Was geschah im August 1937

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1.8.1937, Sonntag

Der deutsche Automobilfahrer Hans Stuck gewinnt bei Freiburg im Breisgau (Schauinsland) den Großen Bergpreis von Deutschland.

In Kassel wird das neue deutsche Flugzeug Fieseler 156 “Storch” vorgeführt, das wegen seiner Langsamflug-Eigenschaften international Beachtung findet.

Der Radrennfahrer Adolf Schön wird in Frankfurt am Main Deutscher Stehermeister 1937.

2.8.1937, Montag

Die staatlichen Maßnahmen gegen illegale nationalsozialistische Organisationen in Österreich werden fortgesetzt. In Ried (Oberösterreich) wird von der Polizei ein geheimer NS-Verband “Bund deutscher Mädel” aufgedeckt. In Salzburg werden im Zusammenhang mit der Aufstellung von illegalen SA-Formationen 150 Personen verhaftet.

Im deutschen Teil Oberschlesiens kommt es zu schweren antisemitischen Ausschreitungen. Anlass dazu soll die kriminelle Tat eines jüdischen Kaufmanns gewesen sein. In mehreren Ortschaften werden jüdische Kaufhäuser von Menschenmengen gestürmt.

In Berlin haben zwei Spielfilme Premiere: “Karussell” (Regie: Alwin Elling) mit Marika Rökk, Georg Alexander, Paul Henckels und Aribert Mog und der US-amerikanische Spielfilm “Signale nach London” (“Lloyds of London”) von Henry King mit Tyrone Power in der Hauptrolle.

In Zürich endet das IV. Internationale Flugmeeting, an dem sich seit dem 23. Juli rund 300 Flieger aus 14 Ländern beteiligt haben.

3.8.1937, Dienstag

Reichspropagandaminister Joseph Goebbels verfügt eine einheitliche Schulung für alle Museumsleiter im Deutschen Reich. Nach Goebbels, Wunsch sollen die Museen künftig keinen Überblick über die deutsche Kunst geben, sondern “Erbauungsstätten des Volkes” sein.

Aus Anlass des ersten Jahrestages der Errichtung der Diktatur in Griechenland verkündet Regierungschef Ioannis Metaxas in Athen die Parole: Arbeit, Ordnung und Disziplin.

In Berlin finden zwei Filmuraufführungen statt: “Sieben Ohrfeigen” von Paul Martin mit Lilian Harvey und Willy Fritsch sowie “Liebe kann lügen” (Regie: Heinz Helbig) mit Karl Ludwig Diehl, Dorothea Wieck, Kurt Meisel und Curd Jürgens.

4.8.1937, Mittwoch

Der spanische Faschistenführer Francisco Franco Bahamonde legt den Aufbau der neuen Staatspartei Falange Española fest. Danach ist Franco als Führer der Partei nur “Gott und der Geschichte” verantwortlich.

Magda Schneider und Willy Eichenberger spielen die Hauptrollen in dem Spielfilm “Der Weg des Herzens” (Regie: Willy Schmidt-Gentner), der in Berlin uraufgeführt wird.

5.8.1937, Donnerstag

In den ersten 14 Tagen nach der Eröffnung haben bereits mehr als 396 000 Menschen die Münchener Ausstellung “Entartete Kunst” besucht.

In Hamburg wird der Spielfilm “Unter Ausschluss der Öffentlichkeit” von Paul Wegener mit Olga Tschechowa und Ivan Petrovich in den Hauptrollen uraufgeführt.

Der japanische Außenminister Koki Hirota erklärt vor dem Reichstag in Tokio, dass die Hauptforderung der japanischen Regierung an China eine Zusammenarbeit bei der Abwehr des Kommunismus sei.

6.8.1937, Freitag

Pastor Otto Dibelius, Präsident des Bruderrats der altpreußischen Lutheraner, wird in einem Prozess in Berlin von der Anklage freigesprochen, durch die Veröffentlichung eines Briefes an Reichskirchenminister Hanns Kerrl gegen das Heimtückegesetz verstoßen zu haben.

