Was geschah im August 1940

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1.8.1940, Donnerstag

Der Vorsitzende des Rates der Volkskommissare und Volkskommissar für Auswärtige Angelegenheiten der UdSSR, Wjatscheslaw M. Molotow, hält eine große außenpolitische Rede vor dem Obersten Sowjet in Moskau.

Führer und Reichskanzler Adolf Hitler erlässt die “Weisung Nr. 17: Für die Führung des Luft- und Seekrieges gegen England”.

Die deutsche Regisseurin Leni Riefenstahl beginnt bei Mittenwald (Bayern) mit den Dreharbeiten zur Film-Oper “Tiefland” nach der gleichnamigen Oper von Eugen d’Albert.

Im Alter von 71 Jahren stirbt der deutsche Politiker der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, Paul Hirsch, in Berlin.

Vom Leiter der rundfunkpolitischen Abteilung beim deutschen Auswärtigen Amt Gerd Rühle wird das Referat Kolonialfunk gegründet. Dieses soll die Errichtung eines Sendenetzes für die “künftigen, vom Deutschen Reich wiedererworbenen Kolonien” vorbereiten.

Die 3 Codonas”, ein Film über die dramatische Lebensgeschichte einer Artistenfamilie, wird in Hamburg unter der Regie von Arthur Maria Rabenalt uraufgeführt. Peter Kreuder schrieb die Musik.

Der Protest katholischer deutscher Bischöfe gegen die Euthanasiemaßnahmen im Deutschen Reich wird in Form eines Briefes von Erzbischof Conrad von Freiburg an den Chef der Reichskanzlei Hans Heinrich Lammers gesandt.

2.8.1940, Freitag

Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel Chef des Oberkommandos der Wehrmacht (OKW), erteilt General Georg Thomas, Chef des Wirtschafts- und Rüstungsamtes im OKW, die Weisung, ein neues Rüstungsprogramm mit Erhöhung der Heeresstärke auf 180 Divisionen aufzustellen.

Die am 28. Juni durch die Sowjetunion besetzten Gebiete Bessarabien und Nord-Bukowina werden als Moldauische Sozialistische Sowjetrepublik in die UdSSR eingegliedert.

Das französische Kriegsgericht in Clermont-Ferrand verurteilt General Charles de Gaulle, Führer des Freien Frankreichs, in Abwesenheit zum Tode.

Die Kinder des belgischen Königs Leopold III., die beim Einmarsch deutscher Truppen außer Landes gebracht worden sind, treffen mit einem von der deutschen Reichsregierung zur Verfügung gestellten Sonderzug wieder in Brüssel ein.

In einem Telegramm an Reichsaußenminister Joachim von Ribbentrop berichtet der deutsche Gesandte in Lissabon, Oswald Baron von Hoyningen-Huene, über die gescheiterten Bemühungen, Eduard, Herzog von Windsor, als Friedensvermittler zu gewinnen.

3.8.1940, Samstag

In Stuttgart beginnt vor 20 000 Zuschauern der zweitägige Leichtathletik-Länderkampf zwischen dem Deutschen Reich und Italien. In der ersten Serie von neun Disziplinen gewinnen die Athleten aus dem Deutschen Reich sieben Wettbewerbe.

Die deutsche Besatzungsmacht führt in den Niederlanden die Kleiderkarte ein.

Um Sympathiekundgebungen der Bevölkerung anlässlich des 68. Geburtstags des norwegischen Königs Hakon VII. vorzubeugen, erlässt die deutsche Besatzungsmacht ein Beflaggungsverbot.

Führende Vertreter der I. G. Farbenindustrie AG überreichen dem Reichswirtschaftsministerium ihren “Neuen Plan” zur Schaffung eines europaweiten Imperiums der deutschen chemischen Industrie.

4.8.1940, Sonntag

Vor 60 000 Zuschauern werden auf der Berliner Olympiaregattastrecke die Deutschen Rudermeister ermittelt: Im Skiff siegt Joseph Hasenöhrl (Wien); im Zweier mit Steuermann: Amicita Mannheim; Zweier ohne: Spindlerfelder Ruderverein; Vierer mit Steuermann: Victoria Berlin und im Achter der Berliner Ruderclub.

