Was geschah im August 1998

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1.8.1998, Samstag

Banbridge: Bei einem Bombenanschlag in der vor allem von Protestanten bewohnten nordirischen Ortschaft werden mindestens sechs Menschen verletzt. Der in einem Auto versteckte Sprengsatz detoniert, als die Polizei nach einer telefonischen Warnung eine Einkaufsstraße räumt.

Hamburg: Die Illustrierte “Stern” feiert ihr 50-Jähriges Bestehen.

2.8.1998, Sonntag

Paris: Der italienische Radprofi Marco Pantani gewinnt die – in diesemJahr von einem Doping-Skandal überschattete – Tour de France. Vorjahressieger Jan Ullrich kommt auf Platz 2. Erik Zabel aus Unna erringt als erster Fahrer zum dritten Mal in Folge das Grüne Trikot des besten Sprinters.

3.8.1998, Montag

Auschwitz: Im ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz gedenken Vertreter aus mehreren europäischen Ländern der 500 000 Sinti und Roma, die von den Nationalsozialisten ermordet wurden. Der Vorsitzende des Zentralrats deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, fordert ein Ende der Diskriminierung seines Volkes in Europa.

New York. Als achtes deutsches Unternehmen geht der Software-Hersteller SAP an die New Yorker Aktienbörse. Mit der Ausgabe von Vorzugsaktien in den USA will die Firma aus Waldorf bei Heidelberg, in Deutschland das größte Unternehmen seiner Art, seine Marktposition jenseits des Atlantik ausbauen. Nach Angaben von Vorstandssprecher Hasso Plattner hat SAP in den USA derzeit einen Marktanteil von rd. 30% und erwirtschaftet dort etwa 45% seines Umsatzes.

4.8.1998, Dienstag

New York: An der Börse geraten die Kurse ins Rutschen. Der Dow-Jones-Index verzeichnet einen Rückgang um 3,41%, den stärksten Einbruch seit Jahresbeginn

Berlin: Bei einer Gasexplosion in einem Wohnhaus im Stadtteil Steglitz kommen sieben Menschen ums Leben. Möglicherweise hat ein 13-Jähriger, der ebenfalls getötet wurde, das Unglück ausgelöst.

5.8.1998, Mittwoch

Bagdad: Der irakische Staatschef Saddam Hussein kündigt an, sein Land werde die Zusammenarbeit mit den UN-Waffeninspektoren einstellen, um gegen die seit acht Jahren bestehenden Sanktionen der Vereinten Nationen zu protestieren. Damit spitzt sich die Irak-Krise erneut zu.

Colombo: Sri Lankas Präsidentin Chandrika Kumaratunga verhängt den Ausnahmezustand über das ganze Land und kündigt eine Verschiebung der für Ende August geplanten Wahlen in fünf der acht Provinzen an. Zur Begründung heißt es, das Militär könne nicht gleichzeitig gegen die tamilischen Separatisten kämpfen und den ordnungsgemäßen Wahlablauf sichern.

6.8.1998, Donnerstag

Athen: Die Waldbrände in Griechenland werden durch starke Winde neu angefacht. Allein auf der Halbinsel Attika sind bereits mehr als 100 000 ha Wald-, Busch- und Ackerland vernichtet worden.

7.8.1998, Freitag

Nairobi/Daressalam: Auf die US-Botschaften in Kenia und Tansania werden fast zeitgleich Bombenattentate verübt. 263 Menschen kommen ums Leben.

Bogotá: Mit einem Friedensappell und der Ankündigung sozialer Reformen tritt Andrés Pastrana sein Amt als kolumbianischer Präsident an. Die Beendigung des jahrzehntelange Bürgerkriegs sei “die wichtigste Aufgabe” seiner vierjährigen Amtsperiode, erklärt der 44-Jährige konservative Politiker. Anfang der Woche ist es erneut zu schweren Kämpfen zwischen der Armee und linksgerichteten Rebellen gekommen. Die Offensive der Rebellen sei – so hieß es – ein Abschiedsgruß an den bisherigen Präsidenten Ernesto Samper Pisano gewesen, dessen Regierung der Korruption und Zusammenarbeit mit Drogenbossen beschuldigt wurde.

