Was geschah im August 1941

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1.8.1941, Freitag

Die Kriegsmarine der USA nimmt neu errichtete Flottenstützpunkte auf den Midwayinseln und auf Trinidad in Betrieb, wodurch die Präsenz der US-Streitkräfte im pazifischen und im karibischen Raum weiter verstärkt wird.

Die US-amerikanische Regierung verkündet nach dem Einfrieren aller japanischen Guthaben in den Vereinigten Staaten am 26. Juli 1941 nun ein Ölembargo gegen Japan und alle “Aggressoren” außerhalb der westlichen Hemisphäre.

In Berlin wird der Heinz Rühmann-Film “Der Gasmann” uraufgeführt. Unter der Regie von Carl Froelich spielen Anny Ondra, Will Dohm und Charlotte Susa weitere Hauptrollen in der erfolgreichen Leinwandkomödie.

In Frankfurt am Main wird vom Oberkommando des Heeres eine Heeresmusikschule eröffnet, an der 14- bis 16-Jährige Schüler zu Heeresmusikern ausgebildet werden.

Alle Postwertzeichen der Dauermarkenreihe der Deutschen Reichspost tragen von nun an ein Porträt des Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler.

Neu zugelassene Kraftfahrzeuge im Deutschen Reich müssen entsprechend einer Verordnung des Reichsverkehrsministeriums so ausgestattet sein, dass sie keine Störungen des Funkverkehrs mehr verursachen.

Nach Sabotageakten auf Eisenbahnlinien im von deutschen Truppen besetzten Norwegen verhängen die Besatzungsbehörden den zivilen Ausnahmezustand.

In Schwyz und auf dem Rütli finden an diesem und am folgenden Tag Feiern zum 650-Jährigen Bestehen der Schweizer Eidgenossenschaft statt.

Im Rahmen eines Staatsaktes gibt Hans Frank, Generalgouverneur im von Deutschen besetzten Polen, die Eingliederung Galiziens in das sog. Generalgouvernement bekannt.

2.8.1941, Samstag

Der US-amerikanische Staatssekretär Sumner Welles sagt in einer Note an die sowjetische Regierung die Unterstützung der UdSSR gegen den Vormarsch der deutschen Truppen zu; gleichzeitig werden US-Materiallieferungen in die UdSSR aufgenommen.

Die britische Regierung fordert die Regierungen des Iran und Afghanistans zur sofortigen Ausweisung aller Deutschen auf.

In Salzburg werden die diesjährigen Festspiele mit der Oper “Die Zauberflöte” von Wolfgang Amadeus Mozart in der Inszenierung von Heinz Arnold und unter der musikalischen Leitung von Karl Böhm eröffnet.

3.8.1941, Sonntag

Der Bischof von Münster, Clemens August Graf von Galen, prangert in einer Predigt in der Münsteraner Lambertikirche die Massentötung von Geisteskranken, wie sie von der nationalsozialistischen Führung angeordnet wurde, als Mord an.

Das Oberkommando des Heeres leitet die Bereitstellung von Winterkleidung für die in der Sowjetunion stehenden Wehrmachtsverbände ein; diese Maßnahme ist ein erstes Anzeichen für die Erkenntnis im Oberkommando, dass der Krieg gegen die UdSSR nicht mehr vor Einbruch des Winters entschieden werden kann.

4.8.1941, Montag

Einem Erlass des Führers und Reichskanzlers entsprechend wird der Reichsarbeitsdienst für die weibliche Jugend um den sog. Kriegshilfsdienst von sechs Monaten Dauer verlängert; der Pflichtdienst muss in Wehrmachtsbüros oder bei gesundheitlichen und sozialen Einrichtungen abgeleistet werden.

Als weitere Maßnahme gegen die aggressive Politik der japanischen Regierung im pazifischen Raum verfügt die US-amerikanische Regierung nach dem Einfrieren aller japanischen Guthaben in den USA und einem Ölembargo die Einstellung des Schiffsverkehrs zwischen Japan und den Vereinigten Staaten.

Das Reichsfinanzministerium verordnet die Anmeldung der Vermögenswerte der USA und ihrer Staatsbürger im Deutschen Reich. Damit ist ein weiterer Höhepunkt in den politischen Auseinandersetzungen der beiden Länder erreicht.

