Was geschah im August 1967

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1.8.1967, Dienstag

Die Rassenunruhen in den Vereinigten Staaten greifen auf Washington über. Nur eine Meile vom Weißen Haus entfernt kommt es zu Demonstrationen, die von der Polizei sofort mit Waffengewalt auseinandergetrieben werden.

Die anhaltende Hitze führt in den Obst- und Gemüseanbaugebieten der Bundesrepublik zu einer Zusammenlegung der Erntetermine, so dass der Markt über die Grenzen seiner Aufnahmefähigkeit gesättigt ist. Blaukraut und Wirsing werden deswegen an Tiere verfüttert.

Lunar Orbiter 5″ beendet als letzter US-amerikanischer Mondsatellit dieser Serie die Bilderkundung des Erdtrabanten. Durch “Orbiter”-Fotos sind 99% der Mondoberfläche erfasst.

Mit großem Propagandaaufwand feiert die VR China den 40. Jahrestag der Gründung der “Roten Armee”, die später in “Volksbefreiungsarmee” umgetauft wurde.

2.8.1967, Mittwoch

Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden hat rund 900 000 uneheliche minderjährige Kinder registriert. Das entspricht einem Anteil von 5% der Gesamtbevölkerung unter 21 Jahren.

Das stillgelegte US-Schlachtschiff “New Jersey” wird mit einem Aufwand von über 100 Millionen DM wieder gefechtsfähig und soll in Vietnam eingesetzt werden.

Der Weltfußball-Verband FIFA bestimmt, dass eine Fußballmannschaft nicht mehr nur aus elf, sondern aus maximal 16 Spielern bestehen darf, von denen bis zu 13 während eines Treffens eingesetzt werden können: “Im Falle der Verletzung eines Spielers darf ein neuer aufs Feld kommen.”

3.8.1967, Donnerstag

Bundesaußenminister Willy Brandt (SPD), der als erster Bundesaußenminister ein kommunistisches Land besucht, unterschreibt in Bukarest ein Abkommen über die wirtschaftlich-technische Zusammenarbeit zwischen der Bundesrepublik und Rumänien.

US-Präsident Lyndon B. Johnson übermittelt dem Kongress in Washington eine Botschaft, in der er um dessen Zustimmung zu einem zeitweiligen Zuschlag zur Einkommens- und Körperschaftssteuer ersucht, um die steigenden Kosten der Kriegsführung in Vietnam ausgleichen zu können. Johnson kündigt gleichzeitig der Öffentlichkeit eine Erhöhung der Truppenstärke in Vietnam auf 525 000 Mann an.

In der Rekordzeit von neun Stunden wird der Rohbau der neuen Nationalgalerie in Berlin (West) erstellt und das 65 große 2,5 Millionen Pfund schwere Stahldach auf die Eisenkonstruktion gehievt.

4.8.1967, Freitag

Der farbige Anwalt Clifford L. Alexander, der drei Jahre lang dem Arbeitsstab im Weisen Haus angehörte, wird als Vorsitzender des Ausschusses für gleiche Beschäftigungsmöglichkeiten von Schwarzen und Weißen in den Vereinigten Staaten vereidigt.

Die 23-Jährige Schauspielerin Cornelia Froboess, als Kinderschlagerstar durch das Lied ihres Vaters “Pack, die Badehose ein” bekannt geworden, heiratet in Berlin (West) den Intendanten des Braunschweiger Staatstheaters, Helmut Matiasek.

Für fast 20 Millionen DM übernimmt die Siemens AG ein Viertel des Aktienkapitals der Hamburger Werft Blohm & Voss AG.

Kurz nach dem geglückten Start stürzt die “Europa 1” über der Simpson-Wüste in Südaustralien ab. Die Rakete wurde von der Europäischen Raketenentwicklungsorganisation ELDO gebaut, an der auch die Bundesrepublik beteiligt ist.

Im Iran finden allgemeine Wahlen in die Abgeordnetenkammer und in die Konstituierende Versammlung statt.