8.8.1998, Samstag

Lima: Der peruanische Ministerpräsident Javier Valle Riesta erklärt nach nur zwei Monaten im Amt seinen Rücktritt. Er begründet seine Entscheidung mit den Worten, er sei Demokrat und es gebe in Peru eine Struktur, die totalitär ausgerichtet sei. Valle Riesta gilt als einer der härtesten Kritiker des autokratisch regierenden Staatspräsidenten Alberto Fujimori.

Rangun: Am 10. Jahrestag der blutigen Unterdrückung der Demokratiebewegung in Myanmar, bei der vermutlich 1000 Menschen ums Leben kamen, lässt das Militärregime das Haus der Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi mit Barrikaden absperren. Laut Augenzeugenberichten kann die Friedensnobelpreisträgerin von 1991 weder ihr Grundstück verlassen noch Besucher empfangen.

9.8.1998, Sonntag

Athen: Bei der Basketball-Weltmeisterschaft setzt sich das Team aus Jugoslawien im Finale mit 64:62 gegen Russland durch.

Papenburg: 130 000 Schaulustige verfolgen die Fahrt des neugebauten Ozeanriesen “Super Star Leo” von der Meyer-Werft durch die Ems in Richtung Nordsee. Der Luxusliner bietet Platz für bis zu 2800 Kreuzfahrtpassagiere.

Nagasaki: Mit einem Appell zur Abschaffung aller Nuklearwaffen wird in der japanischen Stadt der Opfer des Atombombenabwurfs vor 53 Jahren gedacht. Japans Ministerpräsident Keizo Obuchi fordert Indien und Pakistan auf, dem Atomwaffensperrvertrag bedingungslos beizutreten.

10.8.1998, Montag

Leipzig: Der Bundesgerichtshof hebt die Verurteilung des früheren DDR-Unterhändlers Wolfgang Vogel wegen der Erpressung Ausreisewilliger auf. Die Urteile wegen Meineides und Urkundenfälschung bleiben dagegen bestehen. Vogel, ein Vertrauter des früheren SED-Chefs Erich Honecker, soll 215 000 DDR-Bürgern zu einer Familienzusammenführung im Westen und 34 000 politischen Häftlingen zur Ausreise verholfen haben.

Bandar Seri Begawan: Im Rahmen der fast einmonatigen Feiern anlässlich seines 52. Geburtstags erhebt Sultan Muda Hassan Bolkiah von Brunei seinen 24-Jährigen Sohn Al Muhtadee Billah zum Kronprinzen und Thronfolger. Der Sultan gilt mit einem geschätzten Privatvermögen von 40 Mrd. US-Dollar (72 Mrd. DM) als einer der reichsten Männer der Welt.

Moskau: Die britische Rockband Rolling Stones tritt zum ersten Mal in der russischen Hauptstadt auf.

12.8.1998, Mittwoch

Abuja: Die nigerianische Militärregierung hebt das Streik- und Organisationsverbot für Gewerkschaften auf, das 1994 nach Streiks in der Ölindustrie verhängt wurde. Zuvor ist die neue Wahlkommission vereidigt worden, die den Weg zur Demokratie ebnen soll.

13.8.1998, Donnerstag

New York: Die Schweizer Großbanken Suisse Credit und UBS erklären sich bereit, 1,25 Mrd.US-Dollar Entschädigung an Holocaust-Opfer und deren Erben zu zahlen. Baikonur: Zum vorletzten Mal startet ein Raumsonde zur russischen Raumstation “Mir”. Neben zwei Kosmonauten ist auch der frühere Berater des russischen Präsidenten Boris Jelzin, Juri Baturin, an Bord. Die “Mir”, die zuletzt vor allem wegen zahlreicher Pannen in die Schlagzeilen geriet, soll Mitte 1999 aufgegeben werden.

