemaligen Freistaat Fiume regeln.

Großbritannien und Frankreich fordern in einer gemeinsamen Demarche von der bulgarischen Regierung, wirksamere Maßnahmen zur Bekämpfung der revolutionären Bewegung in Mazedonien zu ergreifen. Großbritannien und Frankreich sind an stabilen Verhältnissen auf dem Balkan interessiert, weil Bulgarien bei ihnen eine Anleihe aufnehmen will.

Die britische Luftwaffe beginnt zweitägige Manöver über London. Der simulierte Luftangriff zeigt, dass eine Großstadt sich nicht gegen einen massiven Luftangriff verteidigen kann.

Der Schriftsteller Thomas Mann weist die Angriffe der rechtsgerichteten “Süddeutschen Monatshefte” zurück. Sie richten sich vordergründig gegen seine Bearbeitung der “Betrachtungen eines Unpolitischen”. Hintergrund der Kampagne ist vielmehr die Weigerung Manns, an der Zeitschrift mitzuarbeiten.

In Berlin wird die Tobis (Tonbildsyndikat AG) gegründet, die eine entscheidende Rolle bei der Einführung des Tonfilms spielt.

14.8.1928, Dienstag

Den in London ausgetragenen ersten Dreiländerkampf zwischen deutschen, britischen und französischen Leichtathletinnen gewinnen die Sportlerinnen aus Großbritannien.

15.8.1928, Mittwoch

In Hamburg läuft der Passagierdampfer “Europa” vom Stapel, eines der schiffsbautechnisch modernsten deutschen Schiffe. Am 16. August tauft Reichspräsident Paul von Hindenburg in Bremen das Schwesterschiff, die “Bremen”.

Der Schwede Erik Lundqvist stellt in Stockholm mit 71,01 m einen Weltrekord im Speerwurf auf.

16.8.1928, Donnerstag

In Washington unterzeichnen die USA Schiedsverträge (Verträge zur friedlichen Beilegung von Konflikten) mit Österreich, Polen und der Tschechoslowakei.

Die Kommunistische Partei Deutschlands beschließt, ein Volksbegehren gegen den Bau des umstrittenen Panzerkreuzers A einzuleiten.

17.8.1928, Freitag

Das Deutsche Reich und die chinesische Nankingregierung unterzeichnen einen Vertrag, der beide Regierungen dazu verpflichtet, dem Vertragspartner in Zollfragen Meistbegünstigung einzuräumen.

In Ommen (Niederlande) wird der Weltkongress der Jugend für den Frieden eröffnet (bis 26.8.). Die Delegierten aus 31 Nationen fordern eine vollständige Abrüstung und bezeichnen den Imperialismus als größte Gefahr für den Weltfrieden.

18.8.1928, Samstag

Die Reichstagsfraktion und der Parteiausschuss der Sozialdemokraten bedauern die Zustimmung der SPD-Minister zum Bau des Panzerkreuzers A, die innerhalb der Partei auf heftige Kritik gestoßen ist, lehnen aber den von der sächsischen Parteiorganisation geforderten Austritt der SPD aus der Regierung ab.

In Berlin beginnt ein dreitägiger Kongress des Weltverbandes für religiös-liberales Judentum. In den Reden wird die völkerversöhnende Rolle des jüdischen Liberalismus gewürdigt.

Der belgische Radrennfahrer Georges Ronsse gewinnt in Budapest die Straßenweltmeisterschaft der Profis.

19.8.1928, Sonntag

Bei den Kammerwahlen in Griechenland gewinnen die Anhänger von Eleftherios Weniselos, der erst am 4. Juli ein neues Kabinett gebildet hat, 140 der 250 Parlamentsmandate.

In Warschau löst die Polizei eine Sitzung des Jugendverbandes der verbotenen Kommunistischen Partei auf und verhaftet zehn Personen.

Der deutsche Radrennfahrer Walter Sawall wird mit 1:26:46,6 h in Budapest Steher-Weltmeister.

20.8.1928, Montag

Zwischen dem Deutschen Reich und Frankreich wird der Postüberweisungsverkehr aufgenommen.