5.8.1941, Dienstag

Nach dreiwöchigen Kämpfen beendet die Heeresgruppe Mitte der deutschen Wehrmacht siegreich eine Kesselschlacht bei Smolensk, in deren Verlauf 310 000 sowjetische Soldaten in deutsche Kriegsgefangenschaft geraten sind.

Die bislang auf vier verschiedene Ministerien verteilte Zuständigkeit für die Bereiche Wasser- und Energiewirtschaft im Deutschen Reich werden der Leitung eines “Generalinspektors für Wasser und Energie” unterstellt. Fritz Todt, Reichsminister für Munitionsbeschaffung, wird in dieses Amt berufen.

7.8.1941, Donnerstag

Im bengalischen Santiniketan stirbt der indische Dichter und Philosoph Rabindranath Tagore im Alter von 80 Jahren; Tagore war 1913 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet worden.

Die sowjetische Luftwaffe fliegt einen Angriff auf Berlin; auch in der folgenden Nacht greifen sowjetische Bomber die Reichshauptstadt an, richten jedoch nur geringe Schäden an.

Der sowjetische Staatschef Josef W. Stalin ernennt sich selbst zum Oberbefehlshaber der Roten Armee.

8.8.1941, Freitag

Deutsche Luftwaffeneinheiten greifen Alexandria in Ägypten sowie militärische Anlagen am Suezkanal an.

Die japanische Regierung schlägt der US-amerikanischen Regierung ein Treffen zwischen dem japanischen Ministerpräsidenten Fumimaro Fürst Konoe und US-Präsident Franklin D. Roosevelt zur Beilegung der Differenzen bezüglich der Lage im pazifischen Raum vor.

Die Heeresgruppe Süd der deutschen Wehrmacht in der UdSSR schließt die Kesselschlacht bei Uman erfolgreich ab; 103 000 sowjetische Soldaten sind während der Kämpfe in deutsche Kriegsgefangenschaft geraten.

9.8.1941, Samstag

Die bolivianische Regierung gibt bekannt, dass sie einen Wirtschaftsplan der US-Regierung angenommen habe. Der Plan sieht neben einer Anleihe in Höhe von 30 Millionen US-Dollar für Straßen- und Eisenbahnbauvorhaben eine Reform der Armee und eine enge politische Zusammenarbeit vor.

In Berlin stellt Fritz Schwab vom SC Charlottenburg eine Weltbestzeit im Stundengehen auf; er legt 13,308 km zurück.

10.8.1941, Sonntag

Das Deutsche Afrika-Korps erhält auf Anweisung des Oberkommandos des Heeres eine eigene Uniform, die nicht nur den klimatischen Bedingungen in Afrika Rechnung trägt, sondern die Einheiten auch von anderen Heeresverbänden äußerlich unterscheidet.

Der Kölner Kurt Gies wird in Braunschweig Deutscher Tennismeister durch einen Fünfsatzsieg über Graf Adam Baworowski.

Der schwedische Leichtathlet Gunder Hägg stellt in Stockholm einen Weltrekord auf der 1500 m-Strecke in 3:47,6 min auf.

11.8.1941, Montag

In Japan wird die Generalmobilmachung verkündet, da sich der Konflikt mit den USA um das japanische Vorgehen in Indochina und in der Pazifik-Region weiter zugespitzt hat.

Die Leitung des deutschen Fremdenverkehrs in Berlin ruft die Bevölkerung auf, Urlaubsreisen nur dann in die Hauptreisezeit zu legen, wenn familiäre und persönliche Gründe dies “unumgänglich” machen. Mit Hinweis auf die überfüllten deutschen Urlaubsorte wird darum gebeten, sich vor der Abreise um eine Unterkunft zu bemühen.

12.8.1941, Dienstag

Britische Flugzeuge fliegen den bisher schwersten Luftangriff auf Berlin und richten bei einem Tagesangriff auf Köln schwere Verwüstungen an.

Die deutschen Besatzungsbehörden in Griechenland ordnen an, dass auf Personen, die sich in der Nähe von Telegrafenleitungen “zu schaffen machen”, ohne Vorwarnung zu schießen ist, nachdem es mehrfach zu Sabotageakten gekommen ist.