Berlin: Am 37. Jahrestag des Mauerbaus wird die Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße eingeweiht. Sie soll an die Teilung Deutschlands und an die Todesopfer an der innerdeutschen Grenze erinnern.

14.8.1998, Freitag

Bonn: In Deutschland zahlen die Väter von 519 000 Kindern keinen Unterhalt. Dies teilt das Bundesfamilienministerium mit. Die Zahl der nichtzahlenden Väter hat gegenüber dem Vorjahr um 24 000 zugenommen.

15.8.1998, Samstag

Omagh: 28 Menschen, darunter neun Kinder und 13 Frauen, kommen bei einem Bombenanschlag im Zentrum der nordirischen Stadt ums Leben.

Franzensfeste: Fünf deutsche Urlauber werden auf der Brennerautobahn südlich der italienisch-österreichischen Grenze von einer Gerölllawine getötet.

Köln: Mit einem feierlichen Pontifikalamt wird an die Grundsteinlegung für den Kölner Dom vor 750 Jahren gedacht.

Lassing: Fast einen Monat nach dem Grubenunglück im österreichischen wird die Suche nach Überlebenden endgültig eingestellt. Zuvor ist eine Kamera in einer neuen Bohrung bereits in 164 m Tiefe auf Wasser und Schlamm gestoßen. Nach Angaben der Einsatzleitung bedeutet dies, dass es in einem Hohlraum in 175 m Tiefe keine Luftblase gibt, in der Menschen hätten überleben können.

16.8.1998, Sonntag

Sydney: Der US-amerikanische Millionär Steve Fossett scheitert erneut bei einem Versuch, die Erde mit einem Heißluftballon zu umrunden.

Magdeburg: Die britisch-niederländische Boygroup Caught in the Act absolviert nach sechsjährigem Bestehen ihr letztes Konzert und löst sich dann auf. Als Grund werden Schwierigkeiten mit dem Management angegeben.

Berlin: Der frühere Chef der DDR-Staatssicherheit, Erich Mielke, muss sich wegen der Todesschüsse an der innerdeutschen Grenze nicht mehr vor Gericht verantworten. Nach Angaben der Justiz wird das Verfahren gegen den 90-Jährigen wegen andauernder Verhandlungsunfähigkeit eingestellt.

17.8.1998, Montag

Washington: US-Präsident Bill Clinton gibt in einer Fernsehansprache zu, eine “unangemessene Beziehung” zu Monica Lewinsky, einer Ex-Praktikantin im Weißen Haus unterhalten zu haben.

Moskau: Angesichts der anhaltenden Finanzkrise gibt die russische Zentralbank den Wechselkurs des Rubel gegenüber dem US-Dollar in gewissen Grenzen frei.Dies kommt einer Abwertung der Landeswährung gleich.

18.8.1998, Dienstag

Asunción: Drei Tage nach seinem Amtsantritt beschwört Paraguays Präsident Raúl Cubas Grau mit der Begnadigung und Freilassung des umstrittenen Generals Lino César Oviedo eine schwere innenpolitische Krise heraus.

Bonn: In der ehemaligen Bundeshauptstadt unterzeichnen Vertreter der Bundesregierung und der Vereinten Nationen ein Abkommen über die Errichtung des UN-Sekretariats zur Bekämpfung der Wüstenbildung. Es ist die fünfte UN-Institution, die in Bonn ihren Sitz haben soll.

19.8.1998, Mittwoch

Amman: Vor dem Hintergrund eines Skandals um verschmutztes Trinkwasser tritt die jordanische Regierung unter Ministerpräsident Abdelsalem el Madschali zurück. Sein Nachfolger wird der Präsident des Königlichen Gerichts, Fajez Tarauna.

Wiesbaden: Etwa 3 Mio. Menschen – das entspricht 3,6% der Bevölkerung – bezogen Ende 1997 in Deutschland Sozialhilfe. Dies geht aus einem Bericht des Statischen Bundesamtes hervor. Demzufolge stieg die Zahl der Menschen, die laufende Hilfe zum Lebensunterhalt erhielten, im vergangenen Jahr in ganz Deutschland um 7,1%, in den neuen Bundesländern sogar um 24%.