5.8.1940, Montag

Adolf Hitler ernennt Otto Abetz, Bevollmächtigter des Auswärtigen Amtes beim Militärbefehlshaber in Frankreich, zum Botschafter der französischen Vichy-Regierung.

Generalmajor Erich Marcks, Chef des Generalstabes der 18. Armee, stellt eine erste Aufmarschstudie Ost für einen Feldzug gegen die Sowjetunion fertig.

In einem Memorandum an die militärischen Führungsstäbe gibt der britische Premier Winston Churchill Weisungen zur Abwehr einer deutschen Invasion bekannt.

Auf einer Reise durch das niederländische Kohlengebiet betont der Reichskommissar der Niederlande, Arthur Seyß-Inquart, die Notwendigkeit, trotz kriegsbedingter Transportschwierigkeiten die Kohleabbaumengen zu steigern.

Eine Reichsverordnung mit Gesetzeskraft verfügt für alle polnischen Arbeitskräfte im Deutschen Reich und in den eingegliederten Ostgebieten eine Sozialausgleichsabgabe in Höhe von 15% als Zuschlag zur Einkommensteuer.

Die Krakauer Juden werden von deutschen Behörden nach Warschau umgesiedelt. Krakau wird an Stelle von Warschau zum Sitz der Verwaltung im Generalgouvernement der besetzten polnischen Gebiete bestimmt.

6.8.1940, Dienstag

US-Oberst Charles August Lindbergh gründet in den USA die “Partei der Amerikaner”, die für eine strikte Nichteinmischung der USA in europäische Angelegenheiten eintritt.

Durch Verordnung der deutschen Besatzungsmacht wird in Luxemburg Deutsch als offizielle Amtssprache eingeführt.

Eine Verordnung der Reichsverwaltung regelt für Mitglieder der NSDAP und Beamte den Nachweis über die “arische” Abstammung neu.

Der Schweizer Bundesrat verbietet per Beschluss jegliche Aktivitäten von kommunistischen, trotzkistischen sowie anarchistischen Organisationen im Land.

7.8.1940, Mittwoch

Die Leiter der Zivilverwaltungen für die Gebiete Elsass, Lothringen und Luxemburg werden ernannt. Reichsjugendführer Baldur von Schirach wird Reichsstatthalter und Gauleiter von Wien. Er tritt damit die Nachfolge von Josef Bürckel an.

Anlässlich seines 70. Geburtstages wird Gustav Krupp von Bohlen und Halbach zum “Pionier der Arbeit” ausgezeichnet.

Eine “Verordnung betreffend die Anmeldung deutschen Vermögens im feindlichen Ausland” wird erlassen. Als feindliche Staaten werden in diesem Zusammenhang Großbritannien, Frankreich Ägypten, Sudan, Irak und Monaco bezeichnet.

Nach einem Entschluss des Obersten Sowjet in Moskau wird Estland als Räterepublik in die UdSSR eingegliedert. Schon am 3. und 5. August wurden Litauen und Lettland als Bundesrepubliken in die Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken aufgenommen.

Die US-amerikanischen Gewerkschaftsorganisationen American Federation of Labour, Congress of Industrial Organisation und fünf große Eisenbahnerverbände künden Proteste gegen die von der US-Regierung geplante Einführung der allgemeinen Wehrpflicht an.

8.8.1940, Donnerstag

In einer Proklamation fordert US-Präsident Franklin D. Roosevelt alle US-amerikanischen Staatsbürger auf, am 9. September zu Gott zu beten, er möge der unruhigen Welt einen gerechten und dauerhaften Frieden geben.

In Berlin wird das Filmlustspiel “Wiener G’schichten” uraufgeführt. Paul Hörbiger und Hans Moser spielen unter der Regie von Geza von Bolvary die Hauptrollen.

Reichswirtschaftsminister Walther Funk ordnet an, dass Juden im Deutschen Reich nicht mehr ohne staatliche Genehmigung über Vermögenswerte verfügen können.

