Was geschah im Dezember 1905

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Wetterstationen Dezember 1905

1.12.1905, Freitag

Die deutschen Kolonialbehörden beginnen während des Hottentottenkrieges in Deutsch-Südwestafrika mit der Errichtung von Sammellagern für Gefangene.

Im Deutschen Reich findet eine Volkszählung statt.

Der Kunsthistoriker Wilhelm von Bode wird Generaldirektor der Königlichen Museen in Berlin.

Der preußische Arbeitsminister Hermann von Budde verbietet dem Eisenbahnpersonal den Alkoholgenuss während des Dienstes.

In der Leibgarde des russischen Zaren Nikolaus II. werden rund 200 Soldaten wegen mutmaßlicher revolutionärer Tätigkeit verhaftet.

In London findet eine Demonstration mit John Lubbock Lord Avebury für gute Beziehungen zwischen Großbritannien und dem Deutschen Reich statt.

Zar Nikolaus II. hebt mit einem Erlass den Kriegszustand in Russisch-Polen auf. Die Regierung kündigt ferner die Aufhebung der Beschränkungen für Juden an.

2.12.1905, Samstag

Der kommissarische Leiter der Kolonialabteilung des Auswärtigen Amts, Ernst Fürst zu Hohenlohe-Langenburg, fordert im Reichstag in Berlin die Bewilligung eines Nachtragsetats für den Bau der Eisenbahn Lüderitzbucht- Kubub in Deutsch-Südwestafrika. Nicht nur Sozialdemokraten lehnen diese Forderung ab, sondern auch Matthias Erzberger von der “Regierungspartei” Zentrum, der prüfen lassen will, ob die Kolonie überhaupt den Wert habe, den diese neuen Kosten rechtfertigten.

Die spanische Regierung unter Eugenio Montero Rios tritt wegen der separatistischen Unruhen in Katalonien zurück. Rios’ Nachfolger als Ministerpräsident wird Segismundo Moret y Prendergast.

Die Schleifung der norwegischen Grenzfestungen beginnt. Gemäß dem Vertrag von Karlstad zur Auflösung der schwedisch-norwegischen Union muss Norwegen an der Grenze zu Schweden alle Festungen, die in einer 15 km breiten “neutralen Zone” liegen, abtragen.

Fürst Günther von Schwarzburg-Rudolstadt löst den Landtag auf, weil er die Erhöhung der fürstlichen Zivilliste um 32 000 Mark abgelehnt hat.

3.12.1905, Sonntag

In Dresden, Chemnitz und anderen Städten des Königreichs Sachsen veranstalten die Sozialdemokraten Massenkundgebungen gegen das Dreiklassenwahlrecht. In Dresden geht die Polizei mit Waffen gegen die Demonstranten vor.

In Genf entdeckt die Polizei nach einer Explosion in einem Haus eine “geheime russische sozialistische Bombenfabrik, verbunden mit einer Werkstätte für falsche Stempel”. Eine Frau wird bei der Explosion schwer verletzt.

Der Ungar Zoltán Halmay schwimmt in Wien in 1:05,8 min Weltrekord über 100 m.

4.12.1905, Montag

In einer Kongressbotschaft unterstreicht US-Präsident Theodore Roosevelt als eines der wichtigsten Ziele die Bekämpfung der Trusts. Hinsichtlich der Amerikapolitik erklärt er, die USA hegten keine Annexionswünsche gegenüber den Staaten Mittel- und Südamerikas, sondern hätten nur die “Wohlfahrt” aller im Auge.

Der Senat des russischen Großfürstentums Finnland beschließt, das Finnische statt des Russischen in den Staatsschulen wieder als Unterrichtssprache einzuführen und alle Russifizierungsgesetze der letzten Jahre aufzuheben.

Bei Zusammenstößen zwischen revolutionären Soldaten und Arbeitern sowie regierungstreuem Militär in Kiew werden 70 Menschen getötet und mehr als 300 verletzt.