5.8.1967, Samstag

Die Botschaft der VR China übermittelt dem Schweizer Bundesrat eine Protestnote gegen die Aufnahme und Betreuung tibetischer Flüchtlinge in der Schweiz.

Die Schweiz entscheidet sich für die Einführung des deutschen PAL-Farbfernsehsystems.

6.8.1967, Sonntag

Hiroshima gedenkt des 22. Jahrestages seiner Vernichtung durch die erste in einem Krieg abgeworfene Atombombe.

Die 2278 m lange Salazarbrücke über den Tejo in Lissabon wird dem Verkehr übergeben. Sie ist die gegenwärtig längste Brücke Europas.

Den Großen Preis von Deutschland für Rennwagen der Formel I gewinnt der Neuseeländer Dennis Hulme auf dem Nürburgring.

7.8.1967, Montag

In Las Vegas heiraten der Schauspieler Paul Hubschmid und seine Kollegin Eva Renzi.

Das Volkswagenwerk in Wolfsburg liefert die neue Serie der VW-Modelle aus, die mit einer Zweikreisbremse und einem flexiblen Zwischenstück im Lenkrad den gestiegenen Sicherheitsanforderungen der Automobil-Käufer gerecht werden sollen.

Das Hamburger Nachrichtenmagazin “Der Spiegel” erhebt schwere Vorwürfe gegen das Verlagshaus Axel Springer. Springer soll zwei Journalisten damit beauftragt haben, Material über die wirtschaftlichen Verhältnisse des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF) sowie über das Privatleben leitender Angestellter der Fernsehanstalt zu sammeln.

Auf einem Flug von der kolumbianischen Stadt Barranquilla nach der Insel San Andres im Karibischen Meer wird eine Passagiermaschine von vier Piraten gezwungen, nach Havanna auf Kuba zu fliegen.

8.8.1967, Dienstag

Ein Großbrand im Zweigwerk der Farbenfabriken Bayer AG in Antwerpen verursacht einen Sachschaden von 80 Millionen DM.

In Bangkok wird durch die Außenminister von Thailand, Malaysia, Indonesien, Singapur und den Philippinen eine Deklaration über die Gründung einer Vereinigung Ostasiatischer Länder (ASEAN) unterzeichnet, die der Festigung der wirtschaftlichen Stabilität der Mitgliederländer dienen soll.

9.8.1967, Mittwoch

Der französische Ministerrat billigt Verordnungen über die Sanierung der staatlichen Sozialversicherung und über die Beteiligung der Arbeiter am Gewinn bei Betrieben mit mehr als 100 Angestellten.

Boliviens Präsident Alfredo Ovando Candía bildet ein neues Kabinett, in welchem Mitglieder von höchst entgegengesetzten Parteien und Interessengruppen vertreten sind. Damit versucht er einer seit März dauernden Regierungskrise, die durch die Anwesenheit von kommunistischen Guerilla-Verbänden im Südosten des Landes ausgelöst wurde, zu beenden.

10.8.1967, Donnerstag

Die Bundesregierung in Bonn beschließt die Finanzplanung des Bundes bis 1971 und die betreffenden Gesetzentwürfe. Außerdem wird das zweite konjunkturpolitische Programm von 5,3 Milliarden DM verabschiedet.

In Havanna wird die erste Konferenz, die seit dem 31. Juli tagte, der Organisation Lateinamerikanischer Solidarität (OLAS) beendet, an der 27 Delegationen revolutionärer Bewegungen und kommunistischer Parteien teilnahmen.

Im Kongo erobern weiße Söldner unter dem Kommando des Belgiers Major Jean Schramme die Grenzstadt Bukavu.

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen in New York verurteilt in einem von Nigeria unterbreiteten Resolutionsentwurf jegliche Unterstützung von ausländischen Söldnern in Afrika.

11.8.1967, Freitag

In Bath (Maine) Läuft der erste von drei in den Vereinigten Staaten gebauten Lenkwaffenzerstörer (“Lütjens”) der deutschen Bundesmarine vom Stapel.