Der französische Oberste Staatsgerichtshof tritt in Riom zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen, um Untersuchungen zur Frage der “Verantwortlichkeit am Kriege” aufzunehmen.

Zwischen der britischen Regierung und General Charles de Gaulle, Führer der Truppen des Freien Frankreichs, wird ein Militärabkommen geschlossen.

Flugzeuge der 9. deutschen Fliegerdivision beginnen mit der Verminung der Themse- und der Humber-Mündung sowie verschiedener britischer Häfen, um die Insel völlig zu blockieren.

9.8.1940, Freitag

Das Oberkommando der Wehrmacht (OKW) erteilt die Weisung zum “Aufbau Ost”, d. h. zum Ausbau des Generalgouvernements für die besetzten polnischen Gebiete als Operationsbasis für einen Feldzug gegen die Sowjetunion.

10.8.1940, Samstag

Britische Bombereinheiten greifen die Hydrierwerke Scholven in Gelsenkirchen an; nach Tankexplosionen verbrennen dabei 500 000 l Flugbenzin.

11.8.1940, Sonntag

Deutsche Bomber fliegen Angriffe auf die britischen Städte Portland und Dover.

In Berlin werden die zweitägigen Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften beendet.

Bei der internationalen Ruderregatta von Lecco gewinnt der Wiener Joseph Hasenöhrl das Skiffrennen in 8:13,7 min. Im Doppelzweier siegt der Berliner Ruderclub in 7:35,1 min.

In Helsingör (Dänemark) verbessert die dänische Schwimmerin Ragnhild Hveger den Weltrekord im Freistil der Damen über 1500 m auf 21:10,1 min.

12.8.1940, Montag

Italiens Ministerpräsident und Duce Benito Mussolini weiht den neuen Staudamm am Tiber, wenige Kilometer unterhalb von Rom, ein.

Durch den Abschluss eines deutsch-schweizerischen Verrechnungsabkommens rückwirkend zum 1. August soll für das Jahr 1941 eine Steigerung des beiderseitigen Warenaustausches erreicht werden.

13.8.1940, Dienstag

Die deutsche Luftwaffe beginnt den verstärkten Luftkrieg gegen Großbritannien (“Adlertag”).

In der Roten Armee der UdSSR werden die politischen Kommissare (Militärbefehlshaber mit politischen Vollmachten) abgeschafft.

Unter der Regie von Hans Steinhoff wurde der schon 1921 erstmals als Drehbuchvorlage dienende Roman “Die Geierwally” von Wilhelmine von Hillern erneut verfilmt: Die Uraufführung findet in München statt.

14.8.1940, Mittwoch

Das im finnischen Eismeerhafen Liinahamari liegende US-Truppentransportschiff “American Legion” läuft mit 900 US-amerikanischen Staatsbürgern in Richtung USA aus.

15.8.1940, Donnerstag

Aufgrund einer Führerermächtigung vom 8. Juli erlässt Generalgouverneur und Reichsminister Hans Frank eine Verfügung, wonach die Bezeichnung “Generalgouvernement für die besetzten polnischen Gebiete” durch den Namen “Generalgouvernement” ersetzt wird. Damit wird das Gebiet offiziell “Nebenland des Reichs”.

Der französische Ministerrat in Vichy nimmt einen Gesetzentwurf über die Auflösung von Geheimgesellschaften an, wonach alle Vereine und Gesell schaften geheimen Charakters aufzulösen sind. Die Immobilien und Guthaben dieser Gesellschaften werden beschlagnahmt.

Die deutsche Zollgrenze wird an die luxemburgische Grenze nach Belgien und Frankreich vorverlegt.

In Moringen bei Northeim wird ein Jugendschutzlager errichtet, das eine Kapazität von etwa 400 Plätzen besitzt. Es dient als Arbeitserziehungslager für Jugendliche.

Das Sondergericht Braunschweig verurteilt eine 46-Jährige Frau aus Wolfenbüttel zu drei Monaten Gefängnis, da diese in einem privaten Gespräch die Richtigkeit der deutschen Wehrmachtsberichte angezweifelt hatte.