Der neue Gouverneur von Deutsch-Südwestafrika, Friedrich von Lindequist, sichert mit Ausnahme von “Mördern” allen aufständischen Hottentotten die Schonung ihres Lebens zu, wenn sie Waffen und Pferde abliefern.

Die konservative britische Regierung unter Arthur James Balfour reicht ihren Rücktritt ein.

5.12.1905, Dienstag

Bernhard Fürst von Bülow eröffnet als preußischer Ministerpräsident den Landtag in Berlin mit einer Rede, in der er “die Festigung des deutschen Besitzes in Verbindung mit einer sachgemäßen inneren Kolonisation” als “eine der ernstesten Aufgaben der Staatsregierung” bezeichnet.

Die österreichische Regierung erteilt zwölf Infanteriebataillonen und fünf Dragonerregimentern den Befehl, sich zum Marsch nach Böhmen bereitzuhalten. Dort werden blutige Zusammenstöße zwischen Tschechen und Deutschen befürchtet.

Die “Demonstrationsflotte” der Großmächte besetzt nach Lesbos auch die osmanische Insel Lemnos. Als die osmanische Regierung daraufhin die Forderung der Großmächte nach Annahme des makedonischen Reformprogramms erfüllt, werden die besetzten Inseln am 16. Dezember wieder geräumt.

Während sich vier Personenzüge im Londoner Bahnhof Charing Cross befinden, stürzt ein Teil des von Eisenträgern gehaltenen Glasdachs ein und begräbt Wagen und Menschen unter den Trümmern.

6.12.1905, Mittwoch

Über das russische Gouvernement Kiew wird wegen blutiger Unruhen und Streiks das Standrecht verhängt.

Die konservativen ungarischen Zeitungen, deren Schriftleitungen gegen die Einführung des allgemeinen Wahlrechts sind, verpflichten sich, künftig keine Artikel in dieser Richtung mehr zu bringen. Daraufhin setzen die sozialdemokratischen Setzer ihre Streiks aus, damit die Zeitungen wieder erscheinen können.

Reichskanzler Bernhard Fürst von Bülow betont vor dem Reichstag in Berlin, das Deutsche Reich müsse auch ohne Bundesgenossen seine Stellung als Weltmacht behaupten können.

Der französische Senat in Paris genehmigt mit 179 zu 103 Stimmen das Gesetz über die Trennung von Kirche und Staat.

7.12.1905, Donnerstag

Alfred von Tirpitz, der Staatssekretär im Reichsmarineamt, begründet im Reichstag in Berlin die neue Flottenvorlage. Sie fordert den Bau der 1900 abgelehnten sechs großen Kreuzer bis 1917. Ferner wird die Aufstockung der 16 Torpedoboot-Divisionen (96 Boote) auf 24 Divisionen mit 144 Booten verlangt.

Der Generaladjutant von Zar Nikolaus II., der frühere Kriegsminister Viktor V. Sacharow, wird in Saratow von einem revolutionären Schlossergesellen erschossen.

8.12.1905, Freitag

Der Hoachanas-Hottentottenführer Manasse fällt mit 23 Kriegern im Gefecht bei Gubuonis im Kampf gegen die deutsche Kolonialmacht.

Reichskanzler Bernhard Fürst von Bülow wirft im Reichstag in Berlin den Sozialdemokraten vor, mit ihren außenpolitischen Anschauungen das deutsche Volk in den “nationalen Selbstmord” zu treiben. Die deutsche Flottenpolitik sei allein auf die Erhaltung des Friedens gerichtet.

Ein Ukas von Zar Nikolaus II. hebt die Präventivzensur bei periodisch erscheinenden Presseerzeugnissen zugunsten der Nachzensur auf.

In Rio de Janeiro landet eine Abteilung des deutschen Kanonenboots “Panther” und verfolgt ohne Erlaubnis der brasilianischen Regierung einen Deserteur. Der Matrose wird gefangengenommen und auf die “Panther” zurückgebracht.