20.8.1998, Donnerstag

Berlin: Erstmals werden Verantwortliche des DDR-Sports wegen Dopings verurteilt. Das Berliner Landgericht verhängt gegen zwei frühere Ärzte und einen Trainer des Schwimmvereins TSC Berlin wegen Körperverletzung bzw. Beihilfe Geldstrafen in Höhe von 7 000 bis 27 000 DM. Die Angeklagten haben gestanden, Anabolika zur Leistungssteigerung an minderjährige Mädchen ohne deren Wissen verteilt zu haben.

Washington: Als Vergeltung für die Bombenanschläge auf die US-Botschaften in Kenia und Tansania greift die US-Luftwaffe mutmaßliche Stützpunkte von Terroristen in Afghanistan und im Sudan mit Raketen an.

21.8.1998, Freitag

Johannesburg: Der frühere südafrikanische Präsident Pieter Willem Botha wird wegen Missachtung der Wahrheitskommission zur Aufklärung von Verbrechen unter dem Apartheidregime zu einer Geldstrafe von umgerechnet 3000 DM verurteilt.Der 82-Jährige, der als Staatsoberhaupt zwischen 1978 und 1989 die damalige Rassentrennungspolitik unterstützte, hat mehrere Vorladungen der Kommission ignoriert.

Hebron: Nach der Ermordung eines jüdischen Siedlers durch einen Palästinenser riegelt die israelische Armee die Stadt im Westjordanland ab. Außerdem wird eine Ausgangssperre über den Teil der Stadt verhängt, der unter israelischer Kontrolle steht. In Hebron leben 400 jüdische Siedler unter rd. 120 000 Palästinensern. Nach zehn Tagen werden die Maßnahmen wieder aufgehoben.

22.8.1998, Samstag

Berlin: Unter dem Motto “Auftakt für den Wechsel” leitet die SPD die heiße Phase ihres Bundestagswahlkampfes ein.

23.8.1998, Sonntag

Moskau: Überraschend entlässt der russische Präsident Boris Jelzin Premierminister Sergei Kirijenko nach nur fünfmontiger Amtszeit.

Budapest: Die Leichtathletik-Europameisterschaften gehen zu Ende.Insgesamt 23 Medaillen erringen die DLV-Athleten, davon achtmal Gold und siebenmal Silber. Das Team aus Großbritannien holt mit neunmal Gold einen Europatitel mehr.

24.8.1998, Montag

Frankfurt am Main: Die türkische Verlegerin Ayse Nur Zarakolu erhält den erstmals verliehenen Menschenrechtspreis der Internationalen Verlegerunion. Die mit 10 000 DM dotierte Auszeichnung wurde zum 50-Jährigen Bestehens der UN-Menschenrechtserklärung geschaffen.

Garching: Bei München wird das Richtfest für den umstrittenen atomaren Forschungsreaktor gefeiert. in Garching bei Muenchen gefeiert worden. Während die Befürworter das Projekt als Motor für den wissenschaftlichen Fortschritt in Deutschland und Europa bezeichnen, kritisieren die Gegner, dass für den Betrieb des Reaktors waffentaugliches Uran notwendig ist.

Bonn: Ein Vermögen von mindestens 3,4 Mrd. DM hatten Parteien und Massenorganisationen in der DDR angehäuft; auf die SED-Nachfolgepartei PDS entfallen über 2 Mrd.DM. Dies geht aus dem Abschlussbericht der Unabhängigen Kommission Parteivermögen hervor, den der Bundestag in Auftrag gegeben hatte.

Berlin: Der Senat beschließt, die Entscheidung über das umstrittene Holocaust-Mahnmal erst nach der Bundestagswahl zu fällen.

25.8.1998, Dienstag

London: Die Fluggesellschaft British Airways kauft erstmals Airbus-Maschinen für den europäischen Kurzstreckenverkehr. 59 Flugzeuge des Typs Airbus A-320 sind fest bestellt, für weitere 129 Maschinen bestehen Optionen. British Airways war bislang Kunde beim Airbus-Konkurrenten Boeing in den USA.