Die amtliche sowjetische Nachrichtenagentur “TASS” begeht ihr 15-Jähriges Jubiläum.

16.8.1940, Freitag

In Braunschweig enden die am 8. September begonnenen Deutschen Tennismeisterschaften. Im Herreneinzel siegt Henner Henkel gegen Engelbert Koch mit 6:2, 2:6, 6:2 und 6:3. Er behauptet damit zum vierten Mal seinen Titel.

In einer Mitteilung an das Kriegsministerium gibt der britische Premier Winston Churchill bekannt, dass mit einem Großangriff der italienischen Truppen auf Ägypten von Libyen aus jederzeit gerechnet werden muss.

17.8.1940, Samstag

Das Oberkommando der Wehrmacht erklärt die Britischen Inseln zum Operationsgebiet für die totale Blockade Großbritanniens.

Der Abschluss eines deutsch-finnischen Transitabkommens erlaubt dem Deutschen Reich, Kriegsmaterial nach Nordnorwegen über finnisches Territorium zu leiten. Hintergrund ist der geplante Feldzug im nächsten Frühjahr gegen die Sowjetunion.

Reichsaußenminister Joachim von Ribbentrop rät dem italienischen Botschafter Dino Odoardo Alfieri bei einer Unterredung in Berlin von einer militärischen Aktion Italiens gegen Griechenland und Jugoslawien ab.

18.8.1940, Sonntag

Die Vereinigten Staaten und Kanada errichten ein gemeinsames Verteidigungsamt, das sich mit der Sicherung der nördlichen Hälfte der westlichen Hemisphäre befassen soll.

Der US-amerikanische Präsidentschaftskandidat Wendell Louis Willkie nimmt seine Ernennung zum Spitzenkandidat der Republikanischen Partei formell an.

Führer und Reichskanzler Adolf Hitler stiftet das sog. Narvik-Schild als Auszeichnung für Angehörige der in Narvik eingesetzten Kampfgruppe unter General Eduard Dietl sowie ein Ritterkreuz des Kriegsverdienstkreuzes.

19.8.1940, Montag

In Bukarest beginnen Verhandlungen zwischen Rumänien und Bulgarien über Gebietsansprüche Bulgariens auf. das Gebiet der Süd-Dobrudscha.

In einer am 4. August begonnenen Offensive erobern italienische Truppen Britisch-Somaliland.

20.8.1940, Dienstag

In einem Rund-Erlass des deutschen Auswärtigen Amtes zur Frage der Neuordnung im arabischen Raum wird mitgeteilt, dass die deutsche Reichsregierung keine politischen Interessen in diesem Gebiet habe und Italien den Vortritt lasse.

Das Reichssicherheitshauptamt stellt in einer internen Mitteilung fest, dass es im Protektorat Böhmen und Mähren (Tschechei) eine kommunistische Bewegung gibt, die sich auf breite Widerstandskräfte in der Bevölkerung stützen kann.

Die in Fulda tagende Bischofskonferenz verbietet katholischen Institutionen und Bediensteten, bei der Erfassung und dem Abtransport von Patienten, die der Euthanasie zugeführt werden sollen, aktiv mitzuwirken.

Der erste Operationsentwurf “Felix” für eine deutsche Eroberung von Gibraltar wird im Oberkommando der Wehrmacht ausgearbeitet.

Italien erklärt das Mittelmeer und die afrikanische Küste zum militärischen Operationsgebiet.

21.8.1940, Mittwoch

Der sowjetische Politiker und Revolutionär Leo Trotzki stirbt in Mexiko an den Folgen eines Mordanschlages vom Vortag im Alter von 61 Jahren.

22.8.1940, Donnerstag

Britische Flugzeuge bombardieren die auf dem “großen Feld” zwischen Lauffen, Nordhausen, Nordheim und Hausen errichtete Scheinanlage des Stuttgarter Hauptbahnhofs. Die Hallenattrappen und imitierten Gleisanlagen werden während des Zweiten Weltkrieges insgesamt 37mal angegriffen.