Sieger des Großen Preises von Aachen wird der schwedische Reiter Ernst Hallberg auf Loko.

21.8.1928, Dienstag

Das französische Budget für 1929 wird öffentlich bekanntgegeben. Ministerpräsident und Finanzminister Raymond Poincaré hebt hervor, dass die angespannte Finanzlage Frankreichs bis zum Ende der Legislaturperiode ausgeglichen sein wird.

Im Berliner Admiralspalast hat die neue Revue “Schön und schick” von Hermann Haller und Marcellus Schiffer (Text) Premiere. Die Szenenfolge, in der es sich um das Thema Auto dreht, enthält auch eine Tonfilmeinlage.

Die saarländische Stadt St. Ingbert steht vor dem Bankrott, weil die Sparkasse Millionenkredite an nicht zahlungsfähige Betriebe vergeben hat.

22.8.1928, Mittwoch

In Thüringen tritt die Landesregierung zurück, nachdem die Mitglieder der Deutschen Demokratischen Partei bereits demissioniert sind. Die Demokraten haben sich auf ihrem letzten Parteikongress gegen den zunehmenden Rechtskurs der Regierung ausgesprochen. Der von Sozialdemokraten und Kommunisten eingebrachte Antrag, den Landtag aufzulösen, wird am 23. August abgelehnt.

Die Demokratische Partei der USA bestätigt die Nominierung von Alfred E. Smith, Gouverneur von New York, zum Präsidentschaftskandidaten für die Wahl im November.

Die neugegründete Unabhängige Sozialistische Partei von Lettland veranstaltet im Rigaer Zirkus eine Protestkundgebung gegen die Schließung des linken Gewerkschaftsbüros. Während der anschließenden Demonstration kommt es zu Zusammenstößen der Teilnehmer mit der berittenen Polizei.

23.8.1928, Donnerstag

In Berlin beginnt die XXV. Konferenz der Interparlamentarischen Union (bis 28.8.). Die Politiker befassen sich mit dem Schutz und den Rechten von Minderheiten und beklagen den schleppenden Gang der Genfer Abrüstungsverhandlungen.

Italien und Finnland schließen in Helsingfors einen Freundschafts- und Schiedsvertrag.

24.8.1928, Freitag

Ein Zug der New Yorker U-Bahn entgleist in der Nähe des Bahnhofs Times Square. Vier Wagen prallen gegen die Tunnelwände und Pfeiler. Das Unglück fordert 17 Todesopfer und über 100 Verletzte, es löst unter den Fahrgästen eine Panik aus. Unfallursache ist eine falsche Weichenstellung.

In Prag beginnt der Kongress des Weltbundes für Internationale Freundschaftsarbeit der Kirchen (bis 30.8.). Die Delegierten aus 31 Nationen fordern alle Mitglieder des Völkerbunds auf, ihre Armeen abzurüsten und ein internationales Schiedsgericht anzuerkennen.

25.8.1928, Samstag

Das Reichsgericht stellt das Verfahren gegen den Schriftsteller Johannes R. Becher, dem wegen seines revolutionären Antikriegsromans “Levisite” Hochverrat vorgeworfen worden ist, aufgrund des im Juli verabschiedeten Amnestiegesetzes ein.

26.8.1928, Sonntag

Im sogenannten “Jahr der Kugelstoßer” stellt Emil Hirschfeld mit 16,04 m in Bochum nochmals einen Weltrekord im Kugelstoßen auf.

Martha Norelius (USA) schwimmt in Wien die 400 m Freistil in 5:39,2 min und stellt damit einen Weltrekord auf. Sie ist nunmehr Weltrekordhalterin über 200, 400, 800 und 1500 m Freistil.

Die Leipziger Herbstmesse wird eröffnet, auf der 8000 Aussteller bis zum 1. September ihre Produkte zeigen. Im Mittelpunkt des Interesses stehen Plexiglas, PVC und Wäscheschleudern.

27.8.1928, Montag

15 Nationen unterzeichnen in Paris den Briand-Kellogg-Pakt, einen Vertrag, der den Angriffskrieg ächtet.

Der deutsche Außenminister Gustav Stresemann bemüht sich in einer Unterredung mit dem französischen Ministerpräsidenten Raymond Poincaré ohne greifbare Erfolge darum, das Junktim zwischen der Rheinlandräumung und der Regelung der Reparationszahlung aufzuheben.