Reichsfinanzminister Johann Ludwig Graf Schwerin von Krosigk erlässt eine neue Urlaubsregelung für die Reichsbetriebe. Lehrlinge vor vollendetem 18. Lebensjahr erhalten danach zwölf Tage Urlaub.

Das Handelsabkommen zwischen der Sowjetunion und den USA wird um ein Jahr verlängert.

7.8.1937, Samstag

Die österreichische Regierung verbietet die deutschvölkische Turnerschaft in Österreich, die enge Verbindungen zu den deutschen Nationalsozialisten hat.

Die britische Regierung in London verweist drei deutsche Journalisten wegen Spionageverdachts des Landes.

Die Rüsselsheimer Opelwerke feiern ihr 75-Jähriges Jubiläum.

Der erste, von dem Nürnberger Seefahrer Martin Behaim hergestellte Globus, der bislang im Privatbesitz der Familie Behaim war, geht in den Besitz des Germanischen Nationalmuseums Nürnberg über.

8.8.1937, Sonntag

In Berlin-Dahlem demonstrieren Teilnehmer eines von der Gestapo (Geheime Staatspolizei) verbotenen Bittgottesdienstes für die Freilassung des von der Polizei verhafteten Pastors Martin Niemöller. Die Polizei löst den Demonstrationszug gewaltsam auf und verhaftet rund 100 Personen.

Die Internationale Rhön-Segelflugwoche an der Wasserkuppe endet mit dem Gesamtsieg der Deutschen Ludwig Karch und Heinrich Zimmermann.

Der zur Zeit beste Motorrad-Rennfahrer Europas, der Schotte James J. Guthrie, kommt bei einem Sturz während des Großen Preises von Deutschland in Chemnitz ums Leben. Sieger des Rennens wird der Deutsche Karl Gall auf BMW.

In der Belgrader Diözese werden die Namen von 25 Regierungsmitgliedern und Abgeordneten verlesen, die von der orthodoxen katholischen Kirche Jugoslawiens exkommuniziert worden sind. Den Hintergrund für diese Maßnahme der Kirche bildet die Zustimmung der Politiker zu einem Gesetz, das ein Konkordat mit dem Vatikan vorsieht.

Der deutsche Automobilrennfahrer Manfred von Brauchitsch gewinnt auf Mercedes-Benz den Großen Preis von Monaco in Monte Carlo.

9.8.1937, Montag

Die britische Armee führt über Südengland und London Manöver der Luftstreitkräfte durch, an denen sich annähernd 400 Militärflugzeuge beteiligen.

10.8.1937, Dienstag

Die japanische Regierung beschuldigt die Sowjetunion der aktiven Einmischung in den chinesisch-japanischen Konflikt. Nach Angaben aus Tokio sollen 200 sowjetische Offiziere in der chinesischen Armee befehligen.

In Venedig wird die Internationale Filmkunstausstellung (Biennale) eröffnet. Sie dauert bis zum 4. September 1937.

In Berlin hat der Spielfilm “Capriolen” von Gustaf Gründgens mit Marianne Hoppe, Gustaf Gründgens und Fita Benkhoff in den Hauptrollen Premiere.

11.8.1937, Mittwoch

Der Beauftragte für den Vierjahresplan, Hermann Göring, ordnet an dass der Reichsarbeitsdienst des Sommerhalbjahres 1937 bis zum 27. Oktober verlängert wird, um die Einbringung der Hackfruchternte sicherzustellen.

Eine Anordnung des Beauftragten für den Vierjahresplan, Reichsminister Hermann Göring, verpflichtet alle Gemeinden mit über 35 000 Einwohnern, dafür Sorge zu tragen, dass durch restloses Aussortieren alle verwertbaren Alt- und Abfallstoffe im Müll erfasst werden.

Mit 300 gegen 158 Stimmen nehmen die Mitglieder des zionistischen Weltkongresses in Zürich eine Resolution an, in der die Teilungspläne der britischen Kommission für Palästina abgelehnt werden.