Die nigerianische Zentralregierung erklärt den “totalen Krieg” gegen Biafra.

Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger und Verteidigungsminister Gerhard Schröder einigen sich über den künftigen Aufbau und zahlenmäßigen Umfang der Bundeswehr.

12.8.1967, Samstag

In Berlin (West) feiert die Kommune I mit einem “Love-in” die Entlassung des Kommunarden Fritz Teufel aus der Untersuchungshaft, wo er sich seit dem 2. Juni nach den Anti-Schah-Demonstrationen befand.

42 Kisten mit dem 13 000 Einzelstücke umfassenden Service für die Krönungsfeierlichkeiten des Schahs Mohammed Resa Pahlawi von Persien verlassen den Güterbahnhof der oberfränkischen Porzellanstadt Selb. Der Wert des Porzellans wird mit 668 000 DM beziffert.

13.8.1967, Sonntag

Seit dem Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961 kamen 160 Menschen bei dem Versuch, aus den Ost- in die Westsektoren der Stadt zu fliehen, ums Leben.

Laut einer Meinungsumfrage des US-amerikanischen Meinungsforschungsinstituts Gallup billigen 39% der US-Bevölkerung die Politik von US-Präsident Lyndon B. Johnson, 47% missbilligen sie, 14% der Befragten haben keine Meinung. Auf die gleiche Frage antworteten nach dem sowjetisch-amerikanischen Gipfeltreffen am 23. Juni in Glasboro 52% der US-amerikanischen Bevölkerung billigend, 35% missbilligend, 13% unentschieden.

15.8.1967, Dienstag

Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger und Außenminister Willy Brandt weilen für zwei Tage in Washington, wo sie mit US-Präsident Lyndon B. Johnson über Fragen des Nordatlantischen Bündnisses (NATO) und der von der Bundesregierung geplanten Reduzierung des Bundeswehrpersonals verhandeln.

Die Sowjetunion übermittelt dem Auswärtigen Amt in Bonn eine Protestnote gegen eine versuchte Anwerbung eines Sowjetbürgers durch Angehörige des Bundesamtes für Verfassungsschutz.

Indien feiert den 20. Jahrestag seiner Unabhängigkeit.

16.8.1967, Mittwoch

Der spanische Avantgarde-Dichter Fernando Arrabal, der Ende Juli wegen des Vorwurfs der Vaterlandsbeleidigung verhaftet worden ist, wird gegen Kaution freigelassen. Anlass für die Festnahme war eine Widmung, die der Dichter einem jungen Verehrer in eines seiner Bücher geschrieben hat: “Ich scheiße auf Gott, das Vaterland und alles übrige.”

Die CSSR bürgert den Schriftsteller Ladislav Mnacko aus, schließt ihn aus der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei aus und erkennt seinen Titel als “Verdienter Künstler” ab. Grund für diese Maßnahmen ist eine Reise des Künstlers nach Israel, mit der er gegen die anti-israelische Politik seines Landes protestieren wollte.

Die Bundesregierung hebt die 1961 eingeführte Widerrufsklausel im Interzonenverkehr mit der DDR auf, erleichtert außerdem den Zahlungsverkehr und richtet eine bundesdeutsche Informationsstelle auf der Leipziger Muster-Messe ein.

US-Präsident Lyndon B. Johnson fordert im Hinblick auf die schwelenden Rassenunruhen den Kongress auf, die von ihm empfohlenen Programme zur Sanierung der US-amerikanischen Großstädte zu verabschieden.

Rund 18 Millionen DM haben die Bergbauunternehmen in Nordrhein-Westfalen in den vergangenen 14 Tagen als Härteausgleich für Feierschichten an Bergleute ausgezahlt.

17.8.1967, Donnerstag

In London kommt der 80minütige Film der universellen Happening-Künstlerin Yoko Ono zur Aufführung, in dem die Japanerin 365 Gesäße auf Zelluloid bannt und dabei Gespräche mit dem jeweiligen Star wiedergibt.