Der französische Admiral François Darlan wird zum Verteidigungsminister der Regierung in Vichy ernannt. Seit dem deutsch-französischen Waffenstillstand am 22. Juni 1941 ist Vichy Sitz der Regierung des unbesetzten südlichen Teils von Frankreich.

13.8.1941, Mittwoch

Die rumänische 4. Armee schließt die Hafenstadt Odessa am Schwarzen Meer ein.

Der französische Ministerpräsident, Marschall Philippe Pétain, kündigt nach mehrtägigen Ministerratskonferenzen ein Verbot der politischen Parteien und eine Erweiterung der Polizeibefugnisse im unbesetzten Teil Frankreichs an.

14.8.1941, Donnerstag

US-Präsident Franklin Delano Roosevelt und der britische Premierminister Winston Churchill, die sich vom 9. bis 12. August an Bord eines Schlachtschiffes vor Neufundland getroffen haben, verkünden die bei diesem Treffen unterzeichnete Atlantikcharta, die wesentliche Friedensziele der beiden Regierungschefs beinhaltet.

Das Repräsentantenhaus der USA in Washington nimmt eine Gesetzesvorlage zur Verlängerung der Dienstzeit US-amerikanischer Soldaten um 18 Monate mit 203 zu 202 Stimmen an; die Vorlage hatte den Senat der Vereinigten Staaten am 7. August mit einer Mehrheit von 44 zu 28 Stimmen passiert.

Deutsche Wehrmachtseinheiten besetzen das sowjetische Erzgebiet Kriwoi Rog im Dnjepr-Bogen, das bisher rund 60% der sowjetischen Erzproduktion deckte.

In der Sowjetunion werden Truppenverbände aus polnischen Kriegsgefangenen unter dem Kommando des polnischen Generals Wladyslaw Anders aufgestellt.

Im Konzentrationslager Auschwitz stirbt der polnische Franziskanerpater Maximilian Kolbe, der anstelle eines Familienvaters in den sog. Hungerbunker gegangen war.

15.8.1941, Freitag

Eine Verordnung des Reichskommissars in den Niederlanden Arthur Seyß-Inquart, schreibt die Aufhebung der bislang bestehenden Autonomie der Provinzen und Gemeinden in den Niederlanden vor. Diese Regelung ist ein massiver Eingriff in die niederländische Verfassung.

Während der Nacht greifen 300 britische Bomber die Städte Hannover, Braunschweig und Magdeburg an.

In der deutsch besetzten Stadt Kowno (Kaunas) in der UdSSR wird ein Ghetto für die in der Stadt und ihrer Umgebung lebenden Juden errichtet.

16.8.1941, Samstag

Deutsche Wehrmachtseinheiten nehmen die sowjetische Stadt Nikolajew ein, in deren Werften teilweise gesprengte Rümpfe von Kriegsschiffen vorgefunden werden.

In Moskau unterzeichnen britische und sowjetische Regierungsvertreter einen Handels- und Kreditvertrag. Die Sowjetunion ist angesichts des Vormarsches deutscher Truppen auf wirtschaftliche Hilfe der westlichen Mächte angewiesen.

17.8.1941, Sonntag

An der sowjetischen Front erobern deutsche Einheiten die Städte Narwa und Nowgorod.

Bei den Deutschen Schachmeisterschaften in Bad Oeynhausen erringt der 17-Jährige Hamburger Klaus Junge den Meistertitel.

18.8.1941, Montag

In einer Denkschrift des Oberkommandos des Heeres wird als vorrangiges Ziel im Krieg gegen die Sowjetunion der Vormarsch auf Moskau bezeichnet, der aus Witterungsgründen bis spätestens Oktober des Jahres abgeschlossen sein sollte.

Im nicht von den Deutschen besetzten Teil Frankreichs wird eine neue Eidesformel für die Angehörigen der Streitkräfte der Beamtenschaft und der Gerichtshöfe eingeführt. Sie müssen einen Treueschwur auf den Staatspräsidenten ablegen.

19.8.1941, Dienstag

In Berlin findet die Premiere des Films “Krach im Vorderhaus” unter der Regie von Paul Heidemann statt; die Hauptrollen in der Komödie spielen Mady Rahl, Rotraut Richter, Carl-Heinz Schroth und Grethe Weiser.