9.12.1905, Samstag

Die Oper “Salome” von Richard Strauss wird am Königlichen Opernhaus in Dresden uraufgeführt.

Im französischen Mittelmeerkriegshafen Toulon meutern auf einem dort erbauten russischen Torpedoboot 50 russische Matrosen. Sie hissen die rote Flagge der Revolution. Die Meuterei wird niedergeschlagen.

10.12.1905, Sonntag

In Stockholm und Kristiania (Oslo) werden die diesjährigen Nobelpreise verliehen.

Henry Campbell-Bannerman bildet in London die erste liberale Regierung Großbritanniens im 20. Jahrhundert.

Zwischen Großbritannien und dem belgischen Kongostaat kommt es zum Konflikt, als nach britischen Angaben Kongotruppen ein Gebiet zwischen der Kongo-Nil-Wasserscheide und dem fünften nördlichen Breitengrad besetzen.

Das niederdeutsche Drama “Mutter Mews” von Fritz Stavenhagen wird im Hamburger Stadttheater uraufgeführt.

11.12.1905, Montag

Die russische Regierung unter Sergei J. Graf Witte lehnt die Einberufung einer sog. konstituierenden Versammlung, die sich mit der Einführung des allgemeinen Wahlrechts in Russland befassen soll, ab.

Die österreichischen Sozialdemokraten proklamieren den Generalstreik, um die Einführung des allgemeinen Wahl- rechts zu erzwingen.

12.12.1905, Dienstag

Arthur Graf von Posadowsky-Wehner, der deutsche Staatssekretär des Inneren, bezeichnet in einer sozialpolitischen Grundsatzrede im Reichstag in Berlin die soziale und wirtschaftliche Lage der deutschen Arbeiter im Vergleich mit dem Ausland als zufriedenstellend.

In der russischen Mandschurei-Armee brechen Meutereien aus. In erbitterten Kämpfen zwischen revolutionären und zarentreuen Soldaten fallen bei Chardin mehrere hundert Mann.

13.12.1905, Mittwoch

Der russische Ministerpräsident Sergei J. Graf Witte erklärt in Petersburg, falls seine Regierung im Volk nicht die nötige Unterstützung finde, seien die Widerrufung des Oktobermanifests und die Errichtung einer Diktatur möglich.

Frankreich verbietet den Sklavenhandel. Präsident Emile Loubet unterzeichnet einen Erlass des Kolonialministeriums, der den Sklaventausch der Eingeborenen in den afrikanischen Besitzungen der Republik bei Geld- und Gefängnisstrafen untersagt.

14.12.1905, Donnerstag

In den russischen Ostseeprovinzen erhebt sich die Bevölkerung gegen die überwiegend deutschen Gutsbesitzer.

Während des Eingeborenenaufstands in Deutsch-Ostafrika fällt der Großzauberer Hongo, einer der prominentesten Rebellenführer.

Die rumänische Regierung erklärt, die im September abgebrochenen Beziehungen zu Griechenland seien nicht “offiziell” unterbrochen. Solange jedoch griechische “Mörderbanden” die Rumänen in der Türkei plünderten, werde es keinen Frieden zwischen beiden Ländern geben.

15.12.1905, Freitag

Der Deutsche Reichstag in Berlin verabschiedet gegen die Stimmen der Sozialdemokraten den Nachtragshaushalt, der u.a. den Bau der Bahn Lüderitzbucht- Kubub in Deutsch-Südwestafrika vorsieht.

Die osmanische Regierung in Konstantinopel (Istanbul) stimmt dem Vorschlag der Großmächte zu, Makedonien unter internationale Finanzkontrolle zu stellen.

Zwischen dem osmanischen Vizekönigtum Ägypten und Großbritannien wird das Briefporto in Höhe von einem Penny eingeführt. Diese Gebühr ist zwischen Großbritannien und den meisten britischen Kolonien üblich. Seit der Landung britischer Truppen 1882 wird Ägypten faktisch von einem britischen Residenten regiert.