Muhammad Ali (Cassius Marcellus Clay) heiratet in zweiter Ehe eine strenggläubige Moslemin und kündigt an, sich als Prediger der Black Muslims in den Vereinigten Staaten betätigen zu wollen.

Rentnerehepaare in der Bundesrepublik verfügen laut dem Statistischen Bundesamt in Wiesbaden im Monatsdurchschnitt über 447 DM.

18.8.1967, Freitag

Nach Angaben des Auswärtigen Amts in Bonn sind derzeit 64 Bundesbürger in verschiedenen Ostblockstaaten inhaftiert.

Anhänger Mao Zedongs stürmen in Peking das Gebäude der sowjetischen Botschaft und zertrümmern Teile der Einrichtung.

Papst Paul VI. verwirklicht die von ihm angekündigte Reform der römischen Kurie und schafft damit die Voraussetzung für eine Straffung und Demokratisierung dieser zentralen Verwaltung der Kirche.

19.8.1967, Samstag

36 von der Bundesrepublik freigekaufte DDR-Häftlinge, darunter auch Frauen, werden an den Grenzübergängen Herleshausen und Wartha übergeben.

20.8.1967, Sonntag

Die Deutsche Lufthansa eröffnet nach über 20-Jähriger Pause den planmäßigen Linienflugverkehr in die osteuropäischen Hauptstädte Belgrad, Budapest und Bukarest.

21.8.1967, Montag

China gibt den Abschuss von zwei Flugzeugen der US-Armee über seinem Territorium bekannt.

Die Adam-Opel-AG wird in ihrem Stammwerk in Rüsselsheim bis zum 26. August Kurzarbeit einlegen. Grund ist der geringe Absatz von Mittelklassewagen während der Urlaubszeit.

Im Kongo kommt es zu einem Waffenstillstand zwischen der Regierung Joseph Desiré (Sésé) Mobutu und den aufständischen Söldnern.

22.8.1967, Dienstag

Die Bundesregierung in Bonn gibt auf Anfrage bekannt, dass sie im letzten halben Jahr Ausrüstung für Armee und Polizei an die Regierungen Griechenlands, der Türkei, des Iran, Nigerias, Somalias und Äthiopiens geliefert habe.

Das “Komitee zur Verteidigung der Nationalen Revolution” übernimmt auf Mali die Staatsführung.

Demonstranten stürmen die britische Gesandtschaft in Peking und legen Feuer. Großbritannien verhängt als Gegenmaßnahme über die in Großbritannien weilenden Diplomaten Chinas eine Ausgangssperre.

23.8.1967, Mittwoch

Die DDR fordert vom Bundespostministerium die Zahlung von insgesamt 986 Millionen DM für Leistungen, die von der Post der DDR für die Bundespost erbracht worden sind.

24.8.1967, Donnerstag

Die Vereinigten Staaten und die Sowjetunion legen auf der Genfer Abrüstungskonferenz inhaltlich gleiche Entwürfe für den Abschluss eines Atomsperrvertrages vor. In den Entwürfen fehlt jedoch der Kontrollartikel, über den keine Einigung möglich war.

25.8.1967, Freitag

Der schwedische Spielfilm “Persona” von Ingmar Bergman kommt in die bundesdeutschen Kinos. Die Hauptrollen spielen Bibi Anderson und Liv Ullmann. Der Streifen wird von der US-Filmkritik zum “Film des Jahres” gewählt. Außerdem wird der britische Film “Ein Mann zu jeder Jahreszeit” des US-amerikanischen Regisseurs Fred Zinnemann in der Bundesrepublik erstaufgeführt.

In London wird ein Vertrag über die Errichtung einer direkten Nachrichtenverbindung, den “Heißen Draht” zwischen der Residenz des britischen Premierministers und dem Kreml in Moskau unterzeichnet.

In Argentinien tritt ein Gesetz zur Beseitigung oder Verhinderung jedes kommunistischen Einflusses im Land in Kraft. So ist ausländischen Kommunisten der Aufenthalt in Argentinien verboten.