20.8.1941, Mittwoch

Das britische U-Boot “Unique” versenkt den italienischen Truppentransporter “Esperia”, der im Rahmen eines Großgeleitzuges mit frischen Truppen für die italienische Afrika-Armee nach Tripolis unterwegs ist.

Die Dänin Ragnhild Hveger stellt in Kopenhagen einen Weltrekord im 1500 m Freistilschwimmen der Frauen mit 20:57,0 min auf; eine Woche zuvor ist sie auf der 800 m-Freistilstrecke ebenfalls Weltrekordzeit mit 10:52,5 min geschwommen.

21.8.1941, Donnerstag

Aus dem von deutschen Truppen besetzten Lothringen werden 40 Familien ins sog. Altreich deportiert, da jugendliche Familienmitglieder vor einer Einberufung zum Reichsarbeitsdienst geflohen sind.

Von Island läuft ein britischer Versuchskonvoi mit 48 Jagdflugzeugen für die sowjetische Luftwaffe nach Archangelsk aus. Der Konvoi, der von sechs Zerstörern, zwei Schweren Kreuzern und einem Flugzeugträger gesichert wird, erreicht ohne Feindberührung am 31. August sein Ziel.

Das dänische Parlament (Folketing) nimmt einstimmig einen Gesetzesentwurf an, der das Verbot der Kommunistischen Partei und aller kommunistischen Aktivitäten in Dänemark vorsieht.

Adolf Hitler lehnt die Vorschläge der Heeresführung zur raschen Einnahme Moskaus vom 18. August ab und befiehlt verstärkte Angriffe auf die Krim und den Kaukasus, um die Rote Armee von Öl- und Getreidelieferungen abzuschneiden.

22.8.1941, Freitag

Spanische und deutsche Regierungsvertreter unterzeichnen ein Abkommen, das es deutschen Wirtschaftsunternehmen ermöglicht, spanische Arbeitskräfte zur Beschäftigung im Deutschen Reich anzuwerben.

Alle niederländischen Kinos müssen auf Anweisung des Generalsekretariates für Volksaufklärung und Kunst in der Zeit vom 29. August 1941 bis zum 30. April 1942 den Film “Der ewige Jude” zeigen.

In Dresden kommt die von Karl Anton inszenierte Filmkomödie “Immer nur du” zur Uraufführung, in der Johannes Heesters, Dora Komar, Fita Benkhoff und Paul Henckels in Hauptrollen zu sehen sind.

23.8.1941, Samstag

Der deutsche Hilfskreuzer “Orion” läuft nach fast zweijähriger Kaperfahrt, während der er an der Versenkung von insgesamt zwölf Schiffen beteiligt war, in der Gironde-Mündung in Südwestfrankreich ein.

Der französische General Charles de Gaulle bildet in der britischen Hauptstadt London ein Nationalkomitee, das die Befreiung Frankreichs von der deutschen Besetzung anstrebt.

Im von den deutschen Truppen nicht besetzten Teil Frankreichs unter Marschall Philippe Pétain wird ein Gesetz zur Unterdrückung der kommunistischen und anarchistischen Tätigkeit erlassen, das die Einrichtung von Sondergerichten zur zügigen Aburteilung linksgerichteter Aktivisten vorsieht.

Das Drahtgewerbe im Deutschen Reich wird in der Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Drahtindustrie zusammengeschlossen, um Produktion und Vertrieb zentral koordinieren zu können.

24.8.1941, Sonntag

Der Führer und Reichskanzler befiehlt u.a. wegen zahlreicher Proteste den Stopp der sog. Euthanasie, der systematischen Ermordung geistig und psychisch Kranker. Internen Statistiken der nationalsozialistischen Machthaber zufolge sind bisher 70 273 Menschen der Aktion zum Opfer gefallen.

Bei der diesjährigen Tour de Suisse siegt der schweizerische Radsportler Josef Wagner vor seinem Landsmann Werner Buchwalder.

Der rumänische Staatschef Ion Antonescu wird zum Marschall von Rumänien ernannt; am 6. August war er von Adolf Hitler mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet worden.

25.8.1941, Montag

Britische und sowjetische Truppeneinheiten marschieren in den neutralen Iran ein unter dem Vorwand, einer Besetzung des Landes durch die Achsenmächte Deutsches Reich und Italien vorzubeugen.