23.8.1940, Freitag

Die seit dem 16. August laufenden Verhandlungen zwischen Rumänien und Ungarn bezüglich der Siebenbürgen-Frage in Turnu Severin werden ergebnislos abgebrochen.

Das Deutsche Reich und Rumänien wollen ihre Wirtschaftsbeziehungen weiter ausbauen. Rumänien ist nach Verhandlungen mit der deutschen Reichsregierung bereit, seine Landwirtschaftsproduktion auf die deutschen Bedürfnisse einzustellen.

Im “Völkischen Beobachter” stellt Fritz Reinhardt, Staatssekretär im Reichsfinanzministerium, fest, dass die Kriegsfinanzierung des Deutschen Reiches gesichert sei. Das gesamte Steueraufkommen des Reichs, einschließlich der Kriegszuschläge, beträgt im ersten Drittel des Rechnungsjahres 1940 etwa 8 Milliarden Reichsmark.

Hans Albers ist Hauptdarsteller in dem Film “Trenck, der Pandur”, der in Wien zur Uraufführung kommt.

24.8.1940, Samstag

Einzelne deutsche Bomben, die Ziele in Rochester und Thameshaven treffen sollen, fallen weit verstreut auf das Stadtgebiet von London – erstmals seit Kriegsbeginn. Weitere Luftangriffe werden auf Birmingham, Bristol Liverpool und Ziele im südlichen Wales geflogen.

Paul Nipkow, deutscher Ingenieur und Pionier der Fernsehtechnik (Bildübertragung mittels Nipkow-Scheibe), stirbt im Alter von 80 Jahren in Berlin.

25.8.1940, Sonntag

Auf der Leipziger Herbstmesse sind 6126 Aussteller aus 22 Nationen vertreten. Das Angebot ist in erster Linie auf den Export abgestimmt. Die Messe endet am 29. August.

26.8.1940, Montag

Rumänien bittet um einen deutschen Schiedsspruch in der Siebenbürgen-Frage. Führer und Reichskanzler Adolf Hitler beschließt, sich in den ungarisch-rumänischen Streit einzuschalten.

In Luxemburg wird die Reichsmark als gesetzliches Zahlungsmittel eingeführt (1 Reichsmark = 10 Luxemburger Franken).

Die deutsche Presse meldet, dass nach Abschluss des Waffenstillstandsvertrages vom 22. Juni etwa 800 000 Flüchtlinge in ihre Wohnquartiere in den deutsch-französischen Grenzbezirken zurückgekehrt sind.

27.8.1940, Dienstag

Führer und Reichskanzler Adolf Hitler entscheidet sich in der Frage einer Truppenlandung in Großbritannien für die “kleine Lösung”, d. h. die Landung auf einer Breite von 140 km zwischen Folkestone und Eastbourne.

28.8.1940, Mittwoch

SS-Gruppenführer Reinhard Heydrich, Chef der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes (SD), übernimmt die Leitung der Internationalen kriminalpolizeilichen Kommission.

Reichsmarschall Hermann Göring ordnet in seiner Funktion als Beauftragter für den Vierjahresplan die planmäßige Ausnutzung der Wirtschaft in den westlich besetzten Gebieten für die deutsche Kriegswirtschaft an.

29.8.1940, Donnerstag

Die französischen Kolonien Kamerun und Französisch-Äquatorialafrika schließen sich den freifranzösischen Streitkräften unter Führung von Charles de Gaulle an.

30.8.1940, Freitag

Im Wiener Schloss Belvedere wird der zweite Wiener Schiedsspruch unterzeichnet. Rumänien muss nach diesem Vertrag Nord-Siebenbürgen und das Szeklerland an Ungarn abtreten.

Die französische Vichy-Regierung erkennt die Vorherrschaft Japans in Ostasien an und stimmt der Stationierung japanischer Truppen in Nordindochina zu.

31.8.1940, Samstag

Die Gründung einer deutsch-norwegischen Arbeitsgemeinschaft für den Elektrizitätsausbau in Norwegen unter dem Vorsitz von Reichskommissar Josef Terboven soll die Stromversorgung des Deutschen Reichs sicherstellen.