In den letzten Wochen wurden in Ostsibirien 311 Angestellte der Eisenbahngesellschaft wegen “Sabotage, Spionage und Trotzkismus” zum Tode verurteilt und hingerichtet.

12.8.1937, Donnerstag

Nach dem Eintreffen von insgesamt 33 japanischen Kriegsschiffen vor Schanghai verhängt die chinesische Regierung über die Stadt den Belagerungszustand.

In der irakischen Stadt Mosul wird der Generalstabschef der irakischen Armee, Bekir Sidky, von einem Palästinenser ermordet. Der Kurde Sidky ist 1936 an dem Sturz der letzten irakischen Regierung beteiligt gewesen.

Die niederländische Regierung beabsichtigt, wehrpflichtige Männer, “die aus Überzeugung gegen den Militärdienst eingestellt sind”, in einem “Ersatzdienst” zu Deichbauarbeiten heranzuziehen.

13.8.1937, Freitag

In einer gemeinsamen Note fordern die Vertreter des Deutschen Reichs der USA, Italiens, Frankreichs und Großbritanniens bezüglich Schanghai, dass China seine Truppen zurückziehe und Japan keine weiteren Militäreinheiten nach Schanghai schicke.

Zur musikalischen Erziehung der Hörer plant der tschechoslowakische Rundfunk ein Programm, in dem Werke zeitgenössischer Komponisten (Arnold Schönberg, Igor Strawinsky, Alban Berg und Paul Hindemith) gesendet werden.

14.8.1937, Samstag

Die japanisch-chinesischen Kämpfe, in die nunmehr auch Bombenflugzeuge eingreifen, fordern in der dichtbesiedelten ostchinesischen Küstenstadt Schanghai unter der Zivilbevölkerung über 1000 Todesopfer.

Mit der Eröffnung der Ausstellung “700 Jahre Berlin” beginnen die offiziellen Feiern zum Jubiläum der Reichshauptstadt.

15.8.1937, Sonntag

Bei den Europameisterschaften der Ruderer in Amsterdam siegen die Deutschen im Vierer mit Steuermann, im Zweier mit Steuermann und im Doppelzweier.

Die faschistischen Truppen in Spanien beginnen einen großangelegten Vorstoß im Norden des Landes. Sie nähern sich der Stadt Santander um 50 km.

16.8.1937, Montag

Die Regierung in Tokio verkündet die allgemeine Mobilmachung. Zu der Protestnote von fünf Staaten vom 13. August äußert ein Regierungssprecher, Japan werde die Kämpfe in Schanghai fortsetzen, um die 30 000 japanischen Einwohner der Stadt zu schützen.

Die Spieler der USA gewinnen die Schacholympiade in Stockholm vor Ungarn und Polen.

Das neue deutsche viermotorige Wasserflugzeug “Nordmeer” erreicht auf seinem Versuchsflug von Travemünde aus über den Nordatlantik New York.

Im Zusammenhang mit der Ermordung des irakischen Generalstabschefs Bekir Sidky tritt der Ministerpräsident des Irak, Hikmet Suleiman, zurück. Sein Nachfolger wird Dschamil Bey Midfai.

Bei einer Demonstration in der serbischen Stadt Mladenovac, die sich gegen die Kirchenpolitik der jugoslawischen Regierung richtet, werden von der Polizei zwei der Demonstranten erschossen.

17.8.1937, Dienstag

Auf Vorschlag des US-Präsidenten Franklin Delano Roosevelt wird der Senator Hugo Black zum Richter am Obersten Bundesgericht in Washington ernannt. Der Befürworter von Roosevelts New-Deal-Politik (“neue Handlungsweise”) wird Nachfolger des in den Ruhestand getretenen konservativen Bundesrichters William van Devanter.

Das Deutsche Reich begibt eine neue 700-Millionen-Reichsmark-Anleihe mit einer Laufzeit von zwölf Jahren. Damit beläuft sich der Gesamtbetrag der Reichsanleihen 1937 bisher auf 2,2 Milliarden RM.