Der italienische Duce und Ministerpräsident, Benito Mussolini, trifft zu einem viertägigen Besuch in Adolf Hitlers ostpreußischem Hauptquartier “Wolfsschanze” ein; während seines Aufenthaltes besucht er gemeinsam mit Hitler Truppenverbände an der Front in der Sowjetunion.

26.8.1941, Dienstag

Eine Denkschrift des Oberkommandos der Wehrmacht, die auch von Adolf Hitler genehmigt wird, stellt fest, dass der Krieg gegen die Sowjetunion im Verlauf des Jahres 1941 nicht mehr beendet werden kann.

Die deutsche Reichsregierung entzieht den Konsulaten von Mexiko und Haiti das Exequatur, die Konsulate der beiden Staaten müssen binnen zehn Tagen geschlossen werden. Beide Staaten arbeiten verstärkt mit den USA und Großbritannien zusammen.

27.8.1941, Mittwoch

Bei einem Festakt zur Aufstellung der ersten französischen Freiwilligeneinheiten für den Krieg gegen die UdSSR in Versailles verübt ein Anhänger von General Charles de Gaulle ein Attentat auf den früheren französischen Ministerpräsidenten Pierre Laval und den Initiator der Freiwilligenstreitmacht, Marcel Déat.

Britische Seestreitkräfte bringen im Nordatlantik das deutsche Unterseeboot “U 570” auf, das nach Reparaturarbeiten als “HMS Graph” für die britische Kriegsmarine wieder in Dienst gestellt wird.

28.8.1941, Donnerstag

Der Oberste Rat der Sowjetunion verfügt die Deportation der gesamten deutschen Bevölkerung des Wolgagebietes nach Sibirien, da diese die Deutschen decke und durch Sabotageakte unterstütze.

Auf ausdrücklichen Befehl Josef W. Stalins, des Oberbefehlshabers der Roten Armee, wird der Staudamm des Dnjepr bei Saporoschje beim Rückzug sowjetischer Einheiten vor den angreifenden deutschen Truppen gesprengt.

Deutsche Truppen erobern die sowjetische Stadt Reval (Tallin) in Estland und fügen bei ihrem weiteren Vordringen der sowjetischen Kriegsmarine empfindliche Verluste zu.

29.8.1941, Freitag

Die finnische Armee nimmt das am 12. März 1940 an die UdSSR abgetretene Wyborg wieder ein und erobert so das Gebiet bis zur alten finnisch-sowjetischen Grenze zurück.

Der jugoslawische General Milan Nidic bildet im Auftrag der deutschen Besatzungsbehörden im besetzten Serbien eine Zivilregierung, deren Ministerpräsident er wird.

Die deutsche Einsatzgruppe C an der Front in der Sowjetunion meldet die Erschießung von rund 14 000 Juden bei Kamenez-Podolski.

In Berlin wird der Film “Ich klage an” von Regisseur Wolfgang Liebeneiner uraufgeführt, der aktive Sterbehilfe propagiert; die Hauptrollen spielen Heidemarie Hatheyer, Paul Hartmann und Mathias Wieman.

30.8.1941, Samstag

Die britische Luftwaffe fliegt erneut schwere Angriffe gegen deutsche Städte, u.a. auf Hamburg, Berlin und Frankfurt am Main, wo 91 t Sprengbomben abgeworfen werden.

In Tighina unterzeichnen deutsche und rumänische Regierungsvertreter einen Freundschaftsvertrag, demzufolge das Gebiet zwischen Bug und Dnjestr, das sog. Transnistrien, rumänischer Zivilverwaltung unterstellt wird.

31.8.1941, Sonntag

Im Iran treffen sich die Spitzen der sowjetischen und der britischen Invasionstruppen bei Ghaswin.

In Leipzig beginnt die diesjährige Herbstmesse, auf der 6625 Aussteller aus insgesamt 19 Staaten ihre Produkte ausstellen.

In der gesamten Schweiz wird für die kommenden drei Tage der Verkauf von Käse eingestellt, um die nationalen Bestände zu überprüfen; ab dem 3. September wird der Käse für die schweizerischen Verbraucher erstmals rationiert.