Der bayerische Justizminister Ferdinand Ritter von Miltner lehnt im Landtag die von einigen Zentrumsabgeordneten geforderte Wiedereinführung der Prügelstrafe ab.

16.12.1905, Samstag

In Riga, der Hauptstadt des russischen Gouvernements Livland, werden während blutiger Unruhen zahlreiche Regierungsgebäude in Brand gesetzt.

Die russische Regierung unter Sergei J. Graf Witte lässt den Arbeiterdeputiertenrat in Petersburg auflösen und die Mitglieder verhaften.

17.12.1905, Sonntag

Das Trauerspiel “Der Jude von Konstanz” von Wilhelm von Scholz wird am Dresdner Hoftheater uraufgeführt.

In Konstantinopel (Istanbul) werden die Urteile im Prozess gegen die Attentäter auf Sultan Abd Al Hamid II. vom 21. Juli gefällt. Beteiligt waren fast ausschließlich Armenier. Sieben Männer werden zum Tode verurteilt, 13 zu lebenslänglicher und drei zu 15 Jahren Kerkerhaft.

In Petersburg wird der “Verband des 17. Oktober” (Oktobristen) gegründet. Die konservativ-liberale Partei setzt sich auf der Grundlage des Manifests vom 30. Oktober für eine starke Monarchie sowie für die Einheit und Unteilbarkeit des Russischen Reiches ein.

18.12.1905, Montag

Die deutschen Dampfer “Batavia” und “Kehr wieder” stechen in Königsberg in See, um Deutsche aus den von Unruhen erschütterten russischen Ostseeprovinzen zu evakuieren.

Aus dem Aufstandsgebiet in Deutsch-Ostafrika wird gemeldet, dass die Ruhe im Bezirk zwischen Sangwe und Kissidje wiederhergestellt sei.

In Vorarlberg wird die elektrisch betriebene Eisenbahnlinie in das Montafon von Bludenz nach Schruns eröffnet.

19.12.1905, Dienstag

In Cetinje, der Hauptstadt Montenegros, findet die erste Sitzung der Skupschtina (Parlament) des Fürstentums statt. Fürst Nikolaus I. leistet den Eid auf die von ihm freiwillig erlassene Verfassung.

In Budapest tritt der ungarische Reichstag zusammen. Durch ein Handschreiben von Kaiser Franz Joseph I. wird er bis zum 1. März 1906 vertagt. Das Abgeordnetenhaus bezeichnet diese erneute Vertagung einstimmig als verfassungswidrig.

Die ungarische Regierung unter Ministerpräsident Géza Baron Fejérváry veröffentlicht den Gesetzentwurf über die Einführung des allgemeinen Wahlrechts für alle Männer ab Vollendung des 24. Lebensjahres.

Aus Schanghai werden fremdenfeindlichen Unruhen gemeldet. Zum Schutz der Reichsangehörigen wird ein deutscher Kreuzer aus Tsingtau nach Schanghai geschickt.

Die deutsche Regierung nimmt auf Ersuchen des eidgenössischen Bundesrats die Schweizer in Russland unter ihren Schutz.

20.12.1905, Mittwoch

Der Moskauer Sowjet der Arbeiterdeputierten ruft den politischen Generalstreik aus.

Die Aufständischen in Deutsch-Ostafrika werden bei einem Angriff auf die Etappenstation Livale unter schweren Verlusten zurückgeschlagen..

21.12.1905, Donnerstag

Der neue britische Premierminister Herbert Henry Campbell-Bannerman entwickelt in der Londoner Albert Hall die Grundzüge seiner Regierungspolitik. Ausdrücklich gutgeheißen werden von ihm die Demonstrationen für eine Verbesserung des deutsch-britischen Verhältnisses.

In Schanghai erheben sich die Chinesen gegen die Europäer. Britische Truppen besetzen das Zollamt und die Polizeistation. Deutsche Marinesoldaten vom Flusskanonenboot “Vaterland” rücken in die Stadt ein, um Deutsche vor Übergriffen zu schützen.