18.8.1937, Mittwoch

Das Gartenbauamt von Berlin-Prenzlauerberg lässt an einem Großteil der Bänke in öffentlichen Parkanlagen Schilder mit der Aufschrift “Nur für Arier” anbringen.

Auf Anordnung des deutschen Reichsinnenministeriums ist Juden und jüdischen “Mischlingen” ein Antrag auf Änderung ihres jüdischen Nachnamens abschlägig zu beantworten.

Die US-amerikanische Regierung ordnet die Evakuierung aller Staatsbürger aus China an. Zur Zeit halten sich etwa 12 600 US-Bürger in China auf.

19.8.1937, Donnerstag

Das Berliner Institut für Konjunkturforschung meldet eine Steigerung der Einzelhandelsumsätze für das erste Halbjahr 1937 gegenüber dem gleichen Zeitraum des Jahres 1936 um durchschnittlich 10%.

Die französische Regierung macht das Angebot, die Kolonie Madagaskar für die jüdische Einwanderung zu öffnen.

In einer ersten Durchführungsverordnung zum Gesetz über die Sicherung der Reichsgrenzen verfügt das Reichsinnenministerium die behördliche Genehmigungspflicht für den Erwerb von Grund und Boden in “gewissen Grenzgebieten”.

Die Reichsregierung verfügt, dass jüdische Buchhändler ab sofort nur noch Bücher von jüdischen Autoren an jüdische Kunden verkaufen dürfen.

Der Berliner Korrespondent der Londoner “Times”, Norman Ebbutt, wird von der Reichsregierung des Landes verwiesen, weil er angeblich die deutsch-britischen Pressebeziehungen gefährdet.

20.8.1937, Freitag

In Österreich tritt ein neues Ordnungsschutzgesetz in Kraft, das u.a. gegen Aktivitäten von politischen Gegnern des autoritären Regimes von Bundeskanzler Kurt Schuschnigg gerichtet ist.

Französische und britische Kriegsschiffe beginnen mit einer systematischen Durchsuchung des Mittelmeers, um die U-Boote ausfindig zu machen und zu identifizieren, die seit geraumer Zeit die Handelswege bedrohen.

In München wird der Spielfilm “Versprich mir nichts” (Regie: Wolfgang Liebeneiner) mit Luise Ullrich, Victor De Kowa, Heinrich George, Willi Dohm und Hubert von Meyerinck in den Hauptrollen uraufgeführt.

21.8.1937, Samstag

China und die Sowjetunion schließen in Nanking einen Nichtangriffspakt. Im Gespräch sind auch Lieferungen von Kriegsmaterial an die Chinesen.

In Berlin tagt der 11. Milchwirtschaftliche Weltkongress, an dem 53 Staaten mit rund 3000 Delegierten vertreten sind. Die Veranstaltung dauert bis zum 29. August.

22.8.1937, Sonntag

Der deutsche Automobilrennfahrer Rudolf Caracciola gewinnt in Bern das Rennen um den Großen Preis der Schweiz.

In mehreren polnischen Ortschaften kommt es zu Zusammenstößen zwischen Bauern, die seit einer Woche für eine Demokratisierung des öffentlichen Lebens demonstrieren und der Polizei. Bei dem Versuch, Kundgebungen aufzulösen, erschießt die Polizei 25 Menschen.

23.8.1937, Montag

Die “Jewish Agency”, die offizielle jüdische Vertretung für die Zusammenarbeit mit der britischen Mandatsregierung in Palästina, beschließt in Zürich, die Exekutive solle an Großbritannien mit der Bitte herantreten, direkte Verhandlungen zwischen Arabern und Juden über ein “Übereinkommen in Palästina” zu arrangieren.

Der deutsche Botschafter bei der nationalspanischen Regierung in Salamanca, Wilhelm Faupel, tritt – nach offiziellen Angaben – aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amt zurück.

24.8.1937, Dienstag

Die Organisationsleitung der NSDAP verbietet Parteimitgliedern ab sofort die Mitgliedschaft im Rotary-Club weil dieser “von freimaurerischem Geist durchdrungen wird”.