Ein Urteil des Reichsbahngerichts erlaubt der Reichsbahn die Erhöhung der Tarife.

28.8.1928, Dienstag

Im Berliner Titania-Palast wird der Film “Ein besserer Herr” uraufgeführt, den Gustav Ucicky nach dem gleichnamigen Schauspiel von Walter Hasenclever gedreht hat.

Die Stadt Frankfurt am Main verleiht den Goethepreis für 1928 an den elsässischen Urwaldarzt, Theologen, Organisten und Schriftsteller Albert Schweitzer.

Die Schweiz und der Iran unterzeichnen ein vorläufiges Abkommen, das die Meistbegünstigung im gegenseitigen Handel vorsieht.

Der frühere italienische Pressechef Cesare Rossi, der seit der Ermordung des sozialistischen Politikers Giacomo Matteotti im Jahr 1924 im Exil lebt, wird aus der Schweiz nach Italien entführt und dort verhaftet. Ein Sondergericht wirft ihm vor, die politischen Verhältnisse Italiens im Ausland falsch geschildert zu haben; Rossi hat den faschistischen italienischen Ministerpräsidenten und Duce Benito Mussolini der Mitschuld an der Ermordung Matteottis bezichtigt.

In Genf scheitern Verhandlungen über eine umfassende internationale Kontrolle der Rüstungsindustrie.

29.8.1928, Mittwoch

Die Berufungsinstanz der Deutschnationalen Volkspartei hebt den Parteiausschluss von Walther Lambach auf und erkennt stattdessen auf Verweis. Lambach hatte in einem Aufsatz angeregt, die monarchische Grundeinstellung der Partei zu überdenken, und war deshalb im Juli aus der Partei ausgeschlossen worden.

Das Deutsche Reich und die Schweiz unterzeichnen ein Schiedsprotokoll, laut dem Konflikte zwischen beiden Ländern vor den Ständigen Internationalen Gerichtshof gebracht werden sollen, wenn keine Einigung über ein Schiedsgericht zustande kommt.

Der US-amerikanische Außenminister Frank Billings Kellogg verzichtet darauf, auf seiner Rückreise von Paris in die USA Großbritannien zu besuchen. Die US-amerikanisch-britischen Beziehungen sind seit dem Flottenkompromiss zwischen Großbritannien und Frankreich, dessen Inhalt noch nicht genau bekannt ist, angespannt. Die britisch-französische Flottenvereinbarung wird nie vertraglich abgesichert.

30.8.1928, Donnerstag

Hugo Stinnes jun. wird wegen des Verdachts verhaftet, betrügerische Geschäfte mit Kriegsanleihen unternommen zu haben. Er wird am 21. September gegen eine Kaution freigelassen.

Die am 26. Juli eröffneten Salzburger Festspiele gehen zu Ende. Im Mittelpunkt der traditionsreichen Musikfestspiele standen Mozart-Opern.

Im Gloria-Palast in Berlin findet die Uraufführung von Joe Mays Film “Heimkehr” statt, einer Dreiecksgeschichte um Heimkehrer aus der Kriegsgefangenschaft.

Am Potsdamer Platz in Berlin wird eine neue Vergnügungsstätte, das Haus Vaterland, eröffnet, es bietet Raum für 8000 Gäste. Elf Kapellen können gleichzeitig zum Tanz aufspielen.

31.8.1928, Freitag

Mit dem Beginn des sog. Dawes-Normaljahrs steigen die jährlichen deutschen Reparationsverpflichtungen auf 2,5 Milliarden Goldmark.

Im Theater am Schiffbauerdamm in Berlin findet unter der Regie von Erich Engel die erfolgreiche Uraufführung der “Dreigroschenoper” von Bertolt Brecht und Kurt Weill statt.

Die umgebauten Kammerspiele am Potsdamer Platz in Berlin werden mit dem am 12. Mai uraufgeführten Henny-Porten-Film “Zuflucht” eröffnet.