22.12.1905, Freitag

Japan und China schließen einen Vertrag, in dem Peking in die Verpachtung der Liautunghalbinsel an Japan einwilligt und Japan die Kontrolle über die Eisenbahn der Halbinsel bis Tschangtschitung zugesteht. Darüber hinaus erklärt sich China bereit, dem Welthandel 16 Häfen und Städte in der Mandschurei zu öffnen.

In Helsingfors (Helsinki), der Hauptstadt des russischen Großfürstentums Finnland, wird der außerordentliche Landtag eröffnet, der die neue Landtagsordnung erarbeiten soll.

Ein königlicher Erlass ordnet die Eindeutschung von 97 polnischen Ortsnamen in der preußischen Provinz Posen an.

23.12.1905, Samstag

Der russische General Linewitsch, der Kommandant der Mandschurei-Armee, telegraphiert nach Petersburg, dass sich die Hälfte seiner Soldaten den antizaristischen Revolutionären angeschlossen habe.

Das Landgericht in Cottbus verurteilt im Prozess wegen des Spremberger Eisenbahnunglücks einen Stationsassistenten als Hauptschuldigen zu einer Strafe von einem Jahr und vier Monaten Gefängnis.

24.12.1905, Sonntag

Die russische Stadt Jelisawetpol (Kirowabad) wird bei Massakern zwischen Armeniern und Tataren völlig zerstört. Mehr als 2000 Menschen kommen bei den schweren Nationalitätenunruhen ums Leben.

Der anarchistische Weber José Salas Tomas versucht in Barcelona, den Kardinal Casanas zu erstechen. Als der Mordversuch misslingt, begeht der Attentäter Selbstmord.

25.12.1905, Montag

Eine Konferenz der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Russlands in Tammerfors (Tampere) in Finnland beschließt, auf einem Parteitag die Vereinigung von Bolschewiki und Menschewiki zu vollziehen. Auf der bis zum 30. Dezember dauernden Veranstaltung begegnen sich die Revolutionäre Wladimir I. Lenin und Josef W. Stalin zum ersten Mal.

An der Metropolitan Opera in New York wird Richard Wagners Oper “Parsifal” erstmals außerhalb von Bayreuth aufgeführt.

In Bulgarien findet erstmals in der Geschichte des Landes ein politischer Generalstreik statt. Er richtet sich gegen ein Gesetz, das die Schaffung von Arbeiterorganisationen in den Handwerksbetrieben erschweren soll.

26.12.1905, Dienstag

Der preußische Generalstabschef Alfred Graf von Schlieffen legt seine letzte Version des “Schlieffen-Plans” fest.

Ein Ukas von Zar Nikolaus II. ergänzt unter dem Eindruck der revolutionären Unruhen das Duma-Wahlgesetz. Danach besitzen auch Arbeiter und Handwerker sowie Kleinbürger in den Städten eingeschränkte Wahlrechte.

Eine Verordnung von Kaiser Wilhelm II. verfügt die Einziehung des Stammesvermögens solcher Eingeborener, die gegen die deutsch-südwestafrikanische Regierung, gegen Nichteingeborene oder gegen andere Eingeborene kriegerisch-feindselige Handlungen begangen haben.

27.12.1905, Mittwoch

Der japanische Tenno Mutsuhito ernennt Marquis Hirobumi zum ersten Generalresidenten im japanischen Schutzstaat Korea.

28.12.1905, Donnerstag

Die Operette “Die lustige Witwe” von Franz Lehár wird im Theater an der Wien in Wien uraufgeführt.

29.12.1905, Freitag

Deutsche Kolonialtruppen schlagen während des Hottentottenkriegs in Deutsch-Südwestafrika die Häuptlinge Simon Copper und Manasse bei Toasis. Nach dem Gefecht ergeben sich 250 Hottentotten.

31.12.1905, Sonntag

Der deutsche Kaiser Wilhelm II. skizziert in einem Schreiben an Reichskanzler Bernhard Fürst von Bülow die allgemeine politische Situation des Deutschen Reiches.