25.8.1937, Mittwoch

Truppen der spanischen Faschisten unter General Fidel Dávila Arredondo rücken in der nordspanischen Stadt Santander ein.

Laut des neuen Organisationsstatuts der österreichischen Einheitspartei Vaterländische Front werden in Zukunft nur noch solche Bürger aufgenommen, die sich “klar zum selbständigen, christlichen, deutschen, berufsständischen Bundesstaat Österreich bekennen”.

26.8.1937, Donnerstag

Die türkische Regierung warnt die übrigen Staaten, dass U-Boote, die in die türkische Meerenge einfahren und die Angabe ihrer Identität verweigern, in Zukunft “mit dem Ziel der Versenkung angegriffen werden”. Ankara begründet diesen Schritt mit den Angriffen gegen Handelsschiffe durch U-Boote unbekannter Nationalität.

Eine Untersuchung über die Lebenshaltung deutscher Familien, die von der Berliner Reichsstelle für hauswirtschaftliche Forschungs- und Versuchsarbeit durchgeführt worden ist, kommt zu dem Ergebnis, dass 50 bis 70% des Familieneinkommens für Ernährung aufgewendet werden.

Bei den Radsport-Weltmeisterschaften, die vom 21. bis zum 29. August in Kopenhagen ausgetragen werden, wird der Deutsche Walter Lohmann Weltmeister der Steher.

Der Spielfilm “Gauner im Frack” wird in Berlin uraufgeführt. Unter der Regie von Johannes Riemann spielen u.a. Camilla Horn, Paul Klinger und Karl Martell.

27.8.1937, Freitag

In Südfrankreich halten sich zur Zeit rund 50 000 Flüchtlinge aus Nordspanien auf.

Bei einem Großangriff der japanischen Luftwaffe auf die chinesische Hauptstadt Nanking werden 500 Menschen getötet.

Den spanischen Regierungstruppen gelingt es, an der nordspanischen Aragon-Front durch eine überraschende Offensive gegen die Faschisten Erfolge zu erzielen.

28.8.1937, Samstag

Der Leiter der Auslandsorganisation der NSDAP, Ernst Wilhelm Bohle, eröffnet in Stuttgart die fünfte Reichstagung des NSDAP-Verbandes der Auslandsdeutschen.

29.8.1937, Sonntag

Bei der Bombardierung des Bahnhofs von Nantao bei Schanghai durch japanische Flugzeuge werden 700 chinesische Flüchtlinge getötet und 1200 verwundet.

In Leipzig beginnt die Herbstmesse 1937. Von den 5500 Ausstellern kommen 361 aus dem Ausland. Die Messe dauert bis 2. September.

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft gewinnt in Königsberg ein Länderspiel gegen Estland 4:1.

30.8.1937, Montag

Der frühere deutsche Gesandte in Ägypten, Eberhard von Stohrer, wird vom Führer und Reichskanzler Adolf Hitler zum neuen Botschafter bei der nationalspanischen Regierung in Salamanca ernannt.

Die chinesische Regierung legt dem Völkerbundssekretariat in Genf eine Denkschrift vor, in der Japan zum Angreifer im Sinne des Völkerbundspaktes erklärt wird und detaillierte Angaben zu den Angriffshandlungen gemacht werden.

In New York gewinnt der US-amerikanische Schwergewichtsboxer Joe Louis den Kampf um die Weltmeisterschaft gegen den Briten Tommy Farr nach Punkten.

31.8.1937, Dienstag

Für die französische Regierung von Ministerpräsident Camille Chautemps endet mit dem heutigen Tag das Recht, Gesetze einfach per Verfügung zu erlassen. Das Verfügungsrecht erhielt Chautemps vom Parlament, um die kritische wirtschaftliche und finanzielle Situation Frankreichs schnell zu bereinigen.

In Berlin wird der Spielfilm “Zu neuen Ufern” (Regie: Detlef Sierck) mit Zarah Leander und Willy Birgel in den Hauptrollen uraufgeführt.