Das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) beginnt mit der Ausstrahlung von Sendungen in Farbe.

26.8.1967, Samstag

In London findet eine Konferenz der Notenbankpräsidenten statt, die sich mit der Frage der geplanten internationalen Währungsreform befassen.

Der Führer der US-amerikanischen Neo-nazistischen Partei, George Lincoln Rockwell, wird vor einem Waschsalon in Washington von seinem “Propagandaminister” John Pattler erschossen.

In Woburn Abbey versammeln sich 5000 britische Hippies zu einem dreitägigen Festival unter dem Motto: “Make Love – not War.”

27.8.1967, Sonntag

In Bulgarien enden die seit dem 21. August dauernden Manöver von Truppen und Stäben Bulgariens, Rumäniens, der UdSSR und Polens.

Mit der Annahme eines Appells zur Beseitigung der Rassendiskriminierung beendet der Weltkirchenrat in Iraklion seine zweiwöchige Tagung.

In Frankfurt am Main wird die Internationale Herbstmesse eröffnet, die bis zum 1. September dauert.

28.8.1967, Montag

Auf österreichischem Hoheitsgebiet an der tschechisch-deutschen Grenze wird einer von vier Flüchtlingen aus der DDR von tschechoslowakischen Grenzsoldaten erschossen.

Mit einer Tragödie endet ein Massenabsprung US-amerikanischer Fallschirmsportler am Eriesee (Ohio). Statt auf dem vorgesehenen Zielgelände landen 19 der 21 Sportler in dem See und ertrinken.

Bei einer Kabinettsumbildung in London übernimmt Premierminister Harold Wilson selbst das Amt des Wirtschaftsministers.

Der deutsche Bundesratsminister Carlo Schmid (SPD) erhält als erster aktiver Politiker den Goethe-Preis der Stadt Frankfurt am Main.

Die Fünftagewoche für die Arbeitnehmer der DDR tritt in Kraft.

29.8.1967, Dienstag

Bei heftigen Regenfällen im Norden Japans kommen 33 Menschen ums Leben, neun Städte und Dörfer werden von der Außenwelt abgeschnitten. Etwa 67 000 Menschen werden obdachlos.

30.8.1967, Mittwoch

Algerien verstaatlicht fünf Tochtergesellschaften US-amerikanischer Mineralölgesellschaften einschließlich deren Sachanlagen, Rechten und Beteiligungen an Raffinerien und Vertrieb. Der Gesamtwert der enteigneten Gesellschaften wird auf 27 Millionen US-Dollar (etwa 108 Millionen DM) geschätzt.

Nach vier Jahren und unzähligen Folgen ist Richard Kimble nicht mehr “auf der Flucht”. Die US-Fernsehgesellschaft ABC strahlt die Schlussfolge der auch in der Bundesrepublik so beliebten Fernsehserie aus.

31.8.1967, Donnerstag

Die israelische Verwaltung Westjordaniens meldet die Rückkehr von 14 056 im Sechstagekrieg geflüchteten Jordaniern in ihre Heimatdörfer.

Ägypten und Saudi-Arabien einigen sich in Karthum auf einen Friedensplan für den Jemen, der den Abzug der ägyptischen Truppen und die Einstellung der saudi-arabischen Unterstützung für die königstreuen Jemeniten vorsieht.

Seit dem 13. März führten die Vereinigten Staaten auf ihrem Versuchsgelände in der Wüste Nevada zwölf Kerntests mit einer Sprengwirkung von etwa 20 000 t Trinitrotoluol (TNT) zu Zwecken der Kernwaffenentwicklung durch.

Brasilien und Indien kündigen auf der Genfer Abrüstungskonferenz an, dass sie den von den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion gemeinsam vorgelegten Entwurf eines Atomsperrvertrags nicht unterzeichnen werden, da er die Nichtatomarmächte diskriminiere.

In der Bundesrepublik werden 17,74 Millionen t Getreide geerntet. Das ist das beste Ernteergebnis seit dem Zweiten Weltkrieg.