Kairo: In Ägypten wird der Palästinenser Abu Nidal, einer der meistgesuchten Terroristen der Welt, festgenommen. Er wird von den USA, Großbritannien, Frankreich, Italien, Griechenland, Israel und mehreren arabischen Ländern sowie von der Palästinensischen Befreiungsorganisation gesucht. Die PLO beschuldigt Abu Nidal, einen Mordanschlag auf ihren Vorsitzenden Jasir Arafat geplant zu haben.

Bonn: Wie das Bundesinnenministerium mitteilt, haben die Angriffe auf Ausländer in Deutschland im vergangenen Jahr deutlich zugenommen. 406 Fälle von Körperverletzungen mit fremdenfeindlich motiviertem Hintergrund seien registriert worden, fast 100 Fälle mehr als 1996. Die meisten ausländerfeindlichen Übergriffe ereigneten sich in Nordrhein-Westfalen. Gemessen an der Bevölkerungsdichte war allerdings Mecklenburg-Vorpommern das Bundesland mit den meisten fremdenfeindlichen Attacken.

26.8.1998, Mittwoch

Peking: Die chinesische Führung gibt bekannt, dass bei den seit Juli anhaltenden Überschwemmungen bisher über 3000 Menschen ums Leben gekommen sind.

27.8.1998, Donnerstag

Cape Canaveral: Eine Trägerrakete vom Typ Delta-3 mit einem Kommunikationssatelliten an Bord explodiert auf ihrem Jungfernflug kurz nach dem Start. Erst zwei Wochen zuvor ist eine Trägerrakete vom Typ Titan-4, die einen US-Aufklärungssatelliten ins All transportieren sollte, beim Start verunglückt.

28.8.1998, Freitag

Monte Carlo: Zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte gewinnt der englische Fußballclub FC Chelsea den europäischen Supercup. Die Londoner besiegen Real Madrid 1:0.

Kinshasa: In der bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen im Kongo treffen erstmals die Truppen zweier ausländischer Einsatzkräfte aufeinander.

29.8.1998, Samstag

Quito: 79 Menschen kommen ums Leben, als eine kubanische Verkehrsmaschine nach mehreren vergeblichen Startversuchen auf dem Flughafen der kolumbianischen Hauptstadt verunglückt.

30.8.1998, Sonntag

Stuttgart: Der durch die Fusion von SDR und SWF entstandene Südwestrundfunk nimmt den Betrieb auf.

Gaza: Erstmals in ihrer vierjährigen Amtszeit lässt die palästinensische Autonomiebehörde zwei Todesurteile vollstrecken. Zwei verurteilte Mörder, die dem palästinensischen Geheimdienst angehört haben sollen, wurden durch ein Erschießungskommando hingerichtet. Seit Antritt der Regierung von Präsident Jasir Arafat verhängten Militärgerichte bereits etwa 20 Todesurteile, doch Arafat bislang die Bestätigung stets verweigert.

Hannover: Einen deutlichen Rückgang der Besucherzahlen gegenüber der Premiere 1996 verzeichnet die Multimedia-Messe “Cebit Home”, die nach sechs Tagen zu Ende geht. Obwohl nach Veranstalterangaben mit 180 000 Besuchern rd. 35 000 weniger kamen als vor zwei Jahren, sind die Aussteller mit den Geschäften zufrieden.

Leipzig: Der Schwede Herbert Blomstedt tritt sein Amt als 18. Kapellmeister des Gewandhausorchesters an. Der 71-Jährige ist Nachfolger von Kurt Masur, der das mit 255 Jahren älteste Orchester in Deutschland bis 1996 geleitet hat.

31.8.1998, Montag

Sarajevo: Der Volkswagen-Konzern feiert die Wiedereröffnung seines im Bosnien-Krieg schwer beschädigten Werkes in Sarajevo. In den Fabrikhallen im Vorort Vogosca sollen jährlich bis zu 10 000 Pkw der VW-Tochter Skoda